Zeitgeschehen

    
    

KIEW/MOSKAU/BERLIN
Eisige Temperaturen lassen Europa erzittern

Die Extremkälte in Europa bringt jeden Tag mehr Menschen den Tod: Inzwischen sind auf dem Kontinent mehr als 220 Menschen erfroren, vor allem in Osteuropa. Seit dem Wochenende sind allein in der Ukraine mehr als 100 Menschen gestorben, viele von ihnen auf der Straße. In Rumänien tötete die Kälte 24 Menschen, in Polen 17, in Tschechien elf, in der Slowakei mindestens zwei Menschen, in Frankreich einen. »mehr
    
    
Bei klirrender Kälte schonen

MAINFRANKEN
Tipps gegen die Kälte

Das Kältehoch "Cooper" hat Deutschland momentan fest im Griff: Temperaturen im zweistelligen Minusbereich forderten bereits erste Kältetote. Die Nacht zum Donnerstag brachte mit bis zu Minus 20 Grad die bislang kältesten Temperaturen dieses Winters. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie der Kälte trotzen und die eisigen Temperaturen unbeschadet überstehen können. Zudem zeigen wir Ihnen, dass die klirrende Kälte auch ihre positiven Seiten hat »mehr
    
    

KAIRO
Neue Welle der Gewalt erschüttert Ägypten

Nach den tödlichen Ausschreitungen bei einem Fußballspiel spitzt sich die Lage in Kairo und anderen Städten Ägyptens dramatisch zu. Bei Protesten gegen den regierenden Militärrat kam es nach dem Freitagsgebet erneut zu heftigen Ausschreitungen. In Kairo stürmte ein wütender Mob ein Gebäude der Steuerbehörde. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen flogen Brandbomben. Auch in Alexandria und Suez, wo in der Nacht zwei Menschen getötet worden waren, gab es erneut Proteste. Vier Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben. »mehr
    
    

WÜRZBURG/SCHWEINFURT
Studie: Vor allem Kleinkinder von Armut betroffen

Die Kinderarmut in Deutschland entwickelt sich insgesamt zwar rückläufig, doch innerhalb der Bundesländer, Landkreise und Städte klaffen die Armutsquoten weit auseinander. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor, die erstmals die Armutsquoten für die Altersgruppe der unter Dreijährigen für alle 412 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland aufzeigt. »mehr
    
    

PEKING
China verhindert Treffen der Kanzlerin mit Bürgerrechtsanwalt

Die Wege in der Millionen-Metropole Peking sind für Angela Merkel kurz. Im Grunde spielt sich ihr Besuch in der Großen Halle des Volkes ab. In dem Monumentalbau am Platz des Himmlischen Friedens gegenüber der Verbotenen Stadt wird sie sowohl von Staats- und Parteichef Hu Jintao als auch von Ministerpräsident Wen Jiabao sowie dem Parlamentsvorsitzenden Wu Bangguo empfangen. Die chinesische Führung schenkt der Bundeskanzlerin viel Aufmerksamkeit. Doch Peking lässt keinen Zweifel daran, wer die Spielregeln bestimmt. In China werden Merkel Grenzen gesetzt. »mehr
    
    

DEN HAAG/ROM
„Schlag ins Gesicht der Opfer“

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat am Freitag ein weitreichendes Urteil gesprochen: Nach diesem kann die Bundesrepublik Deutschland vor ausländischen Gerichten, zum Beispiel in Italien oder Griechenland, nicht wegen Nazi-Kriegsverbrechen auf Entschädigung verklagt werden. Ein jahrelanger Rechtsstreit geht damit zunächst zu Ende. Deutschland hat mit seiner Völkerrechtsklage gegen Italien recht bekommen. »mehr
    
    

BERLIN
Sahnetorte für Guttenberg

Eigentlich wollte Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin in aller Ruhe über Internetthemen sprechen – dann landete eine Sahnetorte im Gesicht des Ex-Verteidigungsministers. Der EU-Berater für Internetfragen hatte sich am Donnerstag mit dem Piraten-Politiker und Netzaktivisten Stephan Urbach in einem Café in Berlin-Friedrichshain getroffen, als er, wie es später im Internet hieß, „getortet“ wurde. „Wir saßen zusammen, als gegen 20.15 Uhr einige Menschen hereinkamen und Herrn Guttenberg eine Sahnetorte ins Gesicht drückten“, sagte Urbach. „Herr Guttenberg hat das aber sehr locker genommen.“ »mehr
    
    
Wie geht es weiter mit der Army?

