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Unerlaubte Aktiengeschäfte

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Unerlaubte Aktiengeschäfte

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    Aschaffenburg (MAS) Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der FG Vermögensberatungs- und Verwaltungs AG in Aschaffenburg "die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfte angeordnet". Das Unternehmen des Bankiers Günter W. Grünewald hat inzwischen auch Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aschaffenburg (Az IN 65/06) gestellt. 600 Anleger (viele davon aus Unterfranken) fürchten um ihr Vermögen.

    Den FG-Kunden waren Aktien angeboten worden, die nicht an der Börse gehandelt werden. Ihren Kurs hatte Grünewald willkürlich auf 500 Euro festgelegt hatte. Das Unternehmen versprach, sie später zu einem festgelegten Preis zurückzukaufen.

    Beim Rückkauf sollten Kunden bis zu 15 Prozent pro Jahr an Zinsen erhalten. Allerdings warteten viele Investoren vergeblich auf ihr Geld, sie sehen sich durch trickreiche Beschlüsse in der Hauptversammlung immer wieder hingehalten.

    Nicht nur ein Richter beim Amtsgericht Aschaffenburg staunte diese Woche über die Leichtgläubigkeit der Anleger. Auch sie selbst räumen inzwischen selbstkritisch ein, zu blauäugig gewesen zu sein, wie sich bei einer Info-Veranstaltung für Geschädigte in Aschaffenburg zeigte. Die Investoren überlegen jetzt, ob ihnen eine Zivilklage zumindest einen Teil ihres Geldes wieder bringt.

    Der Aufforderung der BaFin, die eingezahlten Gelder an die Anleger zurückzuzahlen, war die Gesellschaft nicht nachgekommen. "Bei solchen Konstellationen spricht nach meiner Erfahrung einiges dafür, dass die Rückzahlung nicht sichergestellt ist", meint der Würzburger Rechtsanwalt Roland Sternisko, der die Anleger zusammengerufen hatte.

    FG-Chef Grünewald war zu einer Stellungnahme nicht erreichbar. Indessen haben mehrere Kunden Strafanzeige gegen ihn erstattet. Seit 2005 gibt es gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges bei der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft in Würzburg.

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