Würzburg

Wer steht noch hinter Park & Ride in der Sanderau?

Das Baureferat arbeitet am Bau des Park & Ride-Parkhauses neben der s.Oliver-Arena. Doch plötzlich wird ein neuer Standort diskutiert. Wer steht noch hinter dem Projekt?
Auf dem linken Teil der Grünfläche (Minigolfplatz) an der s.Oliver-Arena soll das erste Würzburger Parkhaus für Park & Ride gebaut werden.
Foto: Berthold Diem | Auf dem linken Teil der Grünfläche (Minigolfplatz) an der s.Oliver-Arena soll das erste Würzburger Parkhaus für Park & Ride gebaut werden.

Das Park&Ride-Parkhaus in der Sanderau wurde im Mai 2019 vom Stadtrat beschlossen, doch ob es jemals gebaut wird, steht in den Sternen. 3000 Unterschriften gegen das Projekt hat die Bürgerinitiative "Biss" vergangene Woche der Stadt übergeben. Die Initiatoren wollen die gesamte Grünfläche in der Stettiner Straße gegenüber der s.Oliver-Arena erhalten. Genau dort plant die Stadt das Park&Ride-Parkhaus zu errichten.

2019 stimmten im Stadtrat 27 Mitglieder für den Bau des Parkhauses auf der Grünfläche. Dagegen waren damals nur elf, neben den Grünen und der FWG waren das einzelne Stadträte der Würzburger Liste, sowie Willi Dürrnagel, der damals noch bei der CSU war und auch zu den Initiatoren der Bürgerinitiative gehört.

Inzwischen hat das Baureferat notwendige Voruntersuchungen zum Baumbestand und zu Fragen der Verkehrsplanung durchgeführt. "Weiter benötigte Gutachten wie zum Beispiel Klimauntersuchungen befinden sich in Vorbereitung", erklärte Rathaus-Sprecher Christian Weiß im Januar. Aber ob das Parkhaus je gebaut wird, scheint im Moment nicht nur wegen des Widerstandes der Anwohner fraglich. 

SPD will Parkhaus in Heidingsfeld

Denn knapp neun Monate später gibt es eine Kehrtwende im Stadtrat: Die SPD hat im Planungs-, Umwelt- und Mobiltätsausschuss (PUMA) eine Alternative in Heidingsfeld vorgeschlagen und diesem Antrag haben alle Stadträte zugestimmt.

Die SPD schlägt vor, dass auf dem Gründstück neben Aral-Tankstelle und McDonalds zwischen Mergentheimer Straße und Wiesenweg ein Park&Ride-Parkhaus gebaut wird. 100 Meter entfernt befindet sich die Straßenbahnhaltestelle Andreas-Grieser-Straße. Zudem ist die Anbindung an die B19 nah. 

Eigentümer hat andere Pläne

Das Grundstück sei außerdem bisher Brachland und kein Baum müsse gefällt und kein Arbeitsplatz gefährdet werden, heißt es in dem Antrag weiter. Auf Anfrage erklärt das Baureferat allerdings, dass inzwischen mit dem Eigentümer gesprochen wurde und dieser dort Einzelhandel und ein Hotel plant.

Auf Anfrage dieser Reaktion haben sich die Parteien und OB-Kandidaten zum Park & Ride-Parkhaus in der Sanderau geäußert. Dagegen sprechen sich Grüne, Linke, ZfW, FWG und WL aus. Dafür sind ÖDP, FPD und Bürgerforum. Keine Antwort kam von CSU und SPD. 

OB dafür, alle anderen dagegen

Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Dagmar Dewald (ÖDP) sind für ein Parkhaus am Standort Minigolfplatz. Seine Konkurrenten Sebastian Roth (Linke), Kerstin Westphal (SPD) und Martin Heilig (Grüne) halten dagegen den Standort für falsch, weil dort Grün versiegelt wird und Park & Ride weiter draußen sinnvoller sei. Volker Omert möchte das Parkhaus statt auf dem Minigolf-Platz auf dem Schotterparkplatz vor der TG Würzburg an der Feggrube bauen. 

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