RÖTTINGEN

Röttingen hat einen neuen Marktplatz

Das Band durchschnitten: Politiker und Weinköniginnen waren in Röttingen gemeinsam am Werk.
Foto: Thomas Fritz | Das Band durchschnitten: Politiker und Weinköniginnen waren in Röttingen gemeinsam am Werk.

Das Grün fehlt noch. Ein Café wäre schön, eine Weinlaube, ein Restaurant. Mit seiner Gestaltung des neuen Marktplatzes will Architekt Dag Schröder der Altstadt wieder Leben einhauchen. Die Stadt zu „einem Glanzpunkt an der Romantischen Straße“ machen. Am Samstagnachmittag setzten die Röttinger einen ersten Akzent. Die Bürger feierten ihren neuen Marktplatz und den Brunnen vor dem Rathaus. Doch auf dem schönen Platz vor dem barocken Rathaus fehlt etwas Entscheidendes: eine kleine Wirtschaft mit Stühlen und Tischen vor der Tür. Im Sommer, wenn zig Radfahrer in Röttingen rasten wollen, wäre sie eine Goldgrube.

Seine Hoffnung setzt Bürgermeister Martin Umscheid in die renommierte Gastwirtschaft „Zum Ochsen“, die der Besitzer renovieren und wieder eröffnen möchte. Und die Stadt hat vor das Haus am Marktplatz Nummer sieben, das in ihrem Besitz ist, zu ertüchtigen. Auch hier könnte sich ein Pächter finden, der vielleicht eine Eisdiele, ein Altstadt-Café oder eine Vinothek eröffnet.

Architekt Dag Schröder glaubt: „Die Röttinger werden mit Stolz ihre Stadt weiter entwickeln“. Auch beim Marktplatz samt Brunnen durften sie mitreden: Sie wünschten sich einen möglichst verkehrsfreien Platz, weite Seitenbereiche für Außengastronomie und einen Brunnen als Treffpunkt und für die Kinder zum Planschen.

Stolz ist auch der Bürgermeister. Erst einmal darauf, dass es gelungen sei, die Beteiligung der Anlieger so gering wie möglich zu halten. Durchschnittlich mussten sie nicht mehr als 4000 Euro bezahlen – verteilt auf vier Jahre. Dankbar ist er dem Freistaat Bayern, dem Bund und der Regierung von Unterfranken, die mit 746 000 Euro nicht nur die Marktplatzgestaltung unterstützte, sondern auch den Umbau der Haupt- und Bad Mergentheimer Straße im zweiten, demnächst folgenden, Bauabschnitt. 1,2 Millionen Euro kostete die Platzgestaltung, der Brunnen, neue LED-Straßenbeleuchtung, Wasserleitungen, Hausanschlüsse und unterirdische Verkabelungen.

Regierungspräsident Paul Beinhofer lobte die „rekordverdächtige, kurze Bauzeit von neun Monaten“ und sprach von einem „Impulsprojekt für die Revitalisierung der Röttinger Ortsmitte“. Denn „lebendige Altorte sind und bleiben ein wichtiges städtebauliches, wirtschaftspolitisches und gesellschaftspolitisches Ziel“, so Beinhofer.

Frankens Weinkönigin Marion Wunderlich war anfangs skeptisch. Jetzt freut sie sich auf die Zeit, wenn die Bäume Schatten werfen, die Kinder im Brunnen spielen und ich am Marktplatz sitze und einen Wein aus der Lage am Feuerstein trinken darf.“

Dann hieß es „Wasser marsch“. Und der neue Brunnen vor dem Röttinger Rathaus – eine Erinnerung an die Proklamation zur Europastadt vor 60 Jahren – sprudelte. Die Künstler Eva Skupin und Thomas Reuter zeichnen dafür verantwortlich. Der Halbkreisbogen im Pflaster, stellt das Euro-Symbol dar, gefertigt aus Muschelkalk und blauem Glas-Mosaik aus Venedig.

Erinnerung an die Europastadt: Nicht nur der Marktplatz ist neu, auch der Brunnen vor dem Röttinger Rathaus.
Foto: Thomas Fritz | Erinnerung an die Europastadt: Nicht nur der Marktplatz ist neu, auch der Brunnen vor dem Röttinger Rathaus.
Test-Gast: Kinder nahmen den Brunnen in Beschlag.
Foto: FRITZ | Test-Gast: Kinder nahmen den Brunnen in Beschlag.
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