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Zeitgeschehen

    
    

KATHMANDU
Erdbebenzone Himalaya

Nepal und die ganze Himalayaregion sind ein stark durch Erdstöße gefährdetes Gebiet. Beben entstehen, wenn sich Gesteinsschollen im tieferen Bereich der Erdkruste ruckartig verschieben. Experten sprechen von „Subduktion“. Weltweit treiben bis zu 20 größere Platten auf zähflüssigem Material des Erdmantels. An ihren Grenzen entstehen starke Spannungen, die sich schlagartig in Beben entladen können. Dabei wird hohe Energie mit verheerenden Folgen frei. Am Himalaya drückt die Indische Platte von Süden gegen Afghanistan und Tibet auf der die Eurasischen Platte. An der Nahtstelle von Pakistan über Nepal bis Myanmar bebt häufig die Erde. Der Seismologen Winfried Hanka (63) vom Potsdamer Geoforschungszentrum hält ein großes Erdbeben wie jetzt in Nepal für die Region nicht für ungewöhnlich. Das letzte größere Beben genau in der Gegend sei aber eine Weile her: 80 Jahre. In der gesamten Himalaya-Gegend komme so ein Beben doch schon alle paar Jahre vor. Man müsse nur an Pakistan denken, oder Afghanistan, China, Tibet. „Das ist alles die gleiche geotektonische Region.“ Auch starke Erdbeben über Magnitude 8 kommen da alle paar Jahre mal vor. Hanka rechnet in Nepal mit monatelangen Nachbeben: „Es gab bereits zwei sehr starke Nachbeben, die ungefähr eine Magnitudeneinheit schwächer waren. Daneben gab es noch sehr viele kleinere. Das wird sicherlich noch Wochen oder Monate so weitergehen und nur langsam abklingen. Und es kann immer wieder ein stärkeres dabei sein. »mehr
    
    

Wer überlebt hat, flüchtet ins Freie

Erdbeben: In Nepal graben sich Helfer auf der Suche nach Opfern durch den Schutt »mehr
    
    

DETTELBACH
„Kein Stein auf dem anderen“

Peter Schöderlein aus Dettelbach und Christine Reuter aus Bad Mergentheim sitzen im Moment fast nur noch vor dem Internet – um irgendwie Kontakt nach Nepal zu bekommen. Die erfahrenen Höhenbergsteiger kennen sich in Nepal bestens aus, seit Jahren unterstützen sie Hilfsprojekt. Zuletzt brachten beiden 10 000 Euro persönlich nach Kathmandu. Im Februar besuchten sie die neuesten Hilfsprojekte der Deutsch-Nepalischen Hilfsgemeinschaft Stuttgart (DNH), die sie regelmäßig unterstützen. Ein Schwerpunkt sind dabei die Schulen. Die Kinder auf dem Land in Nepal haben bisher Schulwege von bis zu zwei Stunden zu Fuß zurückzulegen. »mehr
    
    

KÖLN
Deutsche sind für härtere Bestrafung von Einbrechern

Angesichts zunehmender Einbruchszahlen gibt es einer Studie zufolge in Deutschland eine Mehrheit für härtere Strafen. 86 Prozent der Befragten würden eine Ausweitung der Höchststrafe auf zehn Jahre Gefängnis befürworten, wie aus einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht. Sechs Prozent lehnen den Vorschlag eher ab, nur ein Prozent ist „ganz und gar“ dagegen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Fraktionschef von CDU und CSU im Bundestag, Volker Kauder, hatte sich kürzlich für härtere Strafen ausgesprochen. Wohnungseinbruch solle generell mit sechs Monaten bis zehn Jahren Haft geahndet werden. Seitens der Bundesländer macht sich vor allem Bayern für härtere Strafen stark. »mehr
    
    

FRANKFURT
Deutsche Bank will Postbank abstoßen

Die Deutsche Bank geht auf Schrumpfkurs: Die Postbank-Mehrheit gibt der Konzern auf, auch im Investmentbanking sind Einschnitte beschlossen. Der Entscheidung des Aufsichtsrates vom späten Freitagabend waren monatelange Diskussionen vorangegangen. Möglich ist nach Angaben eines Sprechers ein Komplettverkauf der Postbank oder der Verkauf von Aktienpaketen über die Börse. In jedem Fall will die Deutsche Bank ihren Anteil an der Tochter von 94,1 Prozent mindestens unter 50 Prozent senken. »mehr
    
