Fußball

Kommentar: Der BFV setzt ein starkes Zeichen für Toleranz und Vielfalt

Haben Transfrauen anatomische Vorteile? Könnten diese mit im Alltag erlebtem, seelischem Leid aufgewogen werden? Wie der Sport diese Fragen beantworten und Lösungen finden kann.
Die Regenbogenfarben - Ausdruck für Toleranz und gesellschaftliche Diversität.
Foto: dpa/Frank Rumpenhorst | Die Regenbogenfarben - Ausdruck für Toleranz und gesellschaftliche Diversität.

Eine mutige Entscheidung des BFV. Eine Transfrau darf bei den Frauen spielen, obwohl sie Personenstandsänderung und geschlechtsangleichende OP noch nicht durch hat. Weil sie sich als Frau fühlt, als Frau lebt und den Hormonspiegel einer Frau hat. Auch wenn Menschen, die mit geschlechtlicher Diversität Probleme haben, zweifeln: Die 25-jährige Laura ist eine Frau. Warum sollte sie also bei den Männern Fußball spielen?

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Klar, der Aufschrei wird kommen: Wettbewerbsvorteil wegen der biologischen Männlichkeit. Aber: Fragen diese Kritiker auch danach, welche Nachteile transidente Menschen in ihrem Alltag ertragen? Da sind die gravierenden Folgen der Hormontherapie (erhöhtes Risiko von Leberschäden und Krebserkrankungen) und der massiven OP-Eingriffe eher die geringsten. Die verbreitete Diskriminierung dieser rund 450000 Menschen in Deutschland führt häufig in schwere Depressionen und bei einem Drittel mindestens in einen Suizidversuch.

Ist es nicht zentrale Aufgabe des Sports, Gemeinschaft zu fördern? Sollte der faire Umgang mit Menschen, gleich welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion und welchen Geschlechts nicht wichtiger sein, als ein Sieg? Ja. Die Alternative ist Ausgrenzung. Der BFV hat das erkannt und mit dem Verein und der Sportlerin ein starkes Zeichen gesetzt: für Toleranz – und den Sport.

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