Bad Neustadt

Sebastian Kirschke wird dem HSC in zweifacher Hinsicht fehlen

Der 20-Jährige bewertet sein zu Ende gehendes Freiwilliges Soziales Jahr beim HSC Bad Neustadt der Umstände zum Trotz als positive Erfahrung. Welche Pläne er nun verfolgt.
Noch bis Ende Juni absolviert Sebastian Kirschke (im Bild) beim HSC Bad Neustadt ein Freiwilliges Soziales Jahr.
Foto: HSC Bad Neustadt, Peter Hahn | Noch bis Ende Juni absolviert Sebastian Kirschke (im Bild) beim HSC Bad Neustadt ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Nein, so hatte sich Sebastian Kirschke sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim HSC Bad Neustadt wirklich nicht vorgestellt. Letzten Sommer, als die Corona-Inzidenz gering war und beinahe ohne Einschränkungen gesportelt werden durfte, war er ehrgeizig und hoch motiviert in das Projekt gestartet. Es war das erste seiner Art beim Handballverein. Dann schwappte die zweite Corona-Welle durchs Land und die Hallen wurden geschlossen. "Ich bin traurig, dass das Training mit den Kindern so lange pausieren musste", sagt Kirschke und ergänzt: "Umso mehr freue ich mich für die Kinder, dass es jetzt richtig losgeht."

Noch bis Ende Juni absolviert Kirschke sein FSJ in der Jugendabteilung des HSC, der aktuell noch nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für ihn sucht. Seine Aufgaben? "Ich bin bei jeder Einheit dabei und unterstütze die Trainer", erklärt der 20-Jährige. Er agiere dabei wie ein Co-Trainer. "Ich nehme aber auch mal ein oder zwei Spieler raus und arbeite ganz gezielt mit ihnen." Eine Trainer-C-Lizenz hat er zu Beginn seiner Tätigkeit bei einem Lehrgang in Großwallstadt abgelegt.

Vorturner vor der Internet-Kamera

Im Herbst, Winter und bis weit hinein ins Frühjahr gab es freilich keinen persönlichen Kontakt mit den jungen Handballern. Als die Hallen geschlossen wurden, reagierte der HSC schnell und pfiffig. Kirschke legte eine Turnmatte auf den Boden, schnappte sich einen Handball und gab im Wortsinn den Vorturner. Ein paar Schritte entfernt stand eine Kamera, die Kirschkes Verrenkungen ins Internet streamte. Vor ihren heimischen Rechnern und Pads machten die Spieler der älteren HSC-Jahrgänge die Übungen nach. Zwei- bis dreimal pro Woche trafen sich Kirschke und seine Schützlinge zu diesen Online-Besprechungen. "Das Angebot wurde positiv angenommen", sagt Kirschke. Der aber beobachtete, dass im Laufe der Zeit die Motivation etwas litt. "Verständlich", so Kirschke.

Nun, da das Training von den Super-Minis bis zur A-Jugend wieder in der gewohnten Form möglich ist, gelte es, so Kirschke, so bald als möglich zum normalen Trainings-Rhythmus zurückzukehren. Allerdings erwartet Kirschke, dass zunächst wohl die Schulung der Grundlagen im Vordergrund stehen wird. "Und dann beginnt ja schon die Vorbereitung auf die nächste Saison."

Ein verlorenes Jahr? "Auf keinen Fall"

War sein Freiwilligenjahr der Umstände wegen ein verlorenes? "Auf keinen Fall. Es war ein cooles Jahr, in dem ich viel gelernt habe." Insbesondere von Frank Ihl. Der Trainer der Drittliga-Mannschaft fungiert auch als Jugendkoordinator des Vereins und als Coach der älteren Jahrgänge. Mit ihm arbeitete er eng zusammen. Wenn es passt, sagt Kirschke, wolle er auch nach Ablauf seines FSJ als Trainer beim HSC aushelfen. "Zum Beispiel bei einem der Trainings-Camps", sagt er. Vorstandsbeisitzer Peter Hahn, der der Jugendarbeit des HSC neuen Schwung verleihen will, wird es gerne hören.

Kirschkes Weg führt nun nach Jena, wo er ein Sportstudium aufnehmen wird. Er steht Frank Ihl künftig nicht mehr zur Verfügung: weder als Assistent bei den Jugendmannschaften noch als Torwart der Drittligamannschaft im Gespann mit Stanislaw Gorobtschuk und Felix Schmidl. Kirschke wechselt zum HBV Jena, der Klub spielt in der Oberliga Mitteldeutschland. Für immer soll der Abschied vom HSC allerdings nicht sein. "Dort will ich Spielpraxis sammeln und irgendwann zurückkehren." 

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