Würzburg

Wie die Maskenpflicht in Würzburger Geschäften umgesetzt wird

Ab Montag kommt in Würzburg keiner mehr ohne Maske in die Geschäfte. Doch welche Maßnahmen haben sich die Einzelhändler in Würzburg überlegt, um das zu ermöglichen?
Mit Maske empfängt Jan Diekow vom Laufstil in der Sanderstraße ab Montag seine Kunden. Mehr als sieben Kunden kann er aber nicht in den Laden lassen. 
Foto: Thomas Obermeier | Mit Maske empfängt Jan Diekow vom Laufstil in der Sanderstraße ab Montag seine Kunden. Mehr als sieben Kunden kann er aber nicht in den Laden lassen. 

Wer in der letzten Woche durch die Geschäfte in Würzburg ging, sah schon viele Menschen, die freiwillig mit Maske einkauften. Ab Montag gilt dann die Maskenpflicht, denn Geschäfte bis 800 Quadratmeter Ladenfläche dürfen dann wieder öffnen. Die Einzelhändler haben sich darauf aber gut vorbereitet, findet Volker Wedde, Vorsitzender des Handelsverbands Unterfranken. Aus seiner Sicht sei die Maskenpflicht keine größere Herausforderung für die Geschäfte. 

Das Würzburger Stadtmarketing hat die Geschäfte informiert, wo sie Masken und Desinfektionsmittel bestellen können und darauf auch viel Rückmeldung bekommen. Die Händler in der Stadt gehen auf unterschiedliche Art und Weise mit der neuen Verordnung um. Einige Läden, wie das Lauffachgeschäft Laufstil in der Sanderstraße, haben Stoffmasken bestellt, die man am Eingang leihen kann. Im Laufstil werden diese dann auch im Geschäft gewaschen, berichtet Inhaber Jan Diekow. Außerdem hat er für seine Kunden ein Video erstellt, wie man aus einem Halstuch und zwei Haargummis schnell eine Maske basteln kann.

Nicht mehr als sieben Kunden gleichzeitig im Laden

"Bei uns kommen immer nur sieben Kunden gleichzeitig in den Laden, denn wir arbeiten mit drei Beratern", erklärt Diekow. Mehr lassen die gut 200 Quadratmeter Verkaufsfläche dann nicht zu. In seinem Laden hat er verschiedene Bereiche abgeklebt. Dort können sich Kunden hinsetzen und Schuhe probieren. Eine Laufband-Beratung findet aktuell sowieso nicht statt.

Der Gartenmarkt Dehner in der Frankfurter Straße hat bereits seit letzten Montag wieder geöffnet. Seitdem werden dort am Eingang Einweg-Masken zu einem geringen Unkostenpreis verkauft. Außerdem kontrollieren Mitarbeiter, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig den Laden betreten. 

Rossmann erlaubt nur eine Person pro Haushalt

Der Modeladen Maingold hat die Maskenpflicht gleich zum Trend erklärt und "besonders modische Masken" ins Sortiment aufgenommen, berichtet Teresa Schmitt von der Maingold-Filiale in der Schustergasse. Ohne Maske gilt im Maingold aber: Kein Betreten. "Wir legen wert auf die Abstandsregel und haben hierfür auch alles vorbereitet", erzählt Schmitt. Im Laden gibt es jetzt eine Art Verkehrskonzept mit Pfeilen, die die Bewegungsrichtung vorgeben. Auch an der Kasse sind Abstandslinien, wie sie aktuell bereits in vielen Supermärkten zu sehen sind, eingezeichnet.

In der Rossmann-Filiale am Hubland werden die Eingangsbeschränkungen mithilfe eines Security-Unternehmens durchgesetzt. Dort sind maximal 40 Personen gleichzeitig im Markt gestattet. Außerdem erlaubt der Markt nur eine Person aus einem Haushalt. Kinder dürfen ihre Eltern nur in den Markt begleiten, wenn sie noch beaufsichtigt werden müssen, also bis maximal zwölf Jahre, erklärt Alexandra Schwarz, stellvertretende Geschäftsleiterin der Filiale.

WVV kontrolliert Maskenpflicht nicht

Ab Montag gilt auch im öffentlichen Personennahverkehr eine Maskenpflicht. Die WVV veröffentlichte hierzu eine Pressemitteilung, in der sie verlauten ließ, dass Fahrgäste, die gegen diese Verpflichtung verstoßen, nicht mehr befördert werden dürfen. Ein Mund-Nasen-Schutz kann selbstgenäht sein und ist auch in Form eines Halstuchs ausreichend. Kontrolliert wird in den Bahnen aber aktuell nicht. "Wir vertrauen da den ÖPNV-Nutzern, dass sie sich an die Maskenpflicht halten", so Cornelia Wagner von der Pressestelle der WVV. 

Am Grünen Markt in Würzburg herrsche dagegen keine Maskenpflicht, da die Händler draußen an der frischen Luft ihre Stände haben, erklärt Stadtsprecher Christian Weiß. "Wir haben den Marktleuten trotzdem empfohlen Masken zu tragen", so Weiß weiter. Auch werde ab kommenden Montag die Abstandsregel mit 1,50 Metern Mindestabstand am Grünen Markt eingeführt. Die Kontrolle ist hier Aufgabe des Ordnungsamts.

Auch in Supermärkten gilt ab Montag die Maskenpflicht. 
Foto: Robert Michael | Auch in Supermärkten gilt ab Montag die Maskenpflicht. 
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