Schweinfurt

MP+Auf der Intensivstation im St. Josef in Schweinfurt: "Das Sterben hat sich verändert"

Die Kliniken arbeiten am Anschlag. Auch im Krankenhaus St. Josef in Schweinfurt: immer mehr Corona-Patienten, viele jung und ungeimpft. Wir haben eine Frühschicht begleitet.
Ein kurzer und kontrollierter Kraftakt: Vier Personen sind nötig, um den Patienten im künstlichen Koma in die Rückenlage zu drehen. Eine weitere, um den Tubus zu fixieren. 
Foto: Anand Anders | Ein kurzer und kontrollierter Kraftakt: Vier Personen sind nötig, um den Patienten im künstlichen Koma in die Rückenlage zu drehen. Eine weitere, um den Tubus zu fixieren. 

Was das Alter betrifft, könnten die zwei ungleicher nicht sein. Sie: Jahrgang 1937. Er: 1994. Und doch teilen sie sich hier, auf der Intensivstation des Krankenhauses St. Josef in Schweinfurt, ein Zimmer. Eine Beatmungsmaske versorgt ihre vom Coronavirus befallenen Lungen mit Sauerstoff. Ungleicher könnte auch ihre Vorgeschichte kaum sein. Sie: doppelt geimpft, mit langer Liste an Vorerkrankungen. Er: eigentlich kerngesund und ohne Impfschutz. "Der Junge hat vor kurzem geheiratet", sagt Thomas Seufert, Leiter des Fachbereichs Intensiv, und zeigt auf ein Hochzeitsfoto auf dem Nachttisch neben dem Bett.

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