Würzburg

Wie FFP2-Masken mehrfach verwendet werden können

Seit Montag, 18. Januar, sind FFP2-Masken beim Einkaufen sowie im Öffentlichen Nahverkehr Pflicht. Der Landkreis Würzburg versorgt derzeit seine Kommunen und im Auftrag des Freistaates Bayern insbesondere auch Bedürftige, beispielsweise Empfänger von Grundsicherungsleistungen, mit kostenlosen FFP2- oder vergleichbaren Schutzmasken (KN95). Die Verteilung erledigt die Kreisbrandinspektion des Landkreises in bewährter Form. 

Eva-Maria Löffler, Leiterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt Würzburg, weist darauf hin: „Hinsichtlich der Rückrufaktionen und Warnhinweise für KN95-Atemschutzmasken, die derzeit durch die Medien gehen, hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt, dass diese als verkehrsfähig beurteilt werden.“

Das Landratsamt gibt Hinweise darauf, wie die relativ kostspieligen Masken mehrfach und dennoch sicher verwendet werden können:

Sofern FFP2- oder vergleichbare Schutzmasken nur kurzzeitig getragen werden, wie etwa beim Einkaufen oder im ÖPNV, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte und auch die Fachhochschule Münster Hinweise zur Wiederverwendung erstellt. Dort werden zwei Desinfektionsverfahren empfohlen:

Es werden zwei Desinfektionsverfahren empfohlen

1. Sieben Tage trocknen bei Raumluft: Das Coronavirus ist auch bei Raumtemperatur über einen langen Zeitraum auf Maskenmaterialien infektiös, heißt es dazu in der Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Wer die Maske beispielsweise an einen Montag zum Einkaufen oder im ÖPNV benutzt, sollte die Maske anschließend die nächsten sechs Wochentage bei Raumluft trocknen lassen – am besten luftig aufgehängt. Am darauffolgenden Montag, also nach einer Woche Trocknung, kann man die Maske wieder benutzen.

2. Trocknen im Ofen bei 80°C bei Ober- und Unterhitze: Mit dem Verfahren „Trockene Hitze 80°C für 60 Minuten“ kann das Coronavirus vollständig inaktiviert werden. Dazu sollte zuvor außerhalb des Backofens der saubere Backofenrost mit Backpapier belegt werden. Darauf wird dann die trockene Maske gelegt. Sobald der Ofen auf 80°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt ist kann man den Rost samt Maske einschieben. Dabei darauf achten, dass ausreichend Abstand der Masken zu Ober- und Unterboden des Ofens ist. Die Schutzmaske sollte dann 60 Minuten im geschlossenen Ofen bleiben. Danach sollte die Maske auf dem Rost außerhalb des Backofens abkühlen. Die Maske sollte auf diese Art nur fünf Mal wiederaufbereitet und dann im Hausmüll entsorgt werden, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Weitere Hinweise unter www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html und www.fh-muenster.de/ffp2

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