Waldbüttelbrunn

Waldbüttelbrunn: Rathausumzug in Coronazeiten

Eine Woche dauerte der Umzug des alten Rathauses ins neue Gebäude. Handwerker wie Mitarbeiter schwitzen unter der Maske. Warum dennoch alles reibungslos verläuft.
Bürgermeister Klaus Schmidt hat noch viele Kartons, die er in seinem neuen Büro auspacken muss, aber er packt fleißig mit an.
Foto: Matthias Ernst | Bürgermeister Klaus Schmidt hat noch viele Kartons, die er in seinem neuen Büro auspacken muss, aber er packt fleißig mit an.

"Bitte immer Masken tragen, denken Sie daran", spricht Marie-Elaine Gabel die Handwerker an, die noch im Haus arbeiten. Sie hat die Fäden in der Hand beim Umzug des Waldbüttelbrunner Rathauses. Gar nicht so einfach zu Zeiten von Corona, doch die junge Frau behält den Überblick. Es ist ein sehr ungewöhnlicher Umzug, meint sie. Denn die Innenausstattung ist noch nicht überall eingetroffen. So fehlen einige Glaswände oder auch Türen und im Dachgeschoss wird noch fleißig gearbeitet. "Aber Ende nächster Woche dürfte alles fertig sein", freut sich Bürgermeister Klaus Schmidt.

Zu Gute kommt dem Umzug, dass wegen Corona ohnehin kein Publikumsverkehr zulässig ist. Fast alle Mitarbeiter sind im Homeoffice und kamen versetzt ins provisorische alte Rathaus, um ihre Akten und andere Utensilien in Umzugskartons zu verpacken. "Am Montag war alles verpackt und dann rückten die Möbelträger an für den Transport von einem Gebäude ins andere", berichtet Gabel. Jeder Karton war gekennzeichnet und für die unterschiedlichen Ressorts farblich markiert und mit Namen versehen. Da konnte einfach nichts schiefgehen. Im Neubau, der eigentlich schon im vergangenen Herbst bezogen werden sollte, sind die einzelnen Zimmer mit farbigen Namensschildern versehen. So wussten die Möbelpacker gleich, wo welcher Karton hin gehört.

Nach dem Abriss des bisherigen restlichen Rathauses geht es an die Gestaltung des Rathausplatzes, der einladender und größer werden soll.
Foto: Matthias Ernst | Nach dem Abriss des bisherigen restlichen Rathauses geht es an die Gestaltung des Rathausplatzes, der einladender und größer werden soll.

"Wenn die Bürger wieder zu uns kommen dürfen, werden sie über die großzügigen und hellen Räume staunen", ist sich Kämmerer Thomas Kirchner sicher. Er hat sich in seinen neuen Räumlichkeiten schon weitgehend eingerichtet, ebenso wie Hauptamtsleiterin Tanja Oehrlein. "Noch fehlt uns zwar die Glasscheibe zum Flur, aber ich habe schon mal eine Pflanze davor gestellt, damit es nicht so offen wirkt", sagt sie und räumt weiter fleißig Akten und Materialien in die Schränke ein.

"Und wenn das alte Rathaus so in acht Wochen abgerissen ist und ein neuer Rathausplatz entsteht, kann es noch heller werden bei uns."
Klaus Schmidt, Bürgermeister von Waldbüttelbrunn

Soweit ist Bürgermeister Klaus Schmidt noch nicht. In seinem neuen Büro stapeln sich noch die Umzugskisten. "Ich muss mir erstmal überlegen, wohin ich was packe. Die vielen Glasregale an der Wand sollen ja auch ordentlich gefüllt aussehen". Außerdem hat er auf sein Handy die Notfallnummer umgelegt. Denn telefonisch oder per E-Mail war die Verwaltung nicht erreichbar. Bis alle Telefone und Computer mit dem Server verbunden waren, gab es kein Durchkommen ins Rathaus. "Dankbar bin ich der Gemeinde Hettstadt, dass sie in der Zeit unseres Umzugs die Aufgaben unseres Standesamtes übernommen hat", sagte Schmidt erfreut. Doch jetzt funktioniert alles. "Wir waren nur knapp 26 Stunden offline", berichtet Peter Hümmer. Das ist schon rekordverdächtig und spricht für eine gute Vorarbeit. "Ich habe schon die erste Testmail verschickt, es hat geklappt", ergänzt Thomas Kirchner. Nebenan ist Bauamtsleiter Markus Ostwald wesentlich weiter. Sein Büro ist schon perfekt eingerichtet und er arbeitet wieder im Homeoffice.

Die neue Empfangstheke im Erdgeschoss wird zukünftig der erste Anlaufpunkt für die Bürger von Waldbüttelbrunn sein, wenn sie ins Rathaus kommen.
Foto: Matthias Ernst | Die neue Empfangstheke im Erdgeschoss wird zukünftig der erste Anlaufpunkt für die Bürger von Waldbüttelbrunn sein, wenn sie ins Rathaus kommen.

Wesentlich mehr Aktion gibt es im Bürgerbüro und bei den allgemeinen Diensten im Erdgeschoss. Hier wird noch fleißig gearbeitet und alles zusammengestellt in den einzelnen Büros. Doch man kann schon erahnen, wie es ab nächster Woche hier aussehen wird. Am Empfang räumt Jessica Goll noch ein und die neue Theke ist abgedeckt, damit keine Kratzer entstehen. In den anderen Büros wird fleißig verkabelt, die Tische gerückt oder schon eingeräumt. "Da haben meine Mitarbeiter toll mitgemacht", lobt Bürgermeister Schmidt seine Mannschaft.

Die freut sich auf die neuen Räumlichkeiten, denn alles ist freundlicher und heller geworden, als im alten Rathaus. Der Laufboden in den Fluren besteht aus Muschelkalk und in den Arbeitsräumen liegt Stäbchenparkett. In die einzelnen Stockwerke gelangt man über zwei geräumige Treppenhäuser oder über einen Aufzug. "Das Trauzimmer im Erdgeschoss ist uns richtig gut gelungen", freut sich der Bürgermeister. Wenn dann der Innenhof neu gemacht ist, kann man ebenerdig in das Zimmer hinein, ohne über das eigentliche Rathaus zu müssen. "Und wenn das alte Rathaus so in acht Wochen abgerissen ist und ein neuer Rathausplatz entsteht, kann es noch heller werden bei uns", führt er weiter aus. "Das wird ein echtes Schmuckstück für unseren Weihnachtsmarkt und andere Veranstaltungen", ist sich Schmidt sicher. Und dann fängt auch er an, sein Büro einzuräumen. Schließlich will er nicht hinter seinen Mitarbeitern zurückstehen.

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