Würzburg

Symbol für 202 deportierte jüdische Mitbürger

In der Würzburger Spiegelstraße erinnert ein einsamer Koffer als Mahnmal an die Deportation und Ermordung der unterfränkischen Juden im Dritten Reich.
Blick auf den neuen DenkOrt, den "Würzburger Koffer" in der Spiegelstrasse in Würzburg.
Foto: Silvia Gralla | Blick auf den neuen DenkOrt, den "Würzburger Koffer" in der Spiegelstrasse in Würzburg.

Der "DenkOrt Deportationen" vor dem Hauptbahnhof wird immer mehr zum zentralen Punkt eines ganzen Netzwerks von Gedenkstätten: Die am Bahnhofsplatz aufgestellten Gepäckstücke erinnern an fast 2100 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus ganz Unterfranken, die zwischen 1941 bis 1944 von den Nationalsozialisten in die Vernichtungslager nach Osteuropa deportiert wurden. Jeder Koffer und Rucksack – im Moment sind es 47, es sollen aber weitere hinzu kommen – steht für eine der unterfränkischen Gemeinden, aus denen die Opfer kamen. In den Kommunen steht jeweils ein identisches Gepäckstück als eigenes Mahnmal.

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