 (20) SCHWEINFURT
US-Armee gibt Garnisonsstandort auf

Jetzt ist es beschlossene Sache: Die US-Armee wird Schweinfurt verlassen, die Stadt ist in den Plänen des Pentagon kein „dauerhafter Standort“. Das hat am späten Donnerstagnachmittag Oberbürgermeister Sebastian Remelé vom Oberkommandierenden der US-Streitkräfte in Europa, General Mark Hertling, persönlich, erfahren. Das gleiche Schicksal teilt Schweinfurt mit der oberfränkischen Stadt Bamberg. Für Schweinfurt Stadt und Umland heißt das, sie zählen in einigen Jahren 12 000 Bewohner weniger – rund 6000 Soldaten und in etwa die gleiche Zahl an Angehörigen. »mehr
    
    

BERLIN/SCHWEINFURT
Kälte hat Europa fest im Griff

(dpa/max) Der Deutsche Wetterdienst erwartete von Donnerstag auf Freitag die kälteste Nacht dieses Winters. „Es kann noch einmal zwei, drei Grad kälter werden“, sagte Meteorologe Helmut Malewski in Offenbach. Die Temperaturen waren an manchen Orten Deutschlands in der Nacht zum Donnerstag bereits auf bis zu minus 20 Grad gefallen. »mehr
    
    

KAIRO
„Das ist nicht Fußball, das ist Krieg“

Die Rivalität zwischen den Kairoer Spitzenfußballern von Al Ahli und dem Außenseiterclub Al Masri aus Port Said ist in Ägypten altbekannt. Aber so etwas hatte Ahmed Nagy, Torwarttrainer bei Al Ahli, noch nie gesehen: „Der Umkleideraum ist ein Leichenhaus“, berichtete er Mittwochabend einem Fernsehsender, während vor den Türen des Raums im Stadion von Port Said die Hölle tobte. »mehr
    
    

Standpunkt: Es knistert im Pulverfass

Es ist eine ägyptische Eigenart, Katastrophen mit Komplotten zu erklären. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass Diktatoren ihre Bevölkerung jahrzehntelang mit Lügen abspeisten und man die Wahrheit nur hinter vorgehaltener Hand sagen durfte – außer, die Schuldzuweisung richtete sich gegen das Ausland. So erklären die verschiedenen politischen Kräfte das Blutbad in Port Said so, wie es ihren Interessen dient und ihnen ins Weltbild passt: »mehr
    
    

PEKING
Merkel wirbt in Peking um Vertrauen in den Euro

Bittstellerin will die Bundeskanzlerin in China nicht sein. Bei aller wachsenden wirtschaftlichen und politischen Bedeutung des Milliardenvolkes will Angela Merkel das an Devisenreserven reiche Land nicht demütig um Geld für das klamme Europa fragen. Stattdessen versucht sie bei ihrem Treffen mit Ministerpräsident Wen Jiabao am Donnerstag in Peking als starke Kanzlerin Deutschlands aufzutreten, die gerade mit anderen Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union den Euro rettet, Schulden abbaut und die Finanzlage stabilisiert. Bloß keine Schwäche zeigen. Das schrecke die Chinesen eher ab, heißt es in Merkels Umfeld. »mehr
    
    
Bilderbuchkino in der Stadtbücherei

 (7) WIESBADEN/BERLIN
Migrantenkinder sind seltener in Kitas

Eltern mit ausländischen Wurzeln betreuen ihre kleinen Kinder wesentlich häufiger ausschließlich zu Hause als Eltern ohne Migrationshintergrund. Im vergangenen Jahr seien in Deutschland 14 Prozent der Ein- und Zweijährigen mit mindestens einem Elternteil ausländischer Herkunft in einer Kita oder von Tageseltern betreut worden, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund lag der Anteil bei 30 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch. In beiden Gruppen stieg die Quote binnen eines Jahres leicht um zwei Prozentpunkte. »mehr
    
