Würzburg

Würzburg: Was nun in der ehemaligen Sportarena zu finden ist

Für acht Wochen kehrt nun neues Leben in das Gebäude der ehemaligen Sportarena. Was genau es mit dem Shop-im-Shop-System auf sich hat und wer dahinter steckt.
In der ehemaligen Sportarena in der Würzburger Innenstadt ist ein Shop-in-Shop-System entstanden. Iniziiert hat die vorübergehende Aktion der Würzburger Geschäftsmann Joachim Fischer-Paulus.
Foto: Thomas Obermeier | In der ehemaligen Sportarena in der Würzburger Innenstadt ist ein Shop-in-Shop-System entstanden. Iniziiert hat die vorübergehende Aktion der Würzburger Geschäftsmann Joachim Fischer-Paulus.

Es wirkt ein wenig wie auf einem Basar: Schafsfelle liegen gestapelt auf Ablagen, Kleidungsstücke hängen in den Regalen und der Duft verschiedener Gewürze weht durch das Gebäude. Sogar Kuscheltiere oder Süßwaren sind zu finden. Nachdem Ende Oktober die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof im Haus in der Juliuspromenade 68 ihre "Sport&Co"-Abteilung schließen musste, ist nun neues Leben in das Gebäude eingekehrt. Hinter dem Shop-im-Shop-System steckt kein Unbekannter.

Das Shop-im-Shop-Prinzip besticht mit einer Aufteilung eines großflächigen Verkaufsraums in mehrere optisch voneinander abgegrenzte Bereiche. Joachim Fischer-Paulus, der seit vielen Jahren den Wachstuchstand in Würzburg betreibt, kam vor wenigen Wochen auf die Idee, dieses System im Gebäude der alten Sportarena umzusetzen. Auslöser war die Corona-Pandemie. "Ich habe bereits im Januar viele Weihnachtsartikel gekauft, leider mussten wir unseren Shop neben der Castell-Bank in der Innenstadt coronabedingt schließen", erzählt Fischer-Paulus auf Anfrage dieser Redaktion. Nun saß er auf unzähligen Weihnachtsartikeln, die er das Jahr über in einem Lager verstaut hatte.

13 Anbieter auf 1600 Quadratmetern

Dann habe er zufällig einen ihm bekannten Immobilienmakler auf der Straße getroffen. Die beiden sind ins Gespräch und somit auf das Gebäude in der Juliuspromenade gekommen. "Die Fläche ist für mich alleine natürlich viel zu groß, da habe ich mir sofort die Frage gestellt, warum ich das denn alleine mieten sollte?", so Fischer-Paulus. Gesagt getan. Fischer-Paulus hat zwar den Mietvertrag für die gesamte Fläche von 1600 Quadratmetern auf zwei Etagen unterschrieben, vermietet aber wiederum einzelne Verkaufsflächen für weitere zwölf Anbieter unter. In der vergangenen Woche habe er die Genehmigung erhalten.

Auch Süßwaren wie gebrannte Mandeln oder Lebkuchenherzen kann man im Shop-im-Shop ergattern.
Foto: Thomas Obermeier | Auch Süßwaren wie gebrannte Mandeln oder Lebkuchenherzen kann man im Shop-im-Shop ergattern.

So findet man dort seit diesem Dienstag verschiedene Artikel von Gebrauchsgegenständen, über Kleidung, bis hin zu Lebensmitteln. "Auch Schmuck, Porzellan, Korbwaren oder Handyzubehör wird angeboten", erklärt Fischer-Paulus. Drei weitere Anbieter werden in der nächsten Woche noch hinzu kommen.

Zeitlich begrenzt

Zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern hat der Geschäftsmann ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt, welches unter anderem verstärkte Reinigungsintervalle und Abstandsregelungen beinhaltet. Außerdem dürfen nur maximal 150 Kunden auf einmal den Laden betreten.

Der Shop-im-Shop agiert zudem unter dem Pop-up-Konzept - also zeitlich begrenzt und somit ist am 31. Dezember alles wieder vorbei. Denn: "Das Gebäude ist danach wahrscheinlich schon wieder vermietet", berichtet der Geschäftsmann. Wer der potenzielle neue Mieter ist, war für diese Redaktion jedoch noch nicht in Erfahrung zu bringen. Die Firma Ludwig Scheer Verwaltungs GmbH & Co. KG als Vermieter des Hauses war nicht zu erreichen. Und auch Singer und Werner als zuständige Immobilienagentur konnte diesbezüglich noch keine Auskunft geben. "Wir sind in Verhandlungen", sagt René Werner auf Anfrage. Konkretes könne er jedoch nicht sagen, da noch keine Unterschrift erfolgt sei.

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