Ochsenfurt

Stichwahl in Ochsenfurt: Peter Juks bleibt Bürgermeister

Der Amtsinshaber kann die Stichwahl klar für sich entscheiden und blickt zuversichtlich nach vorn.
Selfie statt Wahlparty: Zu Hause vor dem Computer verfolgte Peter Juks gemeinsam mit seiner Frau Renate die Bekanntgabe des Wahlergebnisses mit. 
Foto: Renate Juks | Selfie statt Wahlparty: Zu Hause vor dem Computer verfolgte Peter Juks gemeinsam mit seiner Frau Renate die Bekanntgabe des Wahlergebnisses mit. 

Sonntagabend, kurz nach halb neun: Eine entspannte Rosa Behon nimmt zu Hause in Hopferstadt den Hörer ab und kommentiert ihr Wahlergebnis. 43,62 Prozent der Stimmen hat die Herausforderin um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Ochsenfurt in der Stichwahl errungen. Ein Wert, mit dem sie gar nicht mal unzufrieden ist. "Klar habe ich bis zuletzt gekämpft, aber ich dachte mir schon, dass es so ausgehen wird", sagt sie angesichts des Vorsprungs, den Amtsinhaber Peter Juks (UWG) schon im ersten Wahlgang hatte.

Juks bleibt für weitere sechs Jahre Bürgermeister. Seine Herausforderin von der CSU gratuliert ihm zum Wahlsieg und sagt: "Ich werde ihm für die Arbeit im Stadtrat weiterhin meine Zusammenarbeit anbieten." Dem Gremium wird Rosa Behon erneut angehören und will dort auch weiterhin mit voller Kraft für Ochsenfurt arbeiten. "Ich bin absolut motiviert, denn es geht um die Stadt, die Ortsteile und natürlich vor allem um die Bürgerinnen und Bürger."

Ein spannender Wahlkampf

Einen engagierten Wahlkampf hat die 56-Jährige hinter sich. Dass sie die Strapazen auf sich genommen hat, bereut sie nicht. "Es war ausgesprochen spannend, so einen Wahlkampf an vorderster Front zu erleben." Viele gute Gespräche habe sie geführt und viel Interessantes erfahren, erzählt sie. "Und Wahl kommt schließlich von Auswahl." Rosa Behon steht auf dem Standpunkt, dass es doch langweilig sei, wenn sich die Bürger nicht zwischen mehreren Kandidaten entscheiden könnten.

Herausforderin Rosa Behon hat den Wahlabend mit ihrem Mann zu Hause verbracht.
Foto: Wilmar Behon | Herausforderin Rosa Behon hat den Wahlabend mit ihrem Mann zu Hause verbracht.

Gemeinsam mit ihrem Mann hat Rosa Behon den Wahlabend bei einem schönen Abendessen und einer Flasche Wein zu Hause verbracht. Die Auszählung hat sie im Internet verfolgt, aber auch immer den Fernseher im Auge gehabt. Denn was andernorts in Bayern los ist, interessiert sie auch.

Freude über den Wahlsieg

Peter Juks darf weitermachen und steht durch die Auswirkungen der Coronakrise vermutlich vor der größten Herausforderung seiner bisherigen Amtszeit. "Sicher werden wird einiges von der Priorisierung her anders betrachten müssen", sagt er, will dem Thema am Wahlabend aber nicht zu viel Raum schenken. "Heute bin ich erst mal glücklich."

56,38 Prozent der Stimmen, das sei eine Würdigung für die Arbeit, die er, der Stadtrat und die Verwaltung in den vergangenen sechs Jahren geleistet haben. "Meine Herangehensweise wurde bestätigt, das ist für mich erst mal das Wichtigste", so Juks. Dass die Arbeit möglichst bald nahtlos weiter gehen kann, ist nun seine Hoffnung. "Nach der Coronakrise wird es sicher ein, zwei Jahre dauern, bis die Dinge wieder vollständig ins Lot gekommen sind. Aber mit Disziplin und dem Blick nach vorn, werden wir das schaffen."

Am Ende konnte Peter Juks seinen Abstand zu Rosa Behon aus dem ersten Wahlgang von rund 700 Stimmen nahezu verteidigen. Und auch im direkten Vergleich der Stimmenprozente hat sich wenig verändert. Lässt man die Stimmen für den unterlegenen SPD-Kandidaten Joachim Eck unberücksichtigt, dann hätte Peter Juks am 15. März 57,6 Prozent der Stimmen erhalten, Rosa Behon 42,4 Prozent. Auf die Mobilisierung der Wähler hat sich die generelle Briefwahl positiv ausgewirkt. Vor zwei Wochen lag die Wahlbeteiligung bei 62,16 Prozent, bei der Stichwahl bei 65,61 Prozent.

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