Auch für die Älteren ist es ein verlorenes Jahr

Zum Artikel „Das verlorene Jahr – Jungsein lässt sich nicht nachholen“ (7.1.):

Ja, so ist es. Hilft aber nichts. Nicht nur für die Jungen, sondern auch und besonders für die Älteren ist es ein verlorenes Jahr. Für die gerade Verrenteten – jedes Jahr zwischen der Freiheit von der Erwerbstätigkeit und dem Beginn des Greisentums mit körperlichen Einschränkungen ist unwiederbringlich verloren. Für die noch nicht pflegebedürftigen Alten – vielleicht sind sie am Ende der Pandemie im Heim, tot oder schwer krank. Für jeden ist diese Zeit ein Opfer, das aber aus Solidarität zu unserer Gesellschaft gebracht werden muss.

Peter Greb, 97209 Veitshöchheim

Beraubt die Pandemie nicht jeder Generation die Zeit ihres Lebens? Angefangen von der Kita bis ins Altenheim. Jedes Alter muss Einschränkungen hinnehmen, die Kinder in den Kitas, die Schüler, die Studenten, die Arbeitnehmer, aber auch die Älteren unter uns. Ich verstehe nicht ganz, dass die junge Bevölkerung die Hauptlast zu tragen hat, wie Herr Fabian Huber schreibt. Die Menschen, Anfang 20, haben doch auch Eltern, Großeltern und vielleicht auch Urgroßeltern. Ist bei diesen Generationen alles gut gewesen? Krieg, Entbehrungen und Angst waren über Jahre hinweg die Wegbegleiter. Und es gibt Menschen, die wohl auch etwas anderes als Aufschwung und Freiheit gekannt haben. Das Problem der jungen Generation ist, dass sie das Wort „Verzicht“ bis heute noch nicht gekannt haben. Halten wir uns alle an die Regeln, wird Corona auch wieder verschwinden.

Sigrid Asholt, 97209 Veitshöchheim

Aus den letzten Sätzen des Beitrags leitet sich mein Angebot zum erbetenem Verständnis ab: Diese (Studenten-)Generation zwingt ein Virus in die Beantwortung der Frage, ob die erfahrene Vermittlung, „Mit Aufschwung und Freiheit liegt Dir die Welt zu Füßen“, den erstrebenswerten Kern des Lebens adressierte. Wie ist „abenteuerlichste Zeit“ zu verstehen? Als „No risk no fun“-Erlebnis oder als Herausforderung – annehmen und meistern. Das Virus klaut nichts, es fordert.

Rolf Holländer, 97421 Schweinfurt

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