Schweinfurt

FC 05: Trainer Timo Wenzel muss gehen, Tobias Strobl kommt

Nach dem Pokal-Aus und fünf sieglosen Liga-Spielen in Folge sahen sich die Schweinfurter zum Handeln gezwungen. Der Nachfolger ist 32 Jahr alt und kennt die Regionalliga.
Nicht mehr Trainer des FC 05 Schweinfurt: Timo Wenzel.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Nicht mehr Trainer des FC 05 Schweinfurt: Timo Wenzel.

Fußball-Regionalligist FC 05 Schweinfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Timo Wenzel getrennt. Der Verein reagierte damit auf die katastrophale Herbst-Serie der Mannschaft. Nach dem Pokal-Aus am 3. Oktober in Aschaffenburg folgten fünf sieglose Partien in der Liga, in denen die Nullfünfer lediglich zwei Zähler geholt hatten. Aktuell ist der Titel-Mitfavorit nur noch Dritter und hat acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Türkgücü München. Nachfolger wird Tobias Strobl, zuletzt Coach des FC 04 Ingolstadt II.

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Sportleiter Björn Schlicke bezog sich in seiner Begründung für die Trennung aber nicht ausschließlich auf die Ergebnis-Krise: „Ein wichtiger Grund für diese Entscheidung war die Entwicklung in den letzten Wochen, speziell im vergangenen Monat. Die Leistungen haben uns gezeigt, dass wir uns nicht so entwickelt haben, wie wir es uns gewünscht haben. Deswegen waren wir uns einig, dass Handlungsbedarf besteht. Wir wollen die Mannschaft mit der Veränderung auf der Trainerposition für den weiteren Verlauf der Saison sensibilisieren."

Verantwortliche wollen das Saisonziel noch nicht abhaken

Er betont gleichzeitig, dass man sich noch nicht vollends von dem hoch gesteckten Ziel Dritte Liga verabschiedet habe: Trotz der "Einschläge der letzten Wochen" wolle man "in der Regionalliga Bayern 2019/2020 nicht aufgeben." Auch Präsident und Hauptsponsor Markus Wolf gibt sich kämpferisch: "Es sind acht Punkte. Das ist viel. Aber wir spielen noch einmal gegen München und wir greifen jetzt noch einmal voll an. Abgeschenkt wird erst, wenn nichts mehr möglich ist. Aus die Maus."

Im Sommer 2018 war Timo Wenzel als Nachfolger von Gerd Klaus beim  FC 05 als Cheftrainer angetreten. In der vergangenen Saison hatten die Schweinfurter unter dem 41-jährigen Ex-Profi (Stuttgart, Kaiserslautern, Augsburg) als Tabellenvierter abgeschlossen, 18 Punkte hinter Meister FC Bayern München II. 

Tobias Strobl am Samstag schon an der Seitenlinie

Die Trainingseinheit am Dienstagvormittag hatte nach der Freistellung Wenzels Co-Trainer Jan Gernlein übernommen. Am Nachmittag präsentierte der Verein dann den neuen Cheftrainer: Tobias Strobl, der die Mannschaft bereits am Samstag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II coachen wird. Der 32-Jährige kennt die Regionalliga Bayern bestens, er war zuletzt Trainer der U21 des FC 04 Ingolstadt, die er nach dem Zwangsabstieg verlassen hatte. Seitdem ist er vereinslos. Vor dem Engagement in der Audi-Stadt war er beim TSV 1860 Rosenheim eineinhalb Jahre unter Vertrag.

Neuer Trainer beim FC 05 Schweinfurt: Tobias Strobl, hier noch in der Arbeitskleidung des FC 04 Ingolstadt.
Foto: Sven Leifer, via www.imago-images.de | Neuer Trainer beim FC 05 Schweinfurt: Tobias Strobl, hier noch in der Arbeitskleidung des FC 04 Ingolstadt.

"Er passt charakterlich gut in unsere junge Mannschaft", so Wolf. "Er kennt die Liga, die Spieler und pflegte immer eine ausgewogene Mischung aus Nähe und Distanz zu seinen Mannschaften." Auch Schlicke zeigt sich optimistisch: "Tobias Strobl steht für attraktiven, leidenschaftlichen und spielfreudigen Fußball. Es war uns wichtig, einen Trainer einzustellen, der diese Dynamik mitbringt und die genannten Attribute erfüllt." Der gebürtige Ingolstadter gilt als Verfechter eines offensiven Spielsystems und hat die A-Lizenz. "Dass er noch kein Fußball-Lehrer ist, war für uns zweitrangig", sagt Wolf. "Wir sind überzeugt von seiner Qualität und nur das zählt im Moment."

Der Vertrag läuft zunächst über eineinhalb Jahre. Strobl zu seinem Engagement: "Ich sehe hier in Schweinfurt ein Riesenpotenzial in der Mannschaft und im Umfeld. Und natürlich auch wegen der Ziele, die Schweinfurt verfolgt. Ich sehe viele Parallelen zwischen meiner Arbeit und dem Verein. Ich bin ein emotionaler Trainer. Ich glaube das ist im Fußball enorm wichtig, dass man diese Emotionalität den Spielern vorlebt. Kurzfristig ist es mir natürlich wichtig, mit der Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu kommen."

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