Sand am Main

FC Sand agiert zu lange zu mutlos

Eine ansehnliche zweite Hälfte war zu wenig für den FC Sand. Beim routiniert agierenden SC Eltersdorf war so nicht wirklich etwas drin.
Sands einzige Torannäherung im erstne Durchgang: Der Schuss von Max Witchen wird allerdings zur Ecke abgefälscht. 
Foto: PresseFoto Evans / Ryan Evans | Sands einzige Torannäherung im erstne Durchgang: Der Schuss von Max Witchen wird allerdings zur Ecke abgefälscht. 

Auch im neunten Vergleich mit dem SC Eltersdorf gab es für den 1. FC Sand nichts zu jubeln. Gerade einmal zehn Minuten hielt die Sander Defensive am Freitagabend dicht. Dann brachte Jens Wartenfelder die Partie in die erwartete Richtung, weil er nach einer Ecke zu viel Platz und damit genügend Zeit hatte, um den Ball zum 1:0 m langen Eck unterzubringen. Und nur wenige Minuten später erwischte Burak Ayvaz bei einem abgefälschten 23-Meter-Freistoß Sands Keeper Michael Geier auf dem falschen Fuß, die Kugel schlug zum 2:0 in der Torwartecke ein (17.).

Damit war das Sander Vorhaben, möglichst lange die Null zu halten, frühzeitig ad acta gelegt. Und es hätte noch schlimmer kommen können, denn Eltersdorf wollte die Entscheidung schon im ersten Durchgang herbeiführen, doch blieb Sands Schlussmann Markus Geier bei zwei Kontern über den pfeilschnellen Dickson Abiama Sieger. Zunächst rettete er beherzt gegen den einschussbereiten Ayvaz (23.), bevor er auch den Versuch von Abiama parierte (33.).

Mutiger nach der Pause

Und Sand? Im ersten Abschnitt offensiv harmlos bis nicht vorhanden.  Kämpferisch hielten die Korbmacher zwar dagegen, die technische Überlegenheit der Mittelfranken, vor allem aber der übergroße Respekt der Sander vor dem Tabellenzweiten, ließ die Partie  weitestgehend in Richtung Sander Gehäuse laufen. Mehr als ein Fernschuss von Max Witchen (37.) war nicht zu sehen.

Dieter Schlereth fand in der Pause wohl deutliche Worte, brachte Mert Topuz für Dominik Rippstein und beorderte zudem Christopher Gonnert weiter nach vorne. Sand legte nun den Resepkt ab, setzte ebenfalls einige offensive Akzente, ohne allerdings für wirkliche Torgefahr sorgen zu können. Das interne Familien-Duell der beiden Gonnert-Brüder ging so letztlich klar an den Eltersdorfer Abwehrchef Oliver, auch wenn der Sander Christopher nun für einiges an Schwung auf dem rechten Flügel sorgte.

Rugovajs einzige Chance

Die erste und einzige Chance für den FC Sand hatte dann der Hattrick-Schütze vom vergangenen Wochenende, Shaban Rugovaj, eine Viertelstunde vor Schluss, doch sein Kopfball verfehlte das Ziel knapp. Auf der Gegenseite verpasste Tobias Herzner die Entscheidung, sein Versuch blieb am Pfosten hängen, den Nachschuss verstolperte Kapitän Sebastian Schäferlein (78.).

Mit Philipp Markof brachte Schlereth in der Schlussphase einen weiteren Angreifer, doch auch das blieb wirkungslos. Die Partie ging mit 2:0 aufgrund derersten Hälfte auch verdient an den SC Eltersdorf. 

Die Statistik des Spiels
Fußball, Bayernliga Nord
SC Eltersdorf -
1. FC Sand 2:0 (2:0)
Eltersdorf: Akbakla - Woleman, O. Gonnert, Konrad, Schäferlein - Said, Göbhardt, Ayvaz, Wartenfelder (75. Bär), Sengül (66. Herzner), Abiama (80. Dougalis).
Sand: Geier - Bechmann, Witchen (83. Markof), C. Gonnert, Steinmann, Karmann, D. Schlererth, T. Schlereth, Rippstein, Wagner, Rugovaj.
Schiedsrichter: André Denzlein (FC Hochstadt). Zuschauer: 195. Tore: 1:0 Jens Wartenfelder (10.), 2:0 Burak Ayvaz (17.).
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