Würzburg

Regierung bilanziert Prüfungsergebnisse: "Sehr gute" Weinqualität

Der Klimawandel macht sich auch im Weinbau immer stärker bemerkbar. Dies teilt die Regierung in ihrer Bilanz der Weinprüfung für 2020 mit. Geprüft wurden in erster Linie die Weine des Jahrgangs 2019. In Franken wurden demnach 2019 insgesamt 33,5 Millionen Liter geerntet, 2018 waren es 52,5 Millionen Liter gewesen. 2019 war der geringste Ertrag seit 1985. Die Qualität ist dagegen laut Regierung „sehr gut“. Vom Jahrgang 2019 wurden knapp 26,2 Millionen Liter geprüft. Das sind rund 78 Prozent der gesamten Erntemenge. Insgesamt, so die Regierung, sei festzuhalten, dass aus dem Jahrgang 2019 überwiegend hochwertige Weine erzeugt werden konnten.

Kaum Krankheiten

Die Witterung habe als positive Folge gehabt, dass die Reben kaum Krankheiten aufgewiesen hätten und auch nur wenig Schädlinge aufgetreten seien. In den Weinbergen sei so die Grundlage für die ausgezeichneten Weinqualitäten gelegt worden, so die Regierung. Dies lege die Auswertung der gut 10.000 Verfahren zur Qualitätsprüfung für Weine und Sekte im vergangenen Jahr nahe.

Erstmals seit Bestehen der Weinprüfstelle konnte in über 98 Prozent der Antragsverfahren die Amtliche Prüfnummer zugeteilt werden. Die Quote der Bocksbeutelfüllungen erhöhte sich leicht auf 27,3 Prozent der geprüften Weinmenge. Hierzu betont die Regierung, dass dieser kleine Anstieg nicht darüber hinwegtäuschen könne, dass in den vergangenen Jahren der Anteil der Bocksbeutelfüllungen insgesamt deutlich zurückgegangen sei. „Und dies, obwohl sich die Weinqualitäten erfreulich verbessert haben, so dass die meisten Weine, die für die Bocksbeutelfüllung gesteigerten Anforderungen in der Qualitätsprüfung der Weine ohne Weiteres erfüllen.“

Entwicklungspotenzial beim Sekt

Zum Thema Sekt mit der Bezeichnung „Sekt b.A. Franken“ schreibt die Regierung, „dass die ausgezeichnete Qualität dieser amtlich geprüften Sekte eine weit größere Beachtung der Kunden verdient hätte“. Und weiter: „Vielleicht sollte auch die Tatsache hervorgehoben werden, dass ausschließlich bei einem Sekt b. A. Franken (b. A. = bestimmtes Anbaugebiet) die fränkische Herkunft der zur Sektbereitung verwendeten Trauben sichergestellt ist. Bei Sekten mit der Kennzeichnung 'hergestellt in Deutschland? werden dagegen in aller Regel günstige Weine aus dem EU-europäischen Ausland in Deutschland zu Sekten der unteren Preisklasse verarbeitet.“

Geprüft wurden laut Regierung vergangenes Jahr „lediglich knapp 170.000 Liter“. Das zeige bei einem durchschnittlichen Sektkonsum von circa 3,3 Liter pro Jahr und Person in Deutschland „überdeutlich das theoretische Entwicklungspotenzial“, so die Regierung. 

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