Unterm Strich: Karl der Große und seine Kumpels

Am Sonntag wird der Tag der Franken gefeiert. Vor 1200 Jahren starb Karl der Große. Der Frankenherrscher wird daher dieses Jahr besonders gewürdigt. Es gibt nun sogar einen Comic über Karl den Großen, er heißt „Karl und seine Kumpels“. Das Buch will laut Angaben des Verlags Karl „aus dem Mittelalter in die Gegenwart holen“. Einer der Autoren bedauert, dass Karl immer nur als großer, würdiger Herrscher dargestellt werde. „Dabei war der Kaiser eine wilde Sau und hat in jungen Jahren richtig die Post abgehen lassen“, sagt der Historiker Josef Stiel. Ich meine: Es muss auch mal gesagt werden, dass Karl nicht nur privat ein cooler Typ war, sondern auch ein Fighter. Er bretterte mehrmals volle Kanne nach Spanien, um dort den Arabern eine reinzuwürgen. Auch die Sachsen waren nach seinen Eroberungs- und Missionierungstrips die totalen Loser. Karl führte die karolingische Minuskel als Word-Programm und Standardsoftware ein und wurde von Papst Leo voll fett zum Kaiser gekrönt. In Aachen und sonstwo ließ er sich krasse Kaiserpfalzen bauen, in denen er, wenn er gerade keinen Bock auf Stress hatte, chillte. Karl der Große war aber auch ein großer Schnecken-Checker, hatte übel viele Bräute und Nebenfrauen wie Himiltrud oder Desiderata, die ein ganz geiles Gerät gewesen sein muss. Außerdem Hildegard, Madelgard, Gerswind, Adelind und wie die ganzen Ischen und Uschis hießen. Da ging richtig die Post ab. Kein Wunder, denn schon Karls Großvater Karl Martell („Der Hammer“), der den Merowingern zeigte, wo der Hammer hängt, war ja auch der totale Hammer. Aber echt jetzt, ey.

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