Schweinfurt

Spielen schon dieses Wochenende Neue beim ERV?

Während der ERV Schweinfurt noch mit dem Ausfall von Andreas Kleider zu tun hat, sind die Verantwortlichen auch in Sachen Neuzugänge gefordert. Sind die Genehmigungen rechtzeitig da?
Übernimmt einige Aufgaben von Co-Trainer Andreas Kleider: ERV-Stürmer Jan Kouba, der derzeit nicht einsatzbereit ist. 
Foto: Marion Wetterich | Übernimmt einige Aufgaben von Co-Trainer Andreas Kleider: ERV-Stürmer Jan Kouba, der derzeit nicht einsatzbereit ist. 

Bei den Verantwortlichen der Schweinfurter Mighty Dogs standen in dieser Woche die Telefone nicht still. Grund dafür sind nicht etwa die Niederlagen des vergangenen Wochenendes, sondern Ereignisse, die ein Handeln notwendig machen. So reißt die schwere Verletzung von Andreas Kleider nicht nur ein Loch in die Schweinfurter Defensive, sondern nimmt den Mighty Dogs auch den Co-Trainer. "Da war und ist Andi natürlich noch viel wichtiger als auf dem Eis. Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass uns diese Position enorm gefehlt hat", so Finanz-Abteilungsleiter Stephan Steinert.

Zumindest einen Teil der Aufgaben, die Kleider in den vergangenen Monaten innehatte, wird vorübergehend Jan Kouba übernehmen. Der Stürmer, der aktuell aufgrund einer Erkrankung noch unbestimmte Zeit ausfällt, wird Trainer Kyle Piwowarczyk an und neben der Bande unterstützen.

Crowdfunding-Aktion hatte Erfolg

Somit sind allerdings zwei Planstellen im Kader frei, die bis Donnerstagabend um 23.59 Uhr besetzt werden konnten. "Einen Verteidiger mit reichlich Oberliga- und DEL2-Erfahrung haben wir bereits fest verpflichtet", gab Marketingleiter Steffen Reiser auf Anfrage vorab ein wenig Einblick in die Planungen. "Da wir allerdings noch nicht wissen, ob er an diesem Wochenende am Freitagabend ab 20 Uhr in Ulm oder gegen Erding am Sonntag ab 18 Uhr im Icedome schon spielberechtigt sein wird, geben wir den Namen noch nicht bekannt." Mit einem weiteren Stürmer sei man sich ebenfalls so gut wie handelseinig. "Auch er verfügt über viel höherklassige Erfahrung und hat in der vergangenen Saison noch in der DEL2 gespielt." Hinzu kommt außerdem die bereits verkündete Verpflichtung des zweiten Kontingentspielers Dylan Hood.

Der Kanadier, der in Europa bereits in der zweiten italienischen sowie der zweiten französischen Liga gespielt hat und dessen Engagement in Schweinfurt zum Teil durch eine Crowdfunding-Aktion von Fans und Sponsoren mitfinanziert wurde, lässt aber aus guten Gründen auch noch auf sich warten. "Dylan ist gerade zum ersten Mal Vater geworden. Wir haben vereinbart, dass er zu uns stößt, wenn Frau und Kind aus dem Krankenhaus nach Hause dürfen. Nachdem sich der Geburtstermin nach hinten verschoben hat, wird das wohl am Wochenende der Fall sein. Wir gehen davon aus, dass er Mitte kommender Woche in Schweinfurt ist", so Piwowarczyk.

"Einen Verteidiger mit reichlich Oberliga- und DEL2-Erfahrung haben wir bereits fest verpflichtet."
ERV-Marketingleiter Steffen Reiser

Ob die Mighty Dogs vom Kooperationspartner aus Deggendorf an diesem Wochenende Unterstützung erhalten werden, ist ebenso unklar. "Wir haben telefoniert und die Deggendorfer würden uns gerne einen Spieler schicken. Allerdings ist der erst zu dieser Saison von Passau nach Deggendorf gewechselt und die Passauer haben den Pass noch nicht freigegeben", gibt es auch hier laut Piwowarczyk noch Klärungsbedarf.

Der Trainer gibt sich kämpferisch

An all diesen Baustellen wird aktuell fieberhaft gearbeitet, um an diesem Wochenende eine Mannschaft ins Rennen schicken zu können, die wieder Punkte einfährt. Denn im Gegensatz zu den Zugängen, sind einige Ausfälle (neben Kleider und Kouba) fix. So werden Maurice Köder und Romans Nikitins aus beruflichen Gründen zumindest definitiv nicht mit nach Ulm reisen. Und auch hinter dem Einsatz von Leonardo Ewald, der im Spiel gegen Pfaffenhofen eine Kopfverletzung erlitten hat, steht zumindest für Freitagabend ein dickes Fragezeichen.

"Trotzdem dürfen das für uns keine Ausreden sein", gibt sich Piwowarczyk kämpferisch. "Ich denke, die anderen Vereine haben auch Probleme mit dem Kader. Wir müssen. Natürlich ist es gerade auswärts mit einem kleinen Kader schwer, aber wir müssen dann eben noch enger zusammenrücken und noch konzentrierter sein. Dann können wir auch ohne Verstärkungen in Ulm etwas mitnehmen." Ob er dabei auf vier Verteidiger setzt oder eventuell noch einen Stürmer zurückzieht, entscheidet sich erst, wenn feststeht, wen er definitiv zur Verfügung hat. Und das könnte sich tatsächlich erst bei der Abfahrt nach Ulm entscheiden. Bis dahin werden die Telefone der Verantwortlichen wohl weiter glühen.

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