Zeitgeschehen

    
    

WIESBADEN
Die Zahl der Adoptionen sinkt

Gesellschaftlicher Wandel und veränderte Moralvorstellungen lassen die Zahl der Adoptionen in Deutschland sinken. Adoption bedeutet nicht mehr in erster Linie, ein fremdes Kind aufzunehmen: Von den 3793 Kindern, die im vergangenen Jahr adoptiert wurden, bekamen fast 60 Prozent nur einen neuen Elternteil. Sie wurden von ihren Stiefvätern oder -müttern angenommen, zu denen sie mit ihrem leiblichen Vater oder Mutter gezogen waren. 38 Prozent der Adoptivkinder wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag von Fremden angenommen, weil die leiblichen Eltern sie nicht versorgen konnten oder wollten. »mehr
    
    

BERLIN/MOSKAU/WASHINGTON
Snowdens ungewisse Zukunft

Edward Snowden wartet. Seit fast genau einem Jahr hat der meistgesuchte Mann der USA Asyl in Russland. Am 31. Juli lief seine Aufenthaltserlaubnis formell aus. Nun wartet der Ex-Geheimdienstmann ab, ob ihm die Russen erlauben, länger zu bleiben. Die Aussichten sind nicht schlecht. Doch für den 31-Jährigen ist das nur ein schwacher Trost, denn eigentlich will er weg aus Moskau. Wie lange bleibt der Amerikaner noch in Russland? Wird er irgendwann in seine Heimat zurückkehren? Kann er für eine Aussage nach Deutschland kommen? Alles ungewiss. »mehr
    
    
kurz & bündig: Mehr umstrittene Antibiotika  in der Tierhaltung eingesetzt

kurz & bündig: Mehr umstrittene Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt

In der Tierhaltung in Deutschland werden immer mehr umstrittene Antibiotika eingesetzt, die auch für Menschen besonders wichtig sind. Bei der kritischen Klasse der Fluorchinolone stieg die abgegebene Menge im vergangenen Jahr auf 13 Tonnen – nach zehn Tonnen im Jahr zuvor und acht Tonnen im Jahr 2011. Das geht aus Daten hervor, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit am Freitag veröffentlicht hat. Wirkstoffe wie die Fluorchinolone gelten als Reserve-Antibiotika und werden bei Menschen für schwere Krankheitsfälle verwendet, wenn normale Antibiotika nicht mehr anschlagen. Ein starker Einsatz von Medikamenten in Ställen wird seit langem kritisiert. »mehr
    
    

GENF/FREETOWN
WHO verstärkt Kampf gegen Ebola

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verstärkt mit einem 100-Millionen-Dollar-Programm den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika. Der Aktionsplan soll am Freitag auf einem Krisengipfel in Conakry, der Hauptstadt Guineas, gestartet werden, wie die WHO in Genf mitteilte. Damit soll unter anderem deutlich mehr medizinisches Personal eingesetzt werden können. »mehr
    
    

GAZA/TEL AVIV
Waffenruhe in Gaza gescheitert

Ungeachtet einer humanitären Waffenruhe haben militante Palästinenser einen israelischen Soldaten verschleppt. Als Reaktion darauf erklärte Israel die Feuerpause am Freitag für gescheitert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte harte Gegenmaßnahmen an. Der 23-jährige Leutnant fiel nach Angaben des israelischen Militärs einem Kommando der radikal-islamischen Hamas in die Hände, während seine Einheit mit Zerstörungsarbeiten an einem Tunnel beschäftigt war. Demnach erfolgte die Entführung anderthalb Stunden nach Beginn einer dreitägigen humanitären Waffenruhe, die die Vereinten Nationen (UN) und die USA in der Nacht zuvor zwischen Israel und der Hamas vermittelt hatten. »mehr
    
    

KIEW/WIEN
Experten an der Absturzstelle

Zwei Wochen nach dem Absturz des Passagierflugzeugs MH17 im ukrainischen Konfliktgebiet kommen die Arbeiten ausländischer Experten an dem Trümmerfeld allmählich voran. Trotz weiterhin erbitterter Gefechte in der Region könnten Fachleute aus Australien und den Niederlanden ihre Ermittlungen fortsetzen, sagte OSZE-Sprecher Michael Bociurkiw am Freitag in Kiew. Mehr als 100 Fachleute suchten nach Hinweisen auf die Unglücksursache sowie nach sterblichen Überresten. Die bisher größte internationale Gruppe am Ort sei mit mehr als 14 Wagen nach Grabo-wo gefahren, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit. »mehr
    
