Sand am Main

Sands Keeper Markus Geier: "Ein 0:1 ist auch eine Niederlage"

Der Sander Torwart kam aus der A-Klasse direkt in die Bayernliga. Warum der 31-Jährige zwar mit seiner Bilanz zufrieden ist, wenige Gegentore aber nicht alles sind.
Ist beim FC Sand entwickelt zu einem sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten geworden: Keeper Markus Geier.
Foto: Ralf Naumann | Ist beim FC Sand entwickelt zu einem sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten geworden: Keeper Markus Geier.

FC Sand - FC Eintracht Bamberg (Samstag, 16 Uhr)

Im Frühjahr 2018 stand Markus Geier noch in der A-Kasse für den VfR Kirchlauter im Kasten. Im Sommer hieß sein Betätigungsfeld dann plötzlich Bayernliga. Unbekanntes Terrain betrat der Torwart da zwar nicht, 2012 war er schon einmal für zwei Jahre im Seestadion aktiv. Der damals 28-Jährige wetteiferte in den letzten Monaten mit Stefan Klemm um den Stammplatz im Sander Tor, spätestens seit der schweren Verletzung Klemms im September letzten Jahres aber zählt Geier zur ersten Elf. Zwölf Liga-Spiele stand Geier nun hintereinander zwischen den Pfosten, kassierte dabei nur 15 Gegentore. Zwei davon gab es im letzten Ligaspiel beim 0:2 in Ammerthal. Am Samstag sieht sich sich Geier ab 16 Uhr dem violetten Angriff des FC Eintracht Bamberg (7. Platz/32 Punkte) gegenüber.

"Es ist doch klar: Wenn ich spielen will, muss ich Gas geben."
Markus Geier, Torhüter beim 1. FC Sand

Das Ziel ist klar: Den Kasten sauber halten und vorne mindestens einen Ball reinhauen. Den damit verbundenen "Dreier" könnte der FC Sand (15./21) dringend gebrauchen. "Ich freu' mich mega drauf", blickt der 31-jährige dem Duell mit der Eintracht hoffnungsvoll entgegen. Und auch, wenn er im Hinspiel nicht zum Einsatz kam, an die Partie Ende August letzten Jahres erinnert sich Geier noch genau. Natürlich auch an den umstrittenen Elfmeter in der Schlussphase, der Sand damals den verdienten Zähler raubte.

Doch das ist Schnee von vorgestern. Aktuell ist beim FC die jüngste 0:2-Niederlage in Ammerthal sowie das 4:4 im Ligapokal-Spiel in Hof im Gedächtnis. Zumindest in Hof "waren wir klar besser, haben mit Pech zwei Punkte liegenlassen", ärgert sich Geier. Gegen Aufsteiger Bamberg soll es nun anders werden. 

Gesunder Konkurrenzkampf

Dass dies möglich ist, liegt sicherlich auch an dem Umstand, dass der mittlerweile wieder genesene Klemm und Geier auf Augenhöhe um den Platz zwischen den Pfosten "streiten". Wobei von Streit nicht die Rede sein kann. Die beiden Keeper verstehen sich prima, bilden  mit Torwarttrainer Bernhard Leuner ein eingeschworenes Team. "Bernhard weiß genau, wie er das Training dosieren und uns menschlich anpacken muss", hält Geier große Stücke auf den erfahrenen Haßfurter. "Der Konkurrenzkampf um die Nummer eins steigert auf jeden Fall die Leistung im Tor", ist er zudem überzeugt, dass der "Zweikampf" im Training durchaus für den einen oder anderen Punkt gut sein kann. "Es ist doch klar: Wenn ich spielen will, muss ich Gas geben", bringt es der Kirchlauterer auf den Punkt.

Seine eigene Bilanz mit den 15 Gegentoren in zwölf Spielen ist sicherlich nicht so schlecht, aber "das nutzt nichts, wenn am Ende die Punkte fehlen. Ein 0:1 ist auch eine Niederlage", hofft Geier, dass seine Vorderleute immer mindestens ein Tor mehr erzielen als er kassiert. Am besten schon am Samstag gegen Bamberg. "Das ist ein Derby, und wir haben auch noch etwas gutzumachen", kommt die unglückliche Niederlage vom August 2019 doch noch einmal zur Sprache.

Großer Ehrgeiz

Für seinen Trainer Matthias Strätz ist die Konstellation mit zwei gleichwertigen Keepern ein Geschenk. "Der Konkurrenzkanpf hilft ganz klar." Am Samstag wird aber Geier das Tor hüten, Klemm hat nach überstandener Krankheit noch Trainingsrückstand. "Markus ist extrem ehrgeizig, würde am liebsten fünfmal pro Woche trainieren", hält Strätz große Stücke auf den Schlussmann.

Dass die Bamberger seit Wiederbgeginn beide Partien verloren haben und dabei ohne eigenen Treffer blieben, weiß Strätz natürlich. Für ihn kann daraus gerne eine kleine Serie werden. "Wir wollen trotz unserer personellen Sorgen unbedingt gewinnen. Um das zu schaffen, müssen wir mehr Selbstvertrauen im Spielaufbau zeigen, unsere Torchancen einfach besser nutzen und die individuellen Fehler vermeiden." Klingt einfach, konnte in dieser Saison aber erst sechsmal umgesetzt werden.

Verzichten muss Strätz am Samstag auf Max Witchen, der sich in der Reserve einen Bänderanrisszugezogen hat. Dafür sieht es allerdings bei Max Schebak und Sebastian Wagner wieder besser aus. Beide konnten unter der Woche leicht trainieren, über einen Einsatz wird kurzfristig entschieden. Kevin Moser ist auf jeden Fall wieder an Bord.

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