Würzburg

Rot für Göbel: Stadtmeisterschaft wohl ohne WFV-Trainer

Berthold Göbel, Coach des Fußball-Bayernligisten Würzburger FV, hat beim Vorturnier für die Hallen-Kreismeisterschaft die Rote Karte gesehen. Was passiert ist.
Ist wohl für die Stadtmeisterschaft gesperrt: WFV-Trainer Berthold Göbel.
Foto: Heiko Becker | Ist wohl für die Stadtmeisterschaft gesperrt: WFV-Trainer Berthold Göbel.

Es war angerichtet für einen heißen Tanz beim Vorturnier zur Hallen-Kreismeisterschaft in Bergtheim. Im vierten Vorrundenspiel der Gruppe A stehen sich die DJK Würzburg und der Würzburger FV gegenüber. Die Teams sind punktgleich, dieses Zellerau-Derby entscheidet über das Weiterkommen. Der Kreisklassist will dem Bayernligisten ein Bein stellen.

Aus dem heißen Tanz wurden dann aber zwölf Minuten voller Nickligkeiten und sehr hart geführten Zweikämpfen - von beiden Seiten. Das bestätigen sowohl WFV-Trainer Berthold Göbel als auch Manuel Stark, der bei der DJK als Spielertrainer kommissarisch den eigentlichen Übungsleiter Maurizio Orofino ersetzte. Beide nennen die fahrige und inkonsequente Leitung des Spiels durch die Unparteiischen als Hauptursache der Szenen nach Spielende.

Ein Zusammenstoß zwischen Bejamin Schömig (WFV) und Niko Pfaffendorf (DJK) war der Auslöser für eine Rudelbildung mit der Schlusssirene. "Es war eine Schubserei, da sind sich alle gegenseitig etwas angegangen", sagt Stark. "Aber so wild war es nicht." Göbels Version klingt etwas anders: "Ich bin zu den Jungs hin, um zu schlichten. Dann springt mir einer ins Kreuz, der nächste geht mir an die Gurgel." Fazit der emotionalen Eruption: Die DJKler Niko und Tim Pfaffendorf sowie der WFV-Trainer kassieren Rot.

Göbel: "Habe nichts gemacht"

"Das ist eine absolute Frechheit", sagt Göbel und verweist auf seinen Platzverweis im November im Bayernligaspiel gegen die SpVgg Bayern Hof, als er vor Wut eine Bierbank umtrat und dafür seinen Platz an der Seitenlinie räumen musste. "Die Entscheidung damals habe ich schon nicht verstanden. Aber für die Nummer in Bergtheim fehlen mir die Worte." Zwar sei er mitten im Getümmel gewesen, jedoch beteuerte er: "Ich habe nichts gemacht."

Eine Begründung der Schiedsrichter hat Göbel nicht bekommen - er hat direkt nach der Roten Karte entsprechend geladen die Willi-Sauer-Halle in Bergtheim verlassen. Dort habe er sich mit Niko Pfaffendorf ausgesprochen. "Wir haben uns die Hände gegeben, alles gut." Was nicht gut ist, ist die Folge des Platzverweises: Sollte sich nichts mehr ändern, dürfte der WFV-Trainer wohl die am 5. Januar stattfindende Stadtmeisterschaft verpassen. Göbel will die Entscheidung zwar "auf keinen Fall so hinnehmen". Dass sich das Sportgericht aber so kurzfristig mit einer Gegendarstellung befassen wird, ist unwahrscheinlich. "Ich gehe davon aus, dass ich bei der Stadtmeisterschaft gesperrt bin", sagt ein zerknirschter Göbel am Ende des Telefonats.

ETSV Würzburg gewinnt das Turnier

Sportlicher Verlierer der Partie war die DJK Würzburg, die das Spiel an den FV mit 0:3 abgab. Die Treffer erzielten Steffen Barthel, Mamadou Bah und Kevin Röckert. Als Sieger des Spiels um Platz 3 qualifizierte sich der SV Bergtheim (3:1 gegen den SC Schwarzach), ebenso wie die beiden Finalisten: Dort unterlag der WFV dem ETSV Würzburg mit 0:1.

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