Handball: Bezirksoberliga, Männer

Wie der TSV Mellrichstadt das Abenteuer Handball-Bezirksoberliga meistern will

Auf viele erfolgreiche Abschlüsse hoffen Timo Schneider (beim Wurf) und der TSV Mellrichstadt, der an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen die TG Heidingsfeld in die Bezirksoberliga-Saison startet.
Foto: Heiko Rebhan | Auf viele erfolgreiche Abschlüsse hoffen Timo Schneider (beim Wurf) und der TSV Mellrichstadt, der an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen die TG Heidingsfeld in die Bezirksoberliga-Saison startet.

An diesem Samstag ist es soweit: Die Handball-Männermannschaft des TSV Mellrichstadt "stürzt" sich in das Abenteuer Bezirksoberliga (BOL). Und steht gleich vor einer Herkules-Aufgabe, wenn sie um 19.30 Uhr in der Dreifachturnhalle in Mellrichstadt mit der TG Heidingsfeld einen der Mitfavoriten auf die Meisterschaft empfängt. Heidingsfeld hat die Saison schon vorigen Samstag mit einem 27:21-Sieg gegen Waldbüttelbrunn II eröffnet und besaß im elffachen Torschützen Cedric Steinmetz einen herausragenden Torjäger.

Der Ruf einer Fahrstuhlmannschaft

Zweimal hatte der TSV Mellrichstadt zuletzt auf die Relegation um den Aufstieg in die Bezirksoberliga verzichtet. Zuvor galt das Team als Fahrstuhlmannschaft, die zwischen der Bezirksoberliga und der Bezirksliga hin und her pendelte. Lange Zeit hieß es: "Zu gut für die Bezirksliga, aber zu schwach für die Bezirksoberliga".

Das Ziel kann nur Klassenerhalt lauten

Für die kommende Saison kann das Ziel erneut nur Klassenerhalt lauten. Nach Meinung von Trainer Ditmar Piechulek kämpfen Bezirksligameister Höchberg mit dem TSV, der in der Bezirksliga Vizemeister wurde, gegen den Abstieg. Zu den Mitfavoriten um den Titel zählt er den MHV Schweinfurt, TSV Lohr II, SV Michelfeld und TG Heidingsfeld. Die zweiten Mannschaften seien schwer einzuschätzen, ergänzt Piechulek.

Viel mehr Tempo in der Bezirksoberliga

In der BOL werde im Vergleich zur Bezirksliga temporeicher gespielt. Viele BOL-Teams verfügen über Top-Werfer. Aus der BOL stiegen in der vergangenen Saison fünf Teams ab, sodass das Niveau der nunmehr eingleisigen Bezirksliga hochgeschraubt wurde. Doch habe die BOL nicht an Leistungsstärke verloren, ist sich Piechulek sicher.

Nach den Worten von Piechulek, der gemeinsam mit Steffen Fiedler das Team betreut, ist die Saisonvorbereitung gut verlaufen. "Die Mannschaft hat prima mitgezogen", lobte Piechulek. Es gab Siege in den Testspielen gegen den Bezirksoberligisten Rodach (zweimal), gegen Hünfeld und auch gegen den HSC Bad Neustadt II. Nur der erste Test in Fulda ging verloren.

Ditmar Piechulek sieht großes Potenzial

Die Stärken des TSV sieht Piechulek in der Einstellung, im großen Entwicklungspotenzial der jungen Spieler Patrick Pfeiffer (sicherer Siebenmeter-Schütze), Timo Schneider, Tizian Then ("er hat momentan einen Lauf"), Max Weber und Tobias Blum sowie in der Heimstärke. Auf Letztere baut Piechulek.

Die Schwächen sieht der Coach nach wie vor im Abschluss, sprich in der Chancenverwertung. Es fehle ein Spielmacher mit Übersicht und Erfahrung. Eventuell werde Torhüter Patrick Ernst zum Team dazustoßen. "Er wäre eine echte Verstärkung, vor allem, was die langen Torwart-Pässe bei Gegenstößen betrifft. Auch Pierre Grusla ist wieder zurück."

Wie oft steht Leistungsträger Johannes Will zur Verfügung?

Ansonsten ist der Kader nahezu gleich geblieben. Das große Problem liegt darin, dass viele Akteure studienbedingt nur freitags trainieren können. Deshalb sollen etwa Timo Schneider und Max Werber am Mittwoch in Dettelbach mittrainieren. Viel hänge, so Piechulek, von den Einsatzzeiten des abwehrstarken und torhungrigen Leistungsträgers Johannes Will ab, der in Leipzig studiert.

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