Aubstadt

Worum der TSV Aubstadt den Verband gebeten hat

Der Regionalligist hat sich für die Teilnahme am Ligapokal entschieden. Die Zusage stand unter dem Vorbehalt, dass der Bayerische Fußball-Verband dem Verein einen ungewöhnlichen Wunsch erfüllt.
Der TSV Aubstadt hat am Montag das Training nach der Corona-Pause wieder aufgenommen.
Foto: Rudi Dümpert | Der TSV Aubstadt hat am Montag das Training nach der Corona-Pause wieder aufgenommen.

Mitspielen wollen würde er ja schon gerne. Ob er auch mitspielen darf, war die Frage. Was sich anhört wie eine Szene auf einem Bolzplatz, hat in den letzten Tagen die Situation des Fußball-Regionalligisten TSV Aubstadt beschrieben. Der hatte den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) wissen lassen, dass er im Ligapokal-Wettbewerb starten möchte. Allerdings unter dem Vorbehalt, keine Heimspiele austragen zu müssen. Schneller als vom Verein noch am Vormittag vermutet, gab der BFV am Freitagnachmittag grünes Licht und hat die Grabfelder zum Ligapokal zugelassen.

Am Montag hatte Trainer Victor Kleinhenz seine Spieler erstmals seit Monaten wieder zum Training gebeten. Zuvor war allen bayerischen Regionalligisten vom Innenministerium dafür eine Sondergenehmigung erteilt worden. Sie sieht auch die Einhaltung eines vom Verband erarbeiteten Hygiene-Konzepts vor. Zu diesem gehören unter anderem Antigen-Schnelltests, FFP2-Masken auf dem gesamten Sportgelände - außer auf dem Platz - sowie das Einhalten von Abständen. Auch dürfen höchstens fünf Spieler eine Umkleide benutzen.

Der Platz im Schulstadion muss saniert werden

Teilnahme ja bitte, Heimspiele nein danke: Was steckt dahinter? "Wir hatten Schimmelbefall auf unserem Platz und müssen ihn sanieren", sagt Herbert Köhler, der Vorsitzende des TSV Aubstadt. Das Spielfeld müsse vertikutiert, aerifiziert und der Rasen neu angesät werden. Losgehen soll es voraussichtlich Anfang nächster Woche, für die Arbeiten werden circa acht Wochen veranschlagt.  Die ersten Trainingseinheiten hatte die Mannschaft auf dem Hauptfeld absolvieren können. Haben die Arbeiten erst einmal begonnen, sagt Köhler, "muss auf dem Nebenplatz trainiert werden".

Die Teilnahme am Ligapokal der Regionalliga ist freiwillig, mehrere Vereine hatten in den letzten Tagen ihren Verzicht erklärt. Ausgespielt werden ein Startplatz im DFB-Pokal 2021/22 sowie vier Plätze im Viertelfinale des laufenden bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerbs. Auch dessen Gewinner meldet der BFV für den DFB-Pokal.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version hatte es geheißen, der BFV wolle erst in der kommenden Woche über die Zulassung des TSV Aubstadt zum Ligapokal entscheiden.

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