Würzburg

Unibund: Wichtige Stütze für die Würzburger Wissenschaft

Forscher können Bahnbrechendes für die Gesellschaft leisten. Auf dem Weg dahin brauchen sie aber Förderung. An Würzburgs Universität kommt sie vom Unibund. Seit 100 Jahren.
Zusammen mit mehreren Stiftungen fördert der Unibund die Forschung und Lehrer an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität. Vorsitzender David Brandstätter blickte bei einer Pressekonferenz auf das 100-jährige Bestehen.
Foto: Johannes Kiefer | Zusammen mit mehreren Stiftungen fördert der Unibund die Forschung und Lehrer an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität.

Gesellschaft braucht Wissenschaft: Das machen der Anti-Corona-Kampf und die Impfstoff-Entwicklung gerade überdeutlich. Um Forschung und Lehre an der Würzburger Julius-Maximilians-Universität (JMU) zu unterstützen, hat sich vor 100 Jahren ein Förderverein gegründet – der heutige Unibund.  Wegen der Pandemie lässt sich das Jubiläum nur unter erschwerten Bedingungen feiern. Dennoch hofft man vor allem auf das zweite Halbjahr. Dafür habe man einiges in der Schublade, sagte der Unibund-Vorsitzende, Main-Post-Geschäftsführer David Brandstätter, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Jährlich 25 wissenschaftliche Projekte gefördert

Geplant ist eine gemeinsame Vortragsreihe mit dem Mozartfest unter dem Titel "Wie viel Mozart braucht der Mensch?" Und beim Festkonzert in der Würzburger Neubaukirche sollen im November wieder die Förderpreise vergeben werden. Vergangenes Jahr wurden vom Unibund und den zugehörigen Stiftungen dafür über 200 000 Euro ausgeschüttet. Jährlich unterstützt man rund 25 Projekte mit einem Umfang von je 500 bis 5000 Euro.

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Der scheidende Uni-Präsident Professor Alfred Forchel dankte dem Förderverein ebenso wie sein Nachfolger Professor Paul Pauli. Mit Anschubfinanzierungen habe der Unibund nicht selten geholfen, auch andernorts Fördermittel einzustreichen und damit wichtige Projekte auf den Weg zu bringen.

Wichtiger als die Mitgliederwerbung: Vermögen und Förderung ausbauen

Einzelpersonen, Unternehmen, Institutionen und Kommunen in Unterfranken: Rund 700 Mitglieder zählt der Verein heute und ist damit etwas geschrumpft. Ein Problem? Nicht wirklich. Denn wichtiger ist Brandstätter zufolge seit einer Neuausrichtung vor 15 Jahren das Einwerben von Finanzmitteln, voran über weitere Stiftungen und Erbschaften. Hier sollen neue hinzukommen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich das verwaltete Vermögen aber schon nahezu verdoppelt.

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Acht Stiftungen und die Industrie- und Handelskammer fördern mittlerweile unter dem Dach des Unibundes die regionale Wissenschaft. Hinzu kommt als wichtiger Partner die Vogel-Stiftung Dr. Eckernkamp, mit der man Projekte abstimmt und prüft. Nicht zuletzt durch deren Beteiligung hat sich die Fördersumme in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt, über zwei Millionen Euro wurden vergeben.

"Hörsaal on Tour" bringt die Wissenschaft in alle Teile Unterfrankens

Wichtig ist dem Unibund aber auch, die Wissenschaft zu den Menschen in der Region zu bringen. In der Reihe "Hörsaal on Tour" halten Professorinnen und Professoren der Universität Abendvorträge überall in Unterfranken. Mittlerweile deckt man mit 26 Veranstaltungsorten den ganzen Regierungsbezirk ab. 670 Vorträge zählte der Verein in den vergangenen zehn Jahren. Brandstätter dankte den Referenten für den unentgeltlichen Einsatz in ihrer Freizeit.

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