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Virtuell durchs Fertighaus

3-D-Rundgang: Wie sieht das Massivhaus später innen aus? Bei der Firma Dennert in Schlüsselfeld können sich die Kunden schon bei der Planung in den Räumen bewegen – dank einer Brille.
Mit der „Virtual-Reality-Brille“ sieht der Betrachter einen eingerichteten Raum und kann sich so das Aussehen seines künftigen Wohnraumes vorab ansehen.
Foto: Gerhard Krämer | Mit der „Virtual-Reality-Brille“ sieht der Betrachter einen eingerichteten Raum und kann sich so das Aussehen seines künftigen Wohnraumes vorab ansehen.

Die Fliesen im Bad statt hellgrau vielleicht doch schiefergrau? Bodentiefe Fenster oder lieber nicht? Manchmal sind es die Details, die Bauwillige vor knifflige Probleme stellen. Der Fertighaushersteller Dennert aus dem oberfränkischen Schlüsselfeld will Häuslebauern die Entscheidung leichter machen und bietet – nach eigenen Angaben als erster in seiner Branche – jetzt virtuelle 3-D-Rundgänge durch ein Fertighaus an.

Viel Programmiertechnik steckt hinter der Simulation verschiedener Raumsimulation, die neue Möglichkeiten bei der Hausplanung bieten soll. Denn der künftige Hausbesitzer kann neben der Fliesenfarben auch alle denkbaren Ausstattungen der Räume in verschiedensten Anordnungen betrachten und anhand der virtuellen Darstellung entscheiden, was später Wirklichkeit werden kann.

Rundgang mit Spezialbrille

„Virtual Reality“ heißt die innovative Hausbesichtigungstechnik, die dem Kunden im neuen Icon4XL-Musterhaus von Dennert in Schlüsselfeld präsentiert wird. Der Kunde setzt sich eine Spezialbrille auf, blickt auf einen Startpunkt – und los geht der virtuelle Rundgang. Fast möchte man sich in die Badewanne hineinlegen oder auf dem Sessel im Wohnzimmer Platz nehmen – dank der Brille befindet man sich nämlich mitten im Raum.

Ein kurzer Blick auf den Boden – und das Programm verwandelt die eben noch hellen Badfliesen in dunkle. Das ermöglicht den künftigen Bauherren den direkten Vergleich vieler Details.

Die Simulationstechnik wird bislang vor allem im Automobilbau genutzt, um Fahrzeuginnenräume zu visualisieren. Dennert will damit die Planung im Fertighausbau verbessern. Für das mittelständische Familienunternehmen, das seit über 80 Jahren besteht, ist das 3D-Angebot ein weiterer Schritt der Optimierung. Oder wie Vertriebsleiter Holger Kühne schwärmt: „Iconisation erleben“.

Regendicht innerhalb eines Tages

Die Geschichte der Veit Dennert KG beginnt 1933 mit der Gründung eines Baustoffhandels. Doch das ideelle Fundament der Marke Dennert bildet nach Unternehmensangaben die Vision von Veit Dennert, ein qualitativ hochwertiges Haus schnell und kostengünstig zu bauen. Inzwischen ist diese Vision Realität geworden. Seit der Gründung der Dennert Massivhaus GmbH 1998 gehören massive Fertighäuser zum Produktportfolio. Im Jahr 2000 kamen dann die ersten Icon-Häuser auf den Markt. In der Raumfabrik in Schlüsselfeld werden auf modernen Fertigungsstraßen massive Häuser in Serie gefertigt – unter Berücksichtigung individueller Wünsche der Bauherren, wie Dennert verspricht, und ökologisch ausgereift. Mithilfe von Fachfirmen aus der Region wie Fensterbauer oder Fliesenleger werden die einzelnen Module gefertigt. Fenster, Bad, Fliesen, Parkett und Haustechnik – möglichst viel ist vorinstalliert. „90 Prozent des Hauses sind fertig, bevor es auf die Baustelle kommt“, erklärt Dennert-Mitarbeiter Jürgen Sendner. Sind alle Teile des Hauses produziert, geht es zu einem vereinbarten Termin an die Baustelle, wo die Module zu einem Haus zusammengefügt werden.

Aufstelltage seien oft „regelrechte Events“, berichtet Holger Kühne, Prokurist von Dennert Massivhaus. „Manchmal sind ganze Ortschaften auf den Beinen, um zu sehen, wie die Raummodule zusammengefügt werden.“ Innerhalb eines Tages wird der Bau regendicht aufgestellt, nach einer Woche ist Bauabnahme. Und damit der Kunde auch wirklich weiß, was ihn dann innen erwartet, gibt es eben jetzt die „Virtual Reality“ vorab.

Unternehmensgruppe Dennert

Das Familienunternehmen aus Schlüsselfeld geht auf den 1933 von Veit Dennert gegründeten Baustoffhandel zurück. Heute hat Dennert über 450 Mitarbeiter an sechs Standorten und setzt rund 4500 Bauvorhaben im Jahr um. Die Firma hat sich auf Systembaustoffe spezialisiert und produziert im eigenen Werk Massivhäuser maximal vor. Infos: www.dennert.de
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