Willanzheim

SV Willanzheim ist bereit für den nächsten Schritt

Kann gegen Gelchsheim nur von außen helfen: Willanzheims Spielertrainer Christian Volkamer.
Foto: Hans Will | Kann gegen Gelchsheim nur von außen helfen: Willanzheims Spielertrainer Christian Volkamer.

An der Tabellenspitze der Kreisklasse 2 Würzburg gaben sich die SpVgg Gülchsheim und der SV Gelchsheim im bisherigen Saisonverlauf abwechselnd die Klinke in die Hand – bis am vergangenen Wochenende der SV Willanzheim aus dem Windschatten trat und zum Überholmanöver ansetzte. Einmal den Platz an der Sonne erklommen, will der Klub die führende Position nicht mehr hergeben. „Wir haben es bisher gut gemacht und wollen das natürlich so beibehalten,“ erklärt Willanzheims Spielertrainer Christian Volkamer.

Was das konkret heißt? Willanzheim will zurück in die Kreisliga. Der Coach formuliert es so: „Es sollte unser Ziel sein, jetzt den Schritt zu machen.“ Die Kreisliga, die der SV-Coach aus seiner Zeit als Spieler bei der FG Marktbreit/Martinsheim bestens kennt, sei eine „interessante Liga“, in der es vor allem für die jungen Spieler gute Entwicklungsmöglichkeiten gebe.

Abwehr als Sorgenkind

Auch für den SVW selbst ist die Klasse kein unbekanntes Terrain. Bereits in der Saison 2012/13 spielte der Verein auf der höchsten Kreisebene, musste nach nur einem Jahr aber wieder den Rückweg in die Kreisklasse antreten. Dort ist der Verein nun im siebten Jahr in Folge zuhause und stand fast immer im oberen Tabellendrittel. Ein Makel, der der Mannschaft seither jedoch durchgängig anhaftet, war die wackelige Defensive. Die Blau-Weißen ließen schlicht zu viele Gegentreffer zu, als dass sie von höheren Zielen hätten träumen können. Selbst eine stets treffsichere Offensive konnte das nicht kaschieren. In dieser Spielzeit scheint Willanzheim allerdings ein Mittel gefunden zu haben, die Abwehrsorgen zu lindern. 15 Gegentore nach zwölf Spielen bedeuten im Ligavergleich den viertbesten Wert. Bedenkt man, dass die Mannschaft alleine sechs Tore in einem Spiel kassierte (beim 0:6 gegen Frickenhausen), erscheint die Statistik in einem noch besseren Licht. „Unsere Defensive funktioniert mittlerweile richtig gut. Wir schaffen es, das Zentrum besser zu verdichten und haben in Dorin Masca einen Torwart mit viel Erfahrung,“ sagt Volkamer.

Diese Stabilität trägt dazu bei, dass sich die Gegner oft die Zähne an Volkamers Mannen ausbeißen. Erst eine Partie – eben jenes 0:6 beim TSV Frickenhausen – verlor der SVW in der laufenden Saison. Die Klatsche beim Aufsteiger sei ein „Totalausfall“ gewesen, „ansonsten wissen wir aber, was wir können und halten zusammen,“ so der Übungsleiter.

Punkte vom Sportgericht

Dass das Team in der Kreisklasse gegen jeden Gegner mithalten kann, zeigte sich nicht zuletzt in der Partie beim Aufstiegsrivalen in Gülchsheim. Willanzheim führte bis zur 70. Minute mit 1:0, ehe Schiedsrichter Klaus Lahr die Begegnung abbrach, weil er sich von einem Gülchsheimer Spieler nach dessen Platzverweis körperlich angegriffen fühlte. Der SV bekam im Nachgang per Sportgerichtsurteil die drei Punkte zugesprochen. Ein Vorgang, mit dem sich Volkamer nicht so recht wohlfühlt. Er hätte den Kampf um den Sieg lieber sportlich ausgefochten. „Wir waren in dem Spiel klar die bessere Mannschaft und haben bis zum Abbruch keine Torchance zugelassen. Dazu wären wir in doppelter Überzahl gewesen. Schade, dass so ein Spiel dann am grünen Tisch entschieden wird.“

Im Spitzenduell am Sonntag gegen den Tabellenzweiten SV Gelchsheim, der aktuell einen Zähler hinter den Willanzheimern rangiert, aber noch ein Spiel mehr in der Hinterhand hat, hofft der 32-jährige Hüttenheimer derweil wieder auf positive sportliche Schlagzeilen. „Gelchsheim ist eine starke Mannschaft. Ich habe sie schon ein paarmal gesehen,“ sagt Volkamer, der vor allem von der Offensivabteilung des Kontrahenten um Daniel Kreußer und Spielertrainer Joachim Barthel schwärmt. Diese gelte es, nicht ins Tempo und zum Abschluss kommen zu lassen. Auf dem Platz helfen können wird Volkamer nicht. Er ist nach seinem Platzverweis in der Vorwoche gegen Hoheim rotgesperrt. „Das ist natürlich bitter, dass ich in so einem Spiel nicht auflaufen kann. Aber es bietet auch anderen Spielern die Chance, sich zu zeigen.“

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