Hallenfußball

Bei der bayerischen Hallen-Meisterschaft nur dabei zu sein, ist den Dreiberg Kickers aus Knetzgau viel zu wenig

Die U-15-Junioren des gerade einmal acht Jahre alten Nachwuchsvereins holen sich mit nur einem Gegentor die Futsal-Bezirksmeisterschaft. Nun geht es zu den bayerischen Titelkämpfen.
Frisch gekürter Bezirksmeister der U-15-Junioren: Die Dreiberg Kickers aus Knetzgau. Hinten, von links: Betreuer André Füßer, Kapitän Noah Bischoff, Jakob Thurn, Janis Finster, Vasile Negruta, Trainer Michael Finster, Co-Trainer Stefan Thurn sowie (vorne, von links) Torwart Yannis Schmitt, Constantin Ankenbrand, Leon Füsser, Julian Spitzner und Marlon Schmitt.
Foto: Fabian Bischoff | Frisch gekürter Bezirksmeister der U-15-Junioren: Die Dreiberg Kickers aus Knetzgau. Hinten, von links: Betreuer André Füßer, Kapitän Noah Bischoff, Jakob Thurn, Janis Finster, Vasile Negruta, Trainer Michael ...

Erst seit 2014 sind die Dreiberg Kickers aus Knetzgau auf der unterfränkischen Fußball-Landkarte vertreten – bayernweit nach wie vor der einzige reine Junioren-Verein im BFV. Und die U 15 ist so etwas wie der Vorzeigejahrgang des Klubs. Schon im vergangenen Jahr schnupperten die Jugendlichen aus Knetzgau am Aufstieg in die Bayernliga, nun können sie sich mit dem Titel des unterfränkischen Futsal-Meisters schmücken.

Fünf Spiele, fünf Siege und dabei nur ein Gegentor: Der Fahrplan beim Bezirksturnier in Waigolshausen glich für die von Michael Finster gecoachten Knetzgauer einem Triumphzug. Gegen den TSV Großbardorf (2:0), die SG Margetshöchheim (4:0) und die JFG Churfranken (2:1) hielten sich die Dreiberg Kickers in der Vorrunde schadlos, im Halbfinale war die JFG Werntal Kicker (3:0) chancenlos. Im Endspiel hieß der Gegner erneut JFG Churfranken, dem die Knetzgauer – anders als in der Vorrunde – beim 2:0 diesmal kein eigenes Tor gestatteten.

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"Es hat sich abgezeichnet", konnte Michael Finster die Futsal-Qualitäten seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen beobachten. Dennoch: Erstmals nahm eine Mannschaft des noch recht jungen Vereins an einer Bezirksmeisterschaft teil. Und holte bei ihrer Premiere gleich "überzeugend und verdient den Pokal", ist Finster hörbar stolz auf seine Truppe.

"Uns war bewusst, dass wir in Waigolshausen eine gute Rolle spielen können", wussten Finster und seine Co-Trainer André Füßer und Stefan Thurn um die Stärken ihrer Schützlinge. Die liegen offensichtlich in der Defensive. "Das zeichnet uns aus, nicht nur in Waigolshausen. Auch bei der Kreismeisterschaft haben wir nur ein Gegentor kassiert, zuvor beim Turniersieg in Rödental haben wir sogar keines bekommen", haben die Trainer ihrer Mannschaft vermittelt, auf was es in der kurzen Spielzeit in der Halle ankommt.

Defensive ist Trumpf für die Dreiberg Kickers

"In zehn oder 13 Minuten ist es eben wichtig, kein Tor zu kassieren. Vorne sind wir immer für einen Treffer gut", hat das "Die Null muss stehen" in der Halle für Finster eine noch größere Bedeutung als unter freiem Himmel. Aber auch da hat der aktuell Tabellenzweite der Bezirksoberliga Unterfranken den Ball in acht Spielen erst sieben Mal aus dem Netz holen müssen.

Entscheidend ist aber auch, dass eigentlich jeder Spieler für ein Tor gut ist. In Waigolshausen verteilten sich die 14 Knetzgauer Treffer auf fünf der neun eingesetzten Spieler. "Wir sind in der Breite sehr gut aufgestellt, fallen bei Einwechslungen in der Leistung nicht ab", betont Finster.

TSV 1860 München, 1. FC Nürnberg und FC Ingolstadt 04 sind gesetzt

Nun heißt es mit wöchentlichem Hallentraining vorbereiten auf die bayerische Meisterschaft, die am Samstag, 4. Februar, in Bad Königshofen ausgetragen wird. Hier sind dann die sieben Bezirksmeister (bislang stehen nur die Dreiberg Kickers fest, die anderen Bezirkssieger werden noch bis Ende Januar ermittelt) sowie die gesetzten Teams des TSV 1860 München, 1. FC Nürnberg und des FC Ingolstadt 04 am Start. Der bayerische Hallenmeister ist für die süddeutsche Hallenmeisterschaft am Samstag, 4. März, in Stockstadt am Rhein (Hessen) qualifiziert.

Einfach nur dabei sein, ist für die Dreiberg Kickers zu wenig

"In erster Linie ist es für uns ein absolutes Highlight, so etwas wie eine bayerische Meisterschaft erleben zu dürfen. Da freuen wir uns riesig drauf. Andererseits wollen wir mit unserer Truppe und der bisher erfolgreichen Hallenrunde auch den größtmöglichen sportlichen Erfolg haben. Also nicht nur dabei sein, sondern auch das Zünglein an der Waage sein, das den Turniersieg zumindest mit beeinflussen kann", gibt Finster ein ehrgeiziges Ziel für Bad Königshofen aus.

Dass die bayerischen Titelkämpfe quasi vor der Haustür stattfinden, sieht Finster als Vorteil an: "Da ist nicht der ganze Tag kaputt." Und Fans aus Knetzgau dürften die 43 Kilometer nach Bad Königshofen auch nicht abschrecken.

Als Generalprobe auf die Bayerische dient den Knetzgauern das "Hallen-Wochenende" Ende Januar in Zeil, an dem rund 40 Mannschaften teilnehmen.

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