Theilheim

Stabilere Trinkwasserversorgung

Weinort Theilheim, Landkreis Würzburg
Foto: Antje Roscoe | Weinort Theilheim, Landkreis Würzburg

Als Sofortmaßnahme, damit die Grundversorgung mit Trinkwasser gewährleistet ist und "zur Freude der Leute, die dort duschen wollen", wird der Druckausgleichsbehälter für das Wohngebiet Spitzweg schnellstmöglich ausgetauscht. Betroffen sind laut Bürgermeister Thomas Herpich etwa 30 Haushalte.

Eigentlich war bereits vor zwei Jahren der Neubau des Druckpumpwerks (DPW) in der Rudolf-Wegmann-Straße beschlossen worden. Da dies allerdings zu kurz greifen würde und das defekte DPW nicht isoliert betrachtet werden dürfe, wie sich zwischenzeitlich mit der Überprüfung des gesamten Trinkwassernetzes herausgestellt hat, ließ Bürgermeister Herpich den Neubau-Beschluss jetzt vom Gemeinderat  aufheben.

Ein Neubau mache derzeit keinen Sinn, nachdem der Wasserdruck im gesamten Bereich von Dümpfel- und Lehmgrubenstraße, Spitzweg, Bachsweg, und Rudolf-Wegmann-Straße unzulänglich ist. Auch könnte ein neues DPW aufgrund der Gesamtsituation lediglich die Grundversorgung, nicht aber die Löschwasserversorgung sicherstellen. Das werde erst mit der Generalsanierung des Trinkwassernetzes leistbar.

Pumpwerk arbeitet derzeit ohne Druckausgleich

Handlungsbedarf besteht allerdings dennoch, denn das etwa 25 Jahre alte Pumpwerk in der Rudolf-Wegmann-Straße arbeite zurzeit ohne Druckausgleich, so Herpich. Dadurch schwanke die Wasserversorgung im Bereich Spitzweg/Nußäcker zum Ärger der Anwohner zwischen gänzlichem Versiegen und schwallartigen Fontänen. Damit wenigstens die Trinkwasserversorgung schnellstmöglich wieder stabil ist, sollen ca. 8000 Euro investiert werden, um den jetzt defekten Druckausgleichsbehälter im DPW auszutauschen. Herpich hofft, dass diese Maßnahme bis zur Generalsanierung des Trinkwassernetzes ausreicht. Weitergehende Reparaturen seien in dem schwer zugänglichen Schachtbauwerk technisch nicht möglich.

Der Gesamtsanierungsplan für die Theilheimer Wasserversorgung wiederum ist seit Herbst in Arbeit und stand ursprünglich ebenfalls auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Die Ausschreibungsergebnisse hatten wegen großer Preisunterschiede allerdings Fragen aufgeworfen, so Herpich, die vorab einer genauen Prüfung bedürfen. Derweil beschäftigten den Bauhof seit Ende Januar wieder drei Wasserrohrbrüche. Während derjenige in der Biebelrieder Straße schnell behoben werden konnte, gestaltet sich die Suche nach den Lecks in der Lehmgrubenstraße und der Paradiesstraße aufgrund der langen Strecken, die über den gleichen Schieber geregelt werden, als sehr schwierig.

Zuversichtlich sei er, dass die Sanierungsarbeiten für 1,4 Kilometer Abwasserkanal im südöstlichen Quartier zwischen Obertorgasse und Totental, Westheimer Straße und Siedlungsstraße  Anfang April starten; die Vorarbeiten dazu bereits im März. Beim Entlastungskanal vom Wohngebiet Reisgarten über die Winterleitenstraße rechnet Herpich derzeit mit einer Bauphase von Juni bis November. Die Auftragsvergabe stehe unmittelbar bevor.

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