Uni Würzburg erhält Pfitzner-Archiv

Hans Pfitzner.
Foto: naxos | Hans Pfitzner.
Würzburg

(jk/hele)

Der Nachlass des deutschen Komponisten Hans Pfitzner (1869 bis 1949) wurde jetzt feierlich an die Universitätsbibliothek Würzburg übergeben, wie die Pressestelle der Uni mitteilt. Das über viele Jahre gewachsene Archiv der Hans-Pfitzner-Gesellschaft, das zahlreiche Autografen, vor allem Hunderte unveröffentlichter Briefe von und an den Komponisten, aber auch Fotografien, persönliche Unterlagen und alte Konzertprogramme umfasst, dokumentiert eindrucksvoll Leben und Werk des Künstlers. Hans Pfitzner gehört neben Richard Strauß und Max Reger zu den wichtigsten deutschen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts.

Mit der Übergabe der Bestände an die Universitätsbibliothek tritt Würzburg als drittes Zentrum der Pfitzner-Forschung neben die Bayerische Staatsbibliothek in München und die Österreichische Nationalbibliothek in Wien, wo bereits größere Sammlungen bestehen.

Zugleich wird damit aber auch eine Würzburger Tradition fortgesetzt: Der ehemalige Ordinarius für Musikwissenschaft der Universität Würzburg, Professor Wolfgang Osthoff, arbeitete bereits jahrzehntelang über Leben und Werk Hans Pfitzners. An der Erschließung des Archivs wird künftig der Vizepräsident der Hans-Pfitzner-Gesellschaft, Professor Reinhard Wiesend, mitwirken, der bereits 1976 bis 1988 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Würzburg mit Wolfgang Osthoff zusammenarbeitete.

Mit einem Festakt wurde in Anwesenheit des Präsidiums der Pfitzner-Gesellschaft und im Beisein des Dekans der Philosophischen Fakultät I, Professor Ulrich Konrad, dieser historisch und musikwissenschaftlich bedeutende Bestand in die Obhut der Bibliothek und ihres Leiters Dr. Karl Südekum übergeben.

Pfitzner komponierte – abseits aktueller Strömungen – in spätromantischem Stil. Das Publikum des Mainfranken Theaters erhielt 2006 einen Eindruck, als die 1930/31 entstandene Oper „Das Herz“ aufgeführt wurde. Wegen seiner politischen Einstellung und seiner Beziehungen zu den nationalsozialistischen Machthabern ist Hans Pfitzner noch heute umstritten.

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