    

 
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Standpunkt: Die Weichen werden falsch gestellt

Sie sind gleich alt, sie wachsen in den gleichen Städten und Gemeinden auf – und doch unterscheiden sich ihre Lebensrealitäten und damit auch ihre Entwicklungschancen von Anfang an. Schon in den ersten Lebensjahren gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Kindern aus deutschen Familien und Kindern mit Migrationshintergrund, was Folgen fürs ganze Leben haben kann. »mehr
    
    

BRÜSSEL
Teure Dienstreisen der EU

Nicht weniger als 24 von 27 EU-Mitgliedstaaten stehen unter verschärfter Beobachtung der EU-Kommission, weil sie zu viele Schulden angehäuft haben. Ausgabendisziplin ist das Stichwort, immer häufiger auch für die EU selbst. »mehr
    
    

kurz & bündig: NATO-Rückzug aus Afghanistan schon von 2013 an

Die NATO will das Kapitel Krieg gegen die Taliban offenbar schneller schließen: Schon 2013 – und nicht erst Ende 2014 – soll der Abzug der Kampftruppen aus Afghanistan beginnen. Diese Botschaft brachte US-Verteidigungsminister Leon Panetta, dessen Land die Hauptlast der Operation trägt, seinen NATO-Kollegen am Donnerstag nach Brüssel mit. »mehr
    
    
Manroland

 
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OFFENBACH/WÜRZBURG
Investor für Manroland

Ein neuer Geldgeber bietet sich als Retter des Offenbacher Manroland-Werks an. Für die Produktion der Bogendruckmaschinen in Offenbach sei ein Investor gewonnen worden, der ein langfristiges Engagement zugesagt habe, teilte die Insolvenzverwaltung des Druckmaschinenherstellers Manroland am Mittwochabend in Augsburg mit. Ein Name wurde nicht genannt. Nach Medieninformationen soll es sich um die britische Langley Holdings handeln. »mehr
    
    

WASHINGTON
Romney punktet mit Wirtschaftskompetenz

Die Erleichterung ist dem Sieger anzumerken: Zehn Tage nach der Niederlage gegen Newt Gingrich in South Carolina ist Mitt Romney an die Spitze des republikanischen Rennens um die US-Präsidentschaftskandidatur zurückgekehrt. 46 Prozent der Stimmen in Florida, das ist mehr als das Urgestein Gingrich und der streng religiöse Rick Santorum gemeinsam haben. Beide fischen bei den Unzufriedenen am rechten Rand, denen Romney zu lasch ist. Vor seinen jubelnden Anhängern in Tampa bemüht sich der Sieger um Versöhnung: „Eine konkurrenzbetonte Vorwahl spaltet uns nicht“, ruft er in den Saal. „Sie bereitet uns vor. Und wir werden siegen!“ »mehr
    
    

Standpunkt: Den Republikanern fehlen die Konzepte

In Florida hat erstmals ein repräsentativer US-Bundesstaat über die republikanischen Präsidentschaftsbewerber abgestimmt, und das Ergebnis ist deutlich. Mitt Romneys Triumph beruht allerdings kaum auf Argumenten für die eigene Kandidatur. Das ist symptomatisch für die Partei: Ihr fehlen die Konzepte. »mehr
    
    

KARLSRUHE
Heizkosten nach Verbrauch berechnen

Vermieter müssen die Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch berechnen. Es sei nicht zulässig, dem Mieter einfach die Abschlagzahlungen in Rechnung zu stellen, die im Voraus an den Energieversorger geleistet werden, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Mittwoch verkündeten Urteil. Eine Berechnung anhand der Vorauszahlungen könne zu Ungerechtigkeiten führen, weil dafür nicht der aktuelle Verbrauch, sondern der des Vorjahres maßgeblich sei, so die Karlsruher Richter (Az.: V III ZR 156/11). »mehr
    
    
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