    

„Benzin im Blut“

Wolfsburg (dpa) Ferdinand Piëch war der unangefochtene Herrscher im VW-Reich bis ihn der rätselhafte Machtkampf um die Zukunft von Vorstandschef Martin Winterkorn aus dem Sattel hob. 1963: Der Maschinenbauer und Enkel des VW-Käfer-Konstrukteurs Ferdinand »mehr
    
    

WOLFSBURG
Piëch verliert seinen größten Kampf

Auch der stärkste Löwe verliert irgendwann seinen ersten Kampf – und damit auch die Rolle als Chef im Rudel. Ähnlich ist es nun auch VW-Patriarch Ferdinand Piëch ergangen. Seinen wichtigsten Kampf um das Sagen bei Europas größtem Autobauer hat der 78-Jährige verloren. Die Machtarchitektur des VW-Konzerns ist erschüttert – und steht vor einer historischen Wende. Piëch war am Ende nicht mehr zu halten. Am frühen Samstagabend zog das Präsidium die Reißleine und beschloss Piëchs Ausscheiden aus dem Amt. „Die letzten zwei Wochen haben allerdings dazu geführt, dass eine große Verunsicherung bei dem Management und der Belegschaft eingetreten ist. Und wir sahen die Notwendigkeit im Präsidium, diese Verunsicherung und Blockade zu lösen“, sagte Piëchs kommissarischer Nachfolger, der frühere IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber, später. »mehr
    
    
kurz & bündig: Umfrage: 70 Prozent finden Welt der Kinder unsicherer als früher

kurz & bündig: Umfrage: 70 Prozent finden Welt der Kinder unsicherer als früher

Für die deutliche Mehrheit der Bundesbürger leben Kinder heute in einer gefährlicheren Welt als sie selbst in ihrer eigenen Kindheit. Die Welt sei für Kinder unsicherer geworden, sagen 70 Prozent laut einer Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Nur fünf Prozent empfinden die Kinderwelt demnach heute als sicherer. Knapp die Hälfte der Erwachsenen (45 Prozent) würde einem Grundschulkind heute nicht erlauben, allein im Nahverkehr Bus oder Bahn zu fahren. Zwei Drittel (66 Prozent) würden ein Grundschulkind nicht allein in den Park gehen lassen. »mehr
    
    

ATHEN
Der entzauberte Star

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis ist unter seinen Amtskollegen in der Eurogruppe völlig isoliert. Er wird zu einer Hypothek für sein Land. Varoufakis habe „jede Glaubwürdigkeit verloren“, schrieb am Sonntag die Athener Zeitung „To Vima“ und spekulierte über einen bevorstehenden Rausschmiss des Ministers. Doch Premier Alexis Tsipras hält an Varoufakis fest – noch. »mehr
    
    

ISTANBUL
Wutausbruch am Bosporus

Es dürfte ein Rekord in der internationalen Politik gewesen sein: Fast im Minutentakt attackierte die Türkei die Bundesrepublik und mehrere andere wichtige Partnerländer wegen der Armenier-Frage. In Erklärungen des Außenamtes wandte sich die Regierung in Ankara gegen die Armenier-Rede von Bundespräsident Joachim Gauck und warnte den Bundestag vor einer Annahme der geplanten Armenier-Resolution, in der der Begriff des Völkermordes vorkommt. Auch die USA, Frankreich und Russland wurden mit heftiger Kritik bedacht. Mit dem Wutausbruch manövriert sich die Türkei selbst ins Abseits. Auch können die Tiraden nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Türkei zum 100. Jahrestag der Armenier-Massaker ihr strategisches Hauptziel verfehlt hat. Ankara wollte eine breite internationale Anerkennung des Völkermordes verhindern, doch das genaue Gegenteil ist eingetreten. Nach dem Armenier-Jahrestag gibt es mehr Länder, die von einem Völkermord sprechen, als vorher. Zudem hat die Türkei auch noch viel Porzellan zerschlagen – und steht vor der Frage, wie sie im Verhältnis zu einigen der wichtigsten Akteure auf der internationalen Bühne weiter verfahren will. Nachdem in den vergangenen Wochen schon Papst Franziskus, das EU-Parlament und die Parteien im österreichischen Parlament den Zorn der Türkei zu spüren bekamen, wurden am Freitag drei der fünf Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sowie Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Türkei, abgemahnt. Zwar dürften die Zornesbotschaften zumindest zum Teil als Routine abgehakt werden. So rechnen Diplomaten nicht damit, dass Ankara nun ernsthaft politische oder wirtschaftliche Sanktionen gegen die betroffenen Staaten und Akteure in Gang setzen wird. Doch ein bitterer Nachgeschmack bleibt. »mehr
    
