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Entscheidung fällt in Kürze: Wer wird neuer Wölfe-Trainer?

Mehrere Kandidaten sind laut Chef Roland Sauer im Rennen um die Nachfolge von Ceven Klatt bei Rimpars Handballern. Darunter auch einer, der schon mal im Gespräch war.
Er weiß auch noch nicht, wer sein Nachfolger als Trainer beim Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe wird: Ceven Klatt, der nach der Saison zum aktuellen Erstligisten Ludwigshafen wechselt.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Er weiß auch noch nicht, wer sein Nachfolger als Trainer beim Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe wird: Ceven Klatt, der nach der Saison zum aktuellen Erstligisten Ludwigshafen wechselt.

"Kandidaten ohne Ende" - der Handballtrainer-Markt in Zeiten der Corona-Krise ist in der Beschreibung von Roland Sauer eine blühende Landschaft. "Jetzt ist mir sogar noch Igor Vori angeboten worden", sagte der Geschäftsführer des Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe am Mittwochabend.

Igor Vori im Angebot

Die Vorstellung des ehemaligen kroatischen National-Kreisläufers, der 2013 mit dem HSV Hamburg die Champions League gewann und von Juni bis Oktober 2020 mit RK Zagreb den Rekordmeister seines Heimatlandes trainierte, als neuer Wölfe-Coach amüsierte Sauer. Zumindest noch vor der 24:25 (12:12)-Niederlage der Mannschaft gegen Kellerkind HSG Konstanz, die Ceven Klatt "maximal bitter" nannte.

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Ein Wechselfehler von Torwart Marino Mallwitz beim Stand von 24:24 hatte nicht nur dazu geführt, dass die Rimparer 30 Sekunden vor Schluss ihr Angriffsrecht verloren und damit die Chance zum Sieg beim Heimauftakt des Jahres, sondern auch, dass sie in doppelte Unterzahl gerieten und mit Vier gegen Sechs den finalen Gegentreffer der Gäste nicht verhindern konnten. 

Vier Punkte zu den Abstiegsrängen 

Vor dem zweiten von drei Heimspielen in Serie, zu dem am Samstag (20.2., 19.30 Uhr) der EHV Aue (9./15:13) zum Rückrundenauftakt in die s.Oliver Arena kommt, sind die Wölfe als Tabellenelfter (14:18 Punkte) nun nur noch vier Zähler von den Abstiegsrängen entfernt. Der flüchtige Blick auf die Tabelle kann dabei verwirrend sein. Zwar belegt der TV Emsdetten als 17. mit 11:23 Punkten derzeit den ersten Abstiegsplatz, doch werden dem aktuell an Position 15 stehenden Wilhelmshavener HV (12:22) am Ende der Runde aufgrund des Wechsels des wirtschaftlichen Trägers vier Pluspunkte aberkannt. Dadurch würde der WHV Stand jetzt hinter Emsdetten und den TuS Ferndorf (18./10:20) rutschen. Und von dem trennen Rimpar eben nur noch vier Zähler. 

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Man braucht das Abstiegskampf-Fass jetzt tatsächlich nicht aufmachen, denn bereits am Samstag kann die Lage wieder besser aussehen. Klatt wies am Mittwochabend wachsenden Druck von sich und seinem Team: "Wir werden unsere Punkte holen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben."

Christoph Jauernik wieder Kandidat

Wer aber nun beerbt den am Saisonende zum aktuellen Erstligisten Die Eulen Ludwigshafen wechselnden DJK-Coach? Branchengerüchten zufolge soll mindestens ein Kandidat aus dem Umfeld eines Klubs im süddeutschen Raum im Spiel sein.

Roland Sauer verriet nicht viel, er will Ruhe um die Mannschaft, jetzt umso mehr. Was er aber rausließ: Fünf Kandidaten hätten es in die engere Wahl geschafft, drei davon offenbar in die noch engere. Unter den letzten Fünf seien "teilweise bekannte Namen" aus der Zweiten Liga - und wieder, zumindest das bestätigte Sauer auf konkrete Nachfrage, - gehört dazu auch Christoph Jauernik. Der frühere Trainer des ThSV Eisenach (bis 2017), der seit 2019 beim niederländischen Erstligisten Limburg Lions unter Vertrag steht und jüngst die international anerkannte Ausbildung zum EHF Mastercoach abschloss, zählte schon vor zwei Jahren neben Klatt zu den Top Drei für die Nachfolge von Matthias Obinger. 

Wird es ein junger Neu-Trainer?

Allerdings, so der Wölfe-Chef weiter, verhandle man auch mit - mutmaßlich jungen - Kandidaten, "die bislang noch keine Profi-Trainerstelle" inne gehabt hätten. Das gab es schon mal in Rimpar: Für Jens Bürkle waren die Wölfe damals seine erste Trainerstation nach der aktiven Bundesliga-Karriere.

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"Nächste Woche fällt die Entscheidung", kündigt Sauer an. Diese treffe nicht nur er allein, sondern sie werde zwischen den Gesellschaftern der Wölfe GmbH abgestimmt. Den Ausschlag werde dabei vor allem ein Kriterium geben: "Der Neue muss Nachwuchsspieler entwickeln können."

Trainer von Wölfe-Gegner Aue nach schwerer Covid-19-Infektion in Reha 

Acht Wochen im Krankenhaus, 47 Tage auf der Intensivstation, zwölf davon im künstlichen Koma: Nach seiner lebensgefährlichen Covid-19-Infektion hat Stephan Swat, Trainer des Handball-Zweitligisten EHV Aue und nächster Gegner der DJK Rimpar Wölfe (20.2., 19.30 Uhr, s.Oliver Arena), die Rehabilitation begonnen. "Es ist ein kleines Wunder, dass er das so überlebt hat", sagt EHV-Manager Rüdiger Jurke auf Anfrage. "Die Fortschritte, die er macht, überraschen selbst die Ärzte."
Swat habe trotz erheblich geschädigter Lunge die Sauerstoffmaske ablegen können und mache in der Reha in Magdeburg bereits Spaziergänge. Anfang Februar durfte der 43-Jährige sogar kurz zu seiner Familie. "Meine Frau hat vom Weihnachtsessen etwas für mich aufgehoben und eingefroren. Die vier Tage zu Hause mit meinen Kindern und meiner Frau habe ich genossen“, berichtete Swat der "Lausitzer Rundschau". 
Ob der frühere Zweitliga-Kreisläufer irgendwann wieder als Trainer tätig sein wird, "ist noch ungewiss", sagt Jurke. Bis Ende der Saison hat Runar Sigtryggsson übernommen und wird den EHV nach dem 25:20-Mittwochssieg beim Wilhelmshavener HV auch am Samstag in Würzburg coachen.
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