Es ist eisig. Gefühlte minus zehn Grad, obwohl Plus-Temperaturen herrschen. Die Sonne strahlt zwar über der Weststeiermark in Österreich. Aber der scharfe Wind pfeift knapp unterhalb der Hinteren Gullingspitze gewaltig um die Ohren, lässt die Finger in null Komma nichts taub werden. Alle stehen nämlich ohne Handschuhe da in der Hoffnung, mehr Gefühl für die widerspenstigen Felle zu haben, die auf der Unterseite der Tourenskier kleben wie Kaugummi. Zum Aufstieg waren sie ja schön und recht, aber für die nun folgende Abfahrt müssen die klebenden Streifen irgendwie abgelöst, im rüttelnden Wind gebändigt und möglichst sauber zusammengelegt werden. Ein wahres Kunststück – erst recht für blutige Skitouren-Anfänger.
Reise