Waldbüttelbrunn

Wie Friedhöfe in Zukunft aussehen können

Der Trend zur Urnenbestattung hält auch in Waldbüttelbrunn an. Wie die Gemeinde auf diesen Trend reagieren kann, stellte Fachplanerin Miriam Glanz dem Gemeinderat vor.
Foto: Matthias Ernst | Der Trend zur Urnenbestattung hält auch in Waldbüttelbrunn an. Wie die Gemeinde auf diesen Trend reagieren kann, stellte Fachplanerin Miriam Glanz dem Gemeinderat vor.

Mit den gemeindlichen Friedhöfen in allen Ortsteilen hatte sich der Waldbüttelbrunner Gemeinderat bereits intensiv auseinandergesetzt. Zuletzt wurden in der Gemeinderatssitzung am 20. Januar 2020 diverse Beschlüsse zur weiteren Entwicklung des Waldfriedhofes getroffen. Vor allem der Trend zur Urnenbestattung und weg von den Familienerdgräbern ist seit Jahren zu beobachten, hieß es schon damals.

"Seitens der Verwaltung ist es geplant, die künftige Entwicklung des Waldfriedhofes in Waldbüttelbrunn und der Friedhöfe in Roßbrunn und Mädelhofen festzulegen und entsprechend umzusetzen", so Bauamtsleiter Markus Ostwald. Mit der Ausarbeitung der Entwicklungskonzepte wurde das Planungsbüro Glanz aus Leutershausen beauftragt. Miriam Glanz stellte die Entwicklungskonzepte in der Gemeinderatssitzung vor.

In Waldbüttelbrunn werden die geplanten Urnengräber aller Voraussicht nach noch mindestens zehn Jahre reichen, inklusive Baumbestattungen und Urnengemeinschaftsgräbern. In Roßbrunn und Mädelhofen sei es zwar grundsätzlich möglich, Urnenbestattungen anzubieten, aber "ich finde keinen der möglichen Standorte wirklich gut", so Glanz. Außerdem bestehe für Mädelhofen kein großer Bedarf für eine Urnenwand. Hier ist aktuell erst eines von fünf bereits angelegten Urnenerdgräbern in Benutzung.

Baumbestattungen

In Roßbrunn besteht eventuell die Möglichkeit für Baumbestattungen in aufgelassenen Erdgräbern in der Nähe der Leichenhalle unter einem noch zu pflanzenden Baum. Ein weiterer Standort am oberen Ende des Friedhofes, den Glanz ins Spiel gebracht hatte, wurde als nicht ideal angesehen.

"Da können wir keine Barrierefreiheit gewährleisten", argumentierte vor allem Ingrid Metz (Bündnis 90/Die Grünen). Sie hatte bereits vor drei Jahren einen Antrag gestellt, dass die Bürger aktiv in die weitere Planung der Friedhöfe eingebunden werden sollen. Das will sie weiter verfolgt haben, weshalb in Kürze eine Information für die Bürger von der Verwaltung erarbeitet wird, in der diese die zukünftigen Konzepte beurteilen können und sollen.

Das Interesse an den Friedhöfen scheint also nach wie vor groß zu sein, fasste Bürgermeister Klaus Schmidt (SPD) die Diskussion und den Vortrag von Miriam Glanz zusammen.

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