Handball: Bayernliga

5 Fragen zum Start der Abstiegsrunde: So will der HSC Bad Neustadt den Klassenerhalt in der Bayernliga schaffen

Trainer Florian Hauck ist sich der historischen Komponente der Aufgabe sehr bewusst. Dazu Fragen und Antworten zum Modus, zum Personal und zu den Gegnern.
Florian Hauck (im Bild) ist seit zwei Wochen Trainer der Bayernliga-Handballer des HSC Bad Neustadt.
Foto: HSC Bad Neustadt, Jürgen Kircher | Florian Hauck (im Bild) ist seit zwei Wochen Trainer der Bayernliga-Handballer des HSC Bad Neustadt.

Mit dem Auswärtsspiel beim TSV Haunstetten beginnt an diesem Samstag, 21. Januar, 20 Uhr, für die Handballer des HSC Bad Neustadt der Kampf um das sportliche Überleben in der Bayernliga. Für den Klub hat der Ausgang der nächsten 14 Spiele durchaus eine historische Komponente.

In der Saison 1984/85 - vor 38 Jahren - spielte der HSC zuletzt unterhalb der Bayernliga. "Ich bin ein Kind des Vereins und kenne seine Historie", ist sich Trainer Florian Hauck des Drucks wohl bewusst, der auf ihm lastet: "Ich kann mit ihm hoffentlich gut umgehen."

Wie tickt der neue Trainer Florian Hauck?

Florian Hauck (38) ist jemand, der Aufgaben grundsätzlich mit einer positiven Haltung angeht. Er liegt damit auf einer Wellenlänge mit Sebastian Kirchner (34), der spielender Co-Trainer bleibt. Beide kennen sich seit Kindheitstagen, verstehen sich auch privat gut. "Wir denken taktisch sehr, sehr ähnlich, versuchen ein motivierendes Training anzubieten und viel positive Energie einzubringen", sagt Hauck, der auch auf gezielte Einzelansprachen an seine Spieler setzt.

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Nach dem Abitur in Bad Neustadt studierte er in Bayreuth. Wegen einer schweren Knieverletzung endete seine Spielerkarriere schon bald nach dem Wechsel zu HaSpo Bayreuth. Hauck übernahm daraufhin die zweite Mannschaft des Klubs und führte sie als Trainer in die Bezirksoberliga Oberfranken. "Die Trainerposition hat mir von Anfang an brutal viel Spaß gemacht", sagt er.

Während seiner Referendarzeit in Ergolding trainierte Hauck die C-Jugend der TG Landshut. Beim HSC Bad Neustadt war er vor seinem Engagement bei den Männern ebenfalls für die C-Jugend verantwortlich. Florian Hauck ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist Lehrer an der Werner-von-Siemens-Realschule in Bad Neustadt.

Wie viele Teams müssen am Ende absteigen?

In der Abstiegsrunde spielen insgesamt acht Teams – vier aus dem Norden des Freistaats und vier aus dem Süden. Da die Handball-Bayernliga nach dieser Saison von 16 auf 14 Mannschaften verkleinert wird, gibt es einen verschärften Abstieg. Und mit jedem bayerischen Absteiger aus der Dritten Liga vergrößert sich die Zahl der Teams, die nach dieser Saison den Weg in die Landesliga gehen müssen, noch einmal.

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Da die Lage der DJK Waldbüttelbrunn in der Dritten Liga, Gruppe Südwest, mit zwölf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ziemlich hoffnungslos ist, gibt es auf jeden Fall fünf Bayernliga-Absteiger. Ob aus dem Achterfeld der Abstiegsrunde, die bei null beginnt und in die keine Punkte aus der Vorrunde mitgenommen werden, noch ein sechster hinzukommt, ist vom Schicksal von HaSpo Bayreuth in der Dritten Liga, Gruppe Ost, abhängig. Die Oberfranken standen lange im Tabellenkeller, haben sich aber zuletzt mit zwei Siegen in Folge dem rettenden Ufer wieder genähert. "Jedes Spiel ist ein Endspiel, das ist jedem bewusst", sagt Hauck.

Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

"Wir haben den Fokus auf die Abwehr gelegt und gleichzeitig im athletischen Bereich gearbeitet", sagt Hauck. Dort haben er und Kirchner Defizite ausgemacht. Klar ist, dass zwei Wochen Training nicht reicht, um eine komplette Trendwende hinzulegen. Das weiß auch Florian Hauck, der dennoch von Fortschritten spricht. Auch taktisch. Er sagt: "Die Spieler dürfen Fehler machen." Die Trainer erwarten von ihnen freilich, dass Trainingsinhalte auf dem Spielfeld umgesetzt werden.

Wie ist der HSC Bad Neustadt personell aufgestellt?

Von Daniel Kyvala hat sich der HSC Bad Neustadt in der Winterpause getrennt, hat an seiner Stelle den Portugiesen Joao Oliveira verpflichtet. Der habe sich gut in Bad Neustadt eingelebt, habe er Hauck versichert. Aber: "Es wird noch dauern, bis er richtig ins Mannschaftsspiel eingebunden ist."

Mit Florian Kirchner und Michal Panfil ist vereinbart, dass sie trainieren und bei Spielen zur Verfügung stehen, wann immer es ihnen zeitlich möglich ist. "Ich habe beiden gesagt, dass sie für uns sportlich wichtig sind", so Hauck, dem es auch um die Qualität und Quantität im Trainingsbetrieb geht. "Aus Trainersicht wollen wir sie so oft wie möglich dabei haben. Michal Panfil zum Beispiel bringt super Stimmung in die Mannschaft. Die jungen Spieler schauen zu ihm auf und holen sich Tipps von ihm."

Sein Vorgänger, Frank Ihl, stand teilweise mit nur sechs Feldspielern in der Halle, weiß Hauck: "Wie will man da eine Mannschaft weiterbringen?" Verzichten muss der HSC Bad Neustadt in nächster Zeit auf Arsenij Kandaliuk (krank).

Wie sehen der Spielplan und die Konkurrenz in der Abstiegsrunde aus?

Die Vorrunde hat gezeigt, dass der HSC Bad Neustadt sich in etwa auf einem Niveau mit den anderen Mannschaften bewegt. Das wird auch in der Abstiegsrunde nicht anders sein, in der für die Rotmilane jeder Gegner schlagbar ist, sie aber auch gegen jeden Gegner verlieren können. Ein Schlüsselspiel könnte gleich das erste Heimspiel gegen den TSV Lohr am Samstag, 28. Januar, sein, den der HSC in der Vorrunde zweimal mit einem Tor Unterschied geschlagen hat. Gegen den TV Erlangen-Bruck und den TSV Roßtal hat der HSC je einmal gewonnen und einmal verloren.

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Von den vier Mannschaften aus dem Süden - SV Anzing, TSV Ismaning, TSV Haunstetten und TSV Friedberg - weiß Florian Hauck derzeit nur das, was er auf den Spielvideos gesehen hat. Er sagt: "Ich wehre mich vehement gegen die Aussage, die Süd-Mannschaften seien nicht so stark wie die aus dem Norden. Das sehe ich nicht auf den Videos." Klare Favoriten auf die ersten beiden Plätze sieht Florian Hauck nicht: "Tagesform und Spielglück werden immer ein Faktor sein. Aber auch die Qualität unseres Trainings unter der Woche."

Anmerkung der Redaktion: Joao Olivera war in der Wechselmitteilung des Vereins als Jorge Olivero bezeichnet worden. Der Name wurde im Text geändert.

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