Margetshöchheim

Wann endlich über den neuen Mainsteg spaziert wird

Nach Jahren begann nun der Bau des Margetshöcheimer Mainstegs. Wie viel die Brücke kosten soll, wie lange der Bau dauert und warum das Projekt gar auf der Kippe stand.
Freude beim Margetshöcheimer Bügermeister Waldemar Brohm (links)  und Jürgen Götz, Bürgermeister V Veitshöchheim sowie der Amtsleiterin des Wassserstraßen-Neubauamtes Aschaffenburg (WNA) Mareike Bodsch über den Baubeginn für den 8,4 Millionen Euro teuren Neubau des Mainstegs.
Foto: Dieter Gürz | Freude beim Margetshöcheimer Bügermeister Waldemar Brohm (links)  und Jürgen Götz, Bürgermeister V Veitshöchheim sowie der Amtsleiterin des Wassserstraßen-Neubauamtes Aschaffenburg (WNA) Mareike Bodsch über den ...

Es ist offiziell: Der Neubau des Mainstegs, der die Gemeinden Margetshöchheim und Veitshöchheim auch in Zukunft verbinden soll, ist eingeleitet. "Viel gibt es noch nicht zu sehen, aber jetzt haben sich die Gemeinden auf den Weg begeben, dieses Bauwerk zu beginnen", verkündet Waldemar Brohm (CSU), erster Bürgermeister der Gemeinde Margetshöchheim.

"Für gut 8,4 Millionen Euro werden wir hier innerhalb von 17 Monaten eine 3 Meter breite Hängebrücke errichten. Nicht die einzige Hürde auf dem Weg. ", erklärt Mareike Bodsch, Amtsleiterin des Wasserstraßenneubauamts in Aschaffenburg. Damit wird der Neubau deutlich teurer als zunächst berechnet. Nicht die einzige Hürde bisher.

Denn bis der Bau beschlossen war, war es ein weiter Weg: Über sechzig Termine habe man dem Thema Neubau Mainsteg insgesamt gewidmet, erinnert sich Brohm. Bodsch lobte zahlreichen Veranstaltungen der Gemeinden, auf denen die Bürger in die Planung miteinbezogen wurden. "Auch beim Bau werden wir nach Formaten suchen, mit welchen wir Informationen und Beteiligung für die Bürger bereitstellen."

Drei Standorte standen zur Wahl

Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats Margetshöchheim reicht bis Juni 2008 zurück. Sogar einen gemeindeübergreifenden Workshop habe man abgehalten, um etwa einen geeigneten Standort zu klären, so Brohm.  

Hier wurden zunächst drei Standorte diskutiert: Standort eins am Ende des Festplatzes Margetshöchheim, welcher jedoch von der Gemeinde Veitshöchheim abgelehnt wurde. Ein zweiter an dem Standort des Alten Mainstegs und schließlich der heutige Standort im Bereich des Sportplatzes. Letzterer sei zu Beginn jedoch nur als Notstandort gehandelt worden, erinnert sich Brohm. 

Bürgerbegehren sorgte zwischenzeitlich für Ungewissheit  

Im Februar 2011 wurden dem damaligen Bürgermeister Rainer Kinzkofer Unterschriften für das Einleiten eines Bürgerbegehrens übergeben. "Das hat bei uns in der anschließenden Sitzung riesige Diskussionen ausgelöst", so Brohm.  Demnach gab sogar Wortmeldungen in den Bürgerversammlungen, welche den Neubau des Stegs vollständig verwerfen wollten. 

"Nachdem das Bürgerbegehren misslungen und alle Wogen geglättet waren, konnten wir uns darauf besinnen, gemeinsam hier etwas zu schaffen", meint Jürgen Götz (CSU), Bürgermeister der Gemeinde Veitshöchheim. "Wir bauen ein Stück Infrastruktur, dass aus meiner Sicht für beide Gemeinden ein sowohl emotionales als auch wichtiges Bauwerk darstellt", bekräftigt Brohm. "Die Gemeinden Veitshöchheim und Margetshöchheim verbinde mehr als eine Brücke."

Bund übernimmt 48 Prozent der Kosten

In die Jahre gekommen: Der alte Margetshöchheimer Mainsteg soll zurückgebaut werden.
Foto: Jörg Rieger | In die Jahre gekommen: Der alte Margetshöchheimer Mainsteg soll zurückgebaut werden.

Man sei überzeugt dass der Neubau die beiden Gemeinden weiter zusammenbringen werde und freue sich auf den Tag, wenn die Brücke fertiggestellt sei, bestätigt Götz. Nun hoffe man auf eine zeitgerechte Umsetzung, dass man innerhalb des Kostenrahmens bleibe und keine Unfälle beim Bau geschehen.

Die Kosten des Neubaus belaufen sich nach heutigem Stand auf 8,4 Millionen Euro. Der Bund übernimmt davon 48 Prozent des Projekts. Die restlichen 52 Prozent werden dann von den beiden Gemeinden Margetshöchheim und Veitshöchheim zu je gleichen Teilen finanziert. Zusätzlich bezuschusst der Freistaat noch einen Teil der Kosten. Die Verhandlungen mit der Regierung von Unterfranken seien bereits angelaufen, lässt Brohm durchblicken. "Die überregionale Bedeutung des Bauwerks wird uns hier sicherlich in die Karten spielen", sagt Brohm.    

Baufirma aus Gießen erhält Zuschlag

Den Zuschlag für den Bau hat die Baufirma Lupp aus dem hessischen Gießen erhalten. Diese bediene sich aber auch Nachunternehmern wie der Firma Pfeifer, welche das für die Brücke prägende Seildrahtwerk konstruiere, erklärt Bodsch. 

Wenn die neue Brücke fertiggestellt ist, wird der alte Brückensteg vom Wasser aus zurückgebaut werden. Die Amtsleiterin des Wasserstraßenneubauamts ist sicher: "Das wird ein besonderes und auch was die Technik angeht ein uns forderndes Bauwerk."

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