Würzburg

Was die Teilung der Fußball-Landesliga in zwei Gruppen bringt

Die 19 Mannschaften der Landesliga Nordwest absolvieren die Saison 2021/22 mit einem alternativen Spielklassen-Modell. Stimmen die vom Verband genannten Vorteile wirklich?
Was die Teilung der Fußball-Landesliga in zwei Gruppen bringt

Die Mehrheit der Vereine in der Landesliga Nordwest (63 Prozent) hat– als eine von nur zwei bayerischen Fußball-Ligen auf der Verbandsebene – für das alternative Spielklassen-Modell in der Saison 2021/22 gestimmt. Zwölf sprachen sich dafür aus, sieben hätten die Runde lieber nach dem klassischen Modell – jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel – ausgetragen.

Was bedeutet das? Landesliga-Spielleiter Bernd Reitstetter teilte die 19 Teams für die Vorrunde in zwei regionale Gruppen ein. In der Vorrundengruppe eins spielen neun Mannschaften aus dem Landkreis Schweinfurt (FT Schweinfurt, TSV Gochsheim, SV Euerbach/Kützberg), dem Landkreis Kitzingen (FC Geesdorf), sowie aus dem Bezirk Oberfranken (SV Friesen, SV Memmelsdorf, FC Lichtenfels, FC Coburg, SC Sylvia Ebersdorf).

Die Vorrundengruppe zwei umfasst zehn Mannschaften aus dem Landkreis Main-Spessart/Schweinfurt (DJK Schwebenried-Schwemmelsbach), Bad Kissingen (FC Fuchsstadt), Aschaffenburg (Alemannia Haibach, Viktoria Kahl), Miltenberg (TuS Röllbach) und Würzburg (TSV Rottendorf, TSV Unterpleichfeld, TG Höchberg, TSV Kleinrinderfeld, TSV Lengfeld).

Zwei Wochen früher Winterpause

Weniger Spieltage, mehr Derbys und kürzere Fahrtwege nannte der beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) für den Spielbetrieb zuständige Jürgen Faltenbacher als Vorteile des alternativen Spielklassen-Modells.

Innerhalb ihrer Vorrundengruppe spielen die Mannschaften bis zum 21. November in Hin- und Rückspiel gegeneinander. In Gruppe zwei ergeben sich somit 18 Spiele, in Gruppe eins sind es 16 Spiele pro Team, da jedes bis dorthin zweimal spielfrei war. Ziel ist es, bis zur Winterpause den ersten Teil der Saison abzuschließen.

Zum Vergleich: In der ebenfalls mit 19 Mannschaften besetzten Bayernliga Süd, die weiterhin nach dem klassischen Spielklassen-Modell spielt, ist der 25. und letzte Spieltag in diesem Jahr erst am 4. Dezember angesetzt. Vier Spieltage finden davon unter der Woche statt, wohingegen die Landesliga Nordwest ohne einen Wochenspieltag auskommt.

Würden alle Teams in einer Gruppe spielen, läge die größte Entfernung zwischen Kahl und Friesen im Landkreis Kronach mit 170 Kilometern Luftlinie. So ist das weiteste Auswärtsspiel für Kahl in Rottendorf (77 Kilometer) und für Friesen in Euerbach (90 Kilometer).

Fast jeden Spieltag ein Landkreisduell

Freilich könnte es sein, dass der Landesliga-Aufsteiger Rottendorf, der in seiner bisherigen Vereinshistorie noch nie über Unterfranken hinausgekommen war, in dieser geteilten Saison weder Friesen noch Ebersdorf kennenlernt.

Im Raum Würzburg, aus dem mit fünf Mannschaften das Gros der Nordwest-Landesligisten kommt, findet in der Hinrunde an sieben von neun Spieltagen der Vorrundengruppe zwei mindestens ein landkreisinternes Duell statt. Das wiederholt sich in der Rückrunde.

Wie es danach im zweiten Teil der Saison weitergeht, hängt vor allem davon ab, wie sich die Corona-Lage noch entwickelt. Vorgesehen ist, dass die Mannschaften aus beiden Gruppen sich erneut aufteilen und entsprechend ihrer Platzierung der Vorrunde an einer Meister- oder einer Abstiegsrunde teilnehmen. Jedoch wären auch Play-off-Spiele eine Möglichkeit, um die Saison abzuschließen, ohne erneut mittendrin abbrechen zu müssen.

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