    

BERLIN
Einreiseverbotfür russische „Nachtwölfe“

Gegen alle Widerstände aus Deutschland und Polen sind Rocker des russischen Motorradclubs „Nachtwölfe“ von Moskau zu einer „Siegestour“ nach Berlin aufgebrochen. Die Rocker wollen in Berlin am 9. Mai den 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland feiern. Deutschland und Polen wollen sie möglichst gar nicht erst über die Grenze lassen. Ein deutsches Einreiseverbot für die „Nachtwölfe“ stößt in Moskau auf Kritik. »mehr
    
    
Ferdinand Piech

Wolfsburg (dpa)
Machtkampf bei Europas größtem Autokonzern: Piëch knickt ein

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hat den dramatischen Machtkampf um die Spitze bei Europas größtem Autobauer Volkswagen verloren. »mehr
    
    
Hilfsgüter

BONN/KAUFBEUREN
Nach Erdbeben: Hilfsmaßnahmen aus Deutschland laufen an

Die Menschen in den vom schweren Erdbeben betroffene Regionen im Himalaya sind auf dringende Hilfe angewiesen. In Deutschland laufen erste Hilfseinsätze an. »mehr
    
    

Das britische Parlament bröckelt

Palace of Westminster: Der berühmte neugotische Komplex im Herzen Londons ist marode. Wenn er nicht bald grundlegend saniert wird, müssten die Abgeordneten das Zentrum der britischen Macht in den nächsten 20 Jahren räumen, heißt es. »mehr
    
    

Ein Grenzerlebnis

Mauerfall: Wo einst die Mauer war, können Interessierte nun auf Spurensuche mit dem Fahrrad durch Ost und West gehen. An Gedenk- und Mahnmalen vorbei. Mancherorts schwelt immer noch die Wut auf die ungesühnten Verbrechen des DDR-Regimes. »mehr
    
    

ROM
Anschlag auf den Vatikan?

Die Polizei in Italien hebt ein mutmaßliches Terrornetz aus. Auf der Liste der Täter stand offenbar auch der Vatikan. Der Heilige Stuhl zeigt sich gelassen. Mutmaßliche Terroristen mit Verbindungen zu El-Kaida haben möglicherweise einen Anschlag auf den Vatikan geplant. Es gebe Hinweise, dass die Verdächtigen 2010 einen Bombenanschlag vorgehabt hätten, teilte die Staatsanwaltschaft in Cagliari auf Sardinien am Freitag mit. Zuvor waren in Italien mindestens neun Terrorverdächtige aus Pakistan und Afghanistan, die El-Kaida nahestehen sollen, festgenommen worden. »mehr
    
    

BERLIN
Gegenwind für Putins Rocker

Selten war eine Bikertour so politisch aufgeladen. Wenn der russische Rockerclub „Nachtwölfe“ tatsächlich an diesem Samstag zu seiner Fahrt von Moskau nach Berlin aufbrechen sollte, dürfte den Rockern ein eisiger Wind ins Gesicht blasen. Polen und Tschechien sprachen bereits von einer Provokation. Auch die Bundesregierung kritisierte die als „Siegesfahrt“ geplante Tour der kremlnahen Motorradfahrer. Ob sie von den deutschen Behörden genehmigt wird, bleibt abzuwarten. »mehr
    
    

BERLIN
Berlin schickt zwei Marineschiffe

Es wird einige Zeit dauern, bis sie da sind. Mindestens zwölf Tage benötigen der Versorger „Berlin“ und eine ihn begleitende Fregatte für die 4600 Kilometer bis ins westliche Mittelmeer, das nahezu täglich Schauplatz neuer Flüchtlingsdramen wird. Die beiden Schiffe aus einem Ausbildungsverband der Marine patrouillieren bisher im Golf von Aden, einem der gefährlichsten Seegebiete der Welt, um dort Handelsschiffe vor somalischen Piraten zu schützen. »mehr