Aubstadt

Nach "sechs wundervollen Jahren" in Großbardorf: André Betz geht nach Aubstadt

Regionalligist TSV Aubstadt hat zur kommenden Saison André Betz als Assistent von Trainer Victor Kleinhenz verpflichtet. Was die beiden verbindet und was Betz an der neuen Aufgabe reizt.
André Betz (im Bild), derzeit Teammanager des Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf, wird in der kommenden Saison Co-Trainer von Victor Kleinhenz beim Regionalligisten TSV Aubstadt.
Foto: Anand Anders | André Betz (im Bild), derzeit Teammanager des Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf, wird in der kommenden Saison Co-Trainer von Victor Kleinhenz beim Regionalligisten TSV Aubstadt.

Auf der Bühne Amateurfußball wird derzeit kein Programm gespielt. Was aber nicht heißt, dass hinter den Kulissen nicht eifrig an zukünftigen Vorstellungen gearbeitet wird. Bei den Darbietungen des Regionalligisten TSV Aubstadt wird ab der kommenden Saison André Betz eine tragende Rolle spielen. Der 39-Jährige, derzeit als Teammanager in Diensten des Bayernligisten TSV Großbardorf,  wird Co-Trainer von Victor Kleinhenz.

Betz, der in Windheim bei Hammelburg (Lkr. Bad Kissingen) lebt und Angestellter in der chemischen Industrie ist, kam im Sommer 2015 zu den Grabfeld-Galliern. Zunächst übernahm er die U19 des TSV. Nach dem Rücktritt von Dominik Schönhöfer wurde Betz im Januar 2018 Cheftrainer der Bayernliga-Mannschaft. Im vergangenen Sommer rückte André Betz in Großbardorf zum Teammanager auf, den Posten des Trainers der Grabfeld-Gallier bekleidet seither Andreas Brendler.

Als Teammanager fehlt Betz ein gewisses Gefühl

"Diese Zeit als Teammanager war unheimlich wichtig für mich", sagt Betz, der über eine B-Lizenz verfügt. Weil die Erkenntnis reifen konnte, dass ihm die Arbeit als Trainer fehle. Er habe sich unter anderem nach dem Gefühl gesehnt, bei Spielen Entscheidungen zu treffen. Bereits im November hatte er die Verantwortlichen der Grabfeld-Gallier informiert, dass er seinen Vertrag an der Unterhofer Straße nicht verlängern und sich wahrscheinlich einem anderen Klub anschließen werde.

Großbardorfer Verantwortliche waren stets informiert

Über seine Gespräche mit dem Nachbarn aus Aubstadt habe er die Großbardorfer Verantwortlichen auf dem Laufenden gehalten. Nachdem der Wechsel fix war, habe er gespürt, dass seine Entscheidung respektiert werde und man ihr auch "Verständnis entgegengebracht" habe, "was ich unheimlich schätze und worüber ich sehr dankbar bin". Nicht zuletzt, weil die Rivalität der Vereine weit über das Grabfeld hinaus bekannt ist.

Am Montagabend offenbarte Betz der Mannschaft seinen Wechsel zum TSV Aubstadt. Dabei sprach er von "sechs wundervollen Jahren" in Großbardorf, die "sehr viel Spaß" gemacht hätten. Die neue Aufgabe in Aubstadt reize ihn aber ungemein: "Das ist genau mein Ding: Sachen neu anzugehen und zu strukturieren."

In den letzten Tagen hatten zwei Spieler angekündigt, den TSV Großbardorf zu verlassen. Lukas Dinkel wechselt noch in der Winterpause zur FT Schweinfurt, Simon Snaschel zur kommenden Saison zum TSV Münnerstadt.

Betz und sein künftiger Chef Victor Kleinhenz (29) kennen sich seit vielen Jahren. Kleinhenz wohnt drei Kilometer von Betz entfernt in Wartmannsroth und folgte ihm als Trainer des FC Thulba nach, als der 2015 nach Großbardorf ging. "Wir wollten schon lange mal zusammenarbeiten", sagt Betz. Dass das Gedankenspiel nun in Aubstadt auf Viertliga-Niveau Wirklichkeit wird, sei "umso schöner", sagt Victor Kleinhenz.

Kleinhenz: "Betz hat den Blick für das große Ganze"

Im Gespräch ist Kleinhenz die Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit Betz förmlich anzuhören. Neben der fachlichen ("überragend", so Kleinhenz) und menschlichen ("gigantisch", so Kleinhenz) Komponente zeichne Betz noch etwas anderes aus: "Er ist einer, der den Blick für das große Ganze hat."

Hintergrund der Verpflichtung sei, "die Qualität im Training" zu erhöhen und "die individuelle Förderung der Spieler noch mehr in den Fokus" zu rücken. Das werde nötig sein, "um die Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen und unseren Jungs eine noch professionellere Plattform zu bieten". Insgesamt sei Betz "die perfekte Ergänzung zu den bewährten Personalien im Trainerstab“.

Josef Francic, der Sportdirektor des TSV Aubstadt, bescheinigt Betz einen "enormen Erfahrungsschatz" und "hervorragende Arbeit" als Cheftrainer des TSV Großbardorf, dessen sportliche Entwicklung Betz in den "letzten Jahren wesentlich geprägt" habe.  "Ich hatte ja selbst das ein oder andere Mal das Vergnügen, mich im Trainerduell mit ihm messen zu dürfen. Er hat auch menschlich sofort einen bleibenden Eindruck hinterlassen und es war immer eine große Herausforderung, wenn ich gegen ihn antreten musste.“

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