Der Kalte Krieg mit seiner nuklearen Abschreckung besteht weiterhin

Zum Artikel „Ein neuer Pakt gegen die Atombombe“ (20.1.):

In dem Artikel wird nicht ausführlicher erläutert, warum Deutschland nicht zu den Unterzeichnern des Atomwaffenverbotsabkommens gehört. Eine Unterschrift würde nämlich den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland bedeuten. Dies hätte Konsequenzen für die sog. „Bündnistreue“ dieses Landes und auch für die Nato. Aktuell ist Deutschland zwar keine direkte Atommacht, wohl aber eine indirekte, und zwar in Form der „nuklearen Teilhabe“: Deutschland stellt Tornados als Trägersysteme für Atombomben zur Verfügung, duldet die Lagerung dieser Bomben in Büchel, (obwohl ein Bundestagsbeschluss 2010 deren Abzug forderte), und beteiligt sich an der strategischen Einsatzplanung innerhalb der nuklearen Planungsgruppe der Nato. Statt endlich wirksame Schritte zur atomaren Abrüstung zu unternehmen, hält die deutsche Regierung unbeirrt an der angeblich nur „defensiv ausgerichteten Nuklearstrategie der Nato“ (Regierungssprecher Seibert, 26.10.20) fest. Der Kalte Krieg mit seiner nuklearen Abschreckung besteht weiterhin; es werden munter neue Atombomber und atomare Trägersysteme beschafft, obwohl 92 Prozent der Deutschen, zahlreiche Landesregierungen und weit über 100 Städte einen Beitritt zu diesem Verbotsantrag wünschen.

Georg Hanna-Keller, 97270 Kist

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