Bad Neustadt

Preh stärkt Bad Neustadt

Das neue Preh-Entwicklungszentrum in Bad Neustadt SK medienconsult
Foto: Foto: | Das neue Preh-Entwicklungszentrum in Bad Neustadt SK medienconsult

Wenn es um die Zukunft der Mobilität geht, denken Autofahrer vermutlich nicht sofort an die Rhön. Dabei hat sich insbesondere Bad Neustadt zu einem gewichtigen Innovationstreiber für die Automobilbranche entwickelt – vor allem mit Blick auf Elektromobilität und Fahrzeuginterieur. Neben der Rolle von Bad Neustadt als bayerische Modellstadt für Elektromobilität hat dazu auch das rasante Wachstum des Automobilzulieferers Preh einen wesentlichen Beitrag geleistet. Nun wurde das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum am Preh-Stammsitz eingeweiht. 12,5 Millionen Euro hat der Spezialist für Fahrerbediensysteme und Batteriemanagement in das Projekt investiert.

400 Arbeitsplätze

Auf einer überbauten Grundfläche von 2350 Quadratmeter und einer Brutto-Geschossfläche von rund 8200 Quadratmetern bietet der Gebäudekomplex Platz für rund 400 Hightech-Arbeitsplätze. Christoph Hummel, der Vorsitzende der Preh-Geschäftsführung: „Unser neues Entwicklungszentrum steht symbolisch für den großen Markterfolg und das dynamische Wachstum von Preh seit der Übernahme durch die Joyson-Gruppe. Mit den neuen Kapazitäten im Entwicklungsbereich stellen wir nicht nur die Weichen für künftige Innovationen und neues Marktwachstum, sondern wir sichern auch die Zukunft unseres Stammsitzes in Bad Neustadt.

“ Einen weiteren Schritt dazu gab das Unternehmen am Tag der Inbetriebnahme bekannt. Denn auf dem Werksgelände ist man an die Kapazitätsgrenzen gestoßen, deshalb hat der Aufsichtsrat grünes Licht für einen eigenständigen Preh-IMA-Automation (PIA)-Standort in Bad Neustadt gegeben. Bis Ende 2018 will die Preh-Tochtergesellschaft ins Gewerbegebiet Altenberg umziehen. Dort wird der Automationssparte von Preh künftig eine Produktionsfläche von rund 10 000 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Am neuen Standort entstehen moderne Arbeitsplätze für die derzeit 215 PIA-Mitarbeiter aus Bad Neustadt. Der neue Firmensitz bietet auch ausreichend Platz für weiteres Wachstum. In den Neubau investiert Preh über zehn Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Zu der erneuten Großinvestition in Bad Neustadt erklärte Geschäftsführungs-Vorsitzender Christoph Hummel: „Durch den Umzug kann sich die Preh-IMA-Automation an ihrem neuen Standort viel freier entfalten. Gleichzeitig schaffen wir an unserem Stammsitz Raum für weiteres Wachstum unseres Automotive-Geschäfts. Zudem ist es sinnvoller, die ohnehin sehr autonom agierende Preh-IMA-Automation als Einheit eigenständig aufzustellen als nur einzelne Unternehmensteile auszulagern.

“ Die operative Autonomie der PIA werde auch organisatorisch stärker zum Ausdruck kommen. Man plane, die Preh-Automationssparte bis zum Sommer als eigenen Unternehmensbereich aufzustellen.

Starkes Wachstum

PIA-Geschäftsführer Günter Brosch ergänzte: „Wir bearbeiten unsere Märkte bereits heute schon mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit. Angesichts unseres starken Wachstums ist es konsequent, dass wir unsere Prozesse und Abläufe an einem eigenen Standort vollständig auf unsere Bedürfnisse zuschneiden können und gleichzeitig Raum für unsere weiteren Expansionspläne schaffen. Hinzu kommt, dass wir mit unseren Töchtern in Amberg, USA und China inzwischen eine Größe erreicht haben, die eine Aufstellung als eigenständiger Unternehmensbereich innerhalb der Joyson Gruppe sinnvoll macht.“

Preh

Beteiligung: Preh ist ein Tochterunternehmen der Joyson-Gruppe aus Ningbo (China). Als Automobilzulieferer und Automationsspezialist beschäftigt die Gruppe rund 7000 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von über einer Milliarde Euro. Preh wurde 1919 in Bad Neustadt gegründet und gehört seit 2011 zur Joyson-Gruppe.

Automation: Das Automationsgeschäft ist in der Preh IMA Automation (PIA) Gruppe gebündelt. PIA entwickelt, plant und baut flexible und leistungsfähige Montage- und Fertigungslinien für Unternehmen aus den Bereichen Automobilzulieferung, Elektrotechnik, Konsumgüter, Medizin/Pharma, erneuerbare Energien und Kosmetik.

Kennzahlen: Die PIA Gruppe hat 2016 126 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und beschäftigt derzeit rund 700 Mitarbeiter. nö

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