    

BENGASI
Islamisten rufen Emirat aus

Nach den Gotteskriegern im Irak haben radikale Milizen unter der Führung von Ansar al-Sharia nun auch im Osten Libyens ein „Islamisches Emirat“ ausgerufen. Zuvor hatten ihre Brigaden alle Kasernen von Bengasi erobert sowie zahlreiche Panzer, Raketen, US-Humvees, nagelneue Sturmgewehre und Munitionsbestände erbeutet. „Wir werden nicht ruhen, bis wir die Herrschaft Allahs durchgesetzt haben“, deklamierte einer der maskierten Kommandeure auf einem Siegesvideo. »mehr
    
    

BERLIN
Das Ringen um Kohls geistiges Erbe

Wenn Historiker den Nachlass einer großen Persönlichkeit übernehmen, wissen sie zunächst nicht, welchen Schatz sie heben werden. Es wird gesichtet, sortiert, analysiert, archiviert. Es gibt Erkenntnisgewinne, auch Korrekturen von Einschätzungen. Und so kann über die Jahre ein neues Gesamtbild entstehen. Wichtig für die Wissenschaftler ist vor allem, das Erbe für die Nachwelt zu sichern und öffentlich zugängig zu machen. Am besten zentral an einem Ort, in nur einem Archiv – in ihrem Archiv. »mehr
    
    

Standpunkt: Kalte Progression muss weg

Und die Gewinner sind – Wolfgang Schäuble und seine 16 Kollegen in den Ländern. Die Wirtschaft boomt und die Finanzminister kassieren, ganz ohne Steuererhöhungen. Steigen die Löhne und Gehälter, steigen automatisch die Einnahmen durch die Lohn- und Einkommensteuer, geben die Deutschen ihr Geld aus, profitiert der Staat dank der Mehrwertsteuer. Die Zahlen sind beeindruckend: Obwohl die Große Koalition offiziell keine Steuererhöhungen vornimmt, steigen alleine die Steuereinnahmen des Bundes von 268,2 Milliarden Euro in diesem, Jahr auf 311,8 Milliarden Euro im Jahr 2018. Was im Umkehrschluss bedeutet: Auch ohne Steuererhöhungen werden die Deutschen immer stärker geschröpft. »mehr
    
    

NEU DELHI
Opferzahl nach Erdrutsch steigt

Nach dem verheerenden Erdrutsch in einem Dorf in Indien befürchten die Helfer mehr als 150 Tote. Bis Donnerstag, einen Tag nach der Katastrophe im Westen des Landes, wurden nach offiziellen Angaben zunächst 31 Leichen in der meterhohen Schicht aus Schlamm und Geröll gefunden. „Mehr als 35 Stunden nach dem Unglück ist es unwahrscheinlich, dass wir noch jemanden der etwa 120 bis 150 Verschütteten finden“, sagte Lokalregierungssprecher Ganesh Patil. »mehr
    
    

LONDON
Wer vergiftete Kreml-Gegner Litwinenko?

Eine am Donnerstag in London begonnene öffentliche Untersuchung soll klären, wer hinter dem Giftmord an dem russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko steckt. Der Richter will dabei vor allem auch herausfinden, welche Rolle Russland in dem aufsehenerregenden Fall gespielt hat. »mehr
    
    

TEL AVIV/GAZA
Israel weitet Offensive in Gaza aus

Trotz immer größerer Not der palästinensischen Bevölkerung setzen Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas ihren Krieg unerbittlich fort. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstag, Vorschläge für eine Waffenruhe seien nur akzeptabel, wenn Israel weiter Tunnelanlagen im Gazastreifen zerstören könne. Die radikal-islamische Hamas lehnt dies ab. Ihre Kämpfer feuerten erneut mehr als 40 Raketen auf israelische Ortschaften. »mehr
    
    

MOSKAU/KIEW/BRÜSSEL
Ukraine führt Kriegssteuer ein

Der Druck auf Moskau wächst weiter – nicht nur im Konflikt um die Ukraine. Die 28 EU-Regierungen beschlossen am Donnerstag die Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegen Moskau offiziell. Zudem sieht sich Moskau nun binnen weniger Tage zum zweiten Mal im Zusammenhang mit der Zerschlagung des früheren russischen Ölkonzerns Yukos mit Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe konfrontiert. Die benachbarte Ukraine griff am Donnerstag zu drastischen Maßnahmen: Die Bürger werden nun für den blutigen Konflikt im Osten des Landes zur Kasse gebeten. Nach langem Zögern beschloss das Parlament in Kiew eine umstrittene Kriegssteuer. »mehr
    
    

kurz & bündig: Opposition will Snowden nach Deutschland holen – Asyl läuft ab

Die Opposition fordert die Bundesregierung mit Blick auf das ablaufende Asyl des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden in Russland auf, den Amerikaner nach Deutschland zu holen. Es sei eine Schande für die westlichen Demokratien, dass sich Snowden noch immer „im autoritär regierten Russland verstecken muss und vom Gutdünken Putins abhängig ist“, erklärte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Auch die Linke fordert eine Aufnahme des Whistleblowers. Die Opposition will notfalls durch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht durchsetzen, dass der Amerikaner für eine Aussage vor dem NSA-Ausschuss nach Deutschland kommen kann. »mehr
    
    

WASHINGTON
Muss Obama vor Gericht?

Das US-Repräsentantenhaus will Präsident Barack Obama vor Gericht ziehen. Die Abgeordneten gaben am Mittwochabend in Washington mehrheitlich einer Resolution statt, die es erlaubt, den Präsidenten zu verklagen. 225 stimmten für den Beschluss, 201 dagegen. Alle Ja-Stimmen kamen von Republikanern, von denen nur fünf die äußerst ungewöhnliche Resolution ablehnten – hingegen votierte kein einziger von Obamas Demokraten für die Klagebefugnis. »mehr
    
    

BERLIN
Teile der CDU fordern Steuerbremse

Das Nein der Kanzlerin fiel klar und deutlich aus – für Merkels Verhältnisse sogar überaus klar und deutlich. Für einen Abbau der kalten Progression gebe es in dieser Legislaturperiode „keinen Spielraum“, sagte die Regierungschefin Mitte Juli bei ihrem Auftritt vor der Bundespressekonferenz, ehe sie sich in den Sommerurlaub verabschiedete. Oberste Priorität habe das Versprechen, ab dem kommenden Jahr Haushalte ohne Neuverschuldung vorzulegen und dabei ohne Steuererhöhungen auszukommen. Merkel wörtlich: „Wenn neue Spielräume entstehen, wird man politisch darüber sprechen, was dann die Prioritäten sind. Zurzeit sehe ich das aber nicht.“ »mehr
    
    

GAZA/TEL AVIV
15 Tote bei Angriff auf UN-Schule in Gaza

Gut drei Wochen nach Beginn des Gazakrieges ist erneut eine UN-Schule ins Fadenkreuz der Kämpfe geraten. Beim Beschuss der Einrichtung der Hilfsorganisation UNRWA kamen am Mittwoch im Flüchtlingslager Dschabalia im nördlichen Gazastreifen mindestens 15 Menschen ums Leben, wie ein Sprecher der palästinensischen Rettungsdienste mitteilte. »mehr
    
    

ISTANBUL
Präsidentschaftswahlen in der Türkei beginnen

In Deutschland und anderen europäischen Ländern läuft die erste Direktwahl eines türkischen Präsidenten an: Von diesem Donnerstag an können rund 2,7 Millionen türkische Auslandswähler an die Urnen gehen. Abgestimmt wird in 54 Ländern; allein in der Bundesrepublik leben 1,4 Millionen türkische Wähler. Das Berliner Olympiastadion und andere Arenen werden zu gigantischen Wahllokalen umfunktioniert. Zum ersten Mal können Auslandstürken wählen, ohne persönlich in die Türkei zu reisen. Doch beim Wahlauftakt gibt es Probleme. »mehr
    
    

UKRAINE
Mit dem Krieg kommt das Elend

Der Konflikt in der Ukraine trifft längst die Bevölkerung. Jetzt verelenden die, die in ihrer Jugend schon einen Krieg erleben mussten. Alte wissen oft nicht, womit sie ihr täglich Brot bezahlen sollen. »mehr
    
    

BERLIN
Umweltamt dringt auf Gesetzesregelung zu Fracking

Das Umweltbundesamt (UBA) drängt auf eine rasche gesetzliche Regulierung der umstrittenen Fracking-Technologie zur Gewinnung von Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten. „Fracking ist und bleibt eine Risikotechnologie – und braucht daher enge Leitplanken zum Schutz von Umwelt und Gesundheit“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung eines neuen Fracking-II-Gutachtens. „Solange sich wesentliche Risiken dieser Technologie noch nicht sicher vorhersagen und damit beherrschen lassen, sollte es in Deutschland kein Fracking zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas geben.“ »mehr
    
    
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