Schweinfurt

Fresenius Medical Care: Dialyse auch für Schwellenländer

Fresenius hat mit diesem Typ 4008 A ein Dialysegerät entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Schwellenländern zugeschnitten ist.
Foto: FMC | Fresenius hat mit diesem Typ 4008 A ein Dialysegerät entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Schwellenländern zugeschnitten ist.

Die Zahl der Menschen, die unter Nierenversagen leiden und deshalb eine Dialyse benötigen, wächst stetig. Experten gehen davon aus, dass allein in Asien zwei Millionen Menschen leben, die eine Blutwäsche bräuchten, diese aber nicht erhalten können. Der weltweite Einsatz der Dialyse wird sich bis zum Jahr 2030 voraussichtlich mehr als verdoppeln. Das hängt unter anderem mit einer veränderten Lebensführung und der höheren Lebenserwartung zusammen.

Fresenius Medical Care (FMC) als weltweit größter Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Nierenerkrankte hat speziell für die Bedürfnisse der Schwellenländer das Dialysegerät 4008 A entwickelt. Wie es in einer Mitteilung heißt, biete es den hohen Therapiestandard von FMC und halte gleichzeitig die Kosten für das Gesundheitssystem so gering wie möglich.

Nach Angaben des Unternehmens ist das neue Gerät einfach zu bedienen und robust. Es eigene sich daher ideal für den Einsatz in Regionen mit mangelhafter Infrastruktur oder im ländlichen Raum.

Das neue Gerät wurde zunächst in Indien eingeführt, weitere Länder im asiatisch-pazifischen Raum sollen folgen. Bei der Entwicklung und Produktion von Dialysegeräten spielt im Fresenius-Konzern das Werk Schweinfurt seit 1979 eine zentrale Rolle.

Dort wurden bislang über 800 000 Geräte hergestellt. Die Hälfte aller Dialysegeräte weltweit kommt von Fresenius Medical Care. In Schweinfurt arbeiten 1200 Mitarbeiter, ein Drittel davon in Forschung und Entwicklung. Derzeit entsteht dort ein neues Technologiezentrum mit der Nutzfläche von 8000 Quadratmetern.

Dialysegeräte sind neben den Dialysatoren das wichtigste Produkt für die Blutreinigung chronisch Nierenkranker. Während der Reinigungsvorgang im Dialysator abläuft, pumpt das Dialysegerät das Blut und überwacht die Zirkulation des Blutes außerhalb des Körpers. Außerdem stellt es die optimale Zusammensetzung der Dialysierflüssigkeit sicher und setzt dem Blut gerinnungshemmende Stoffe zu. Diese Behandlung erfolgt in der Regel drei Mal pro Woche und dauert drei bis sechs Stunden. (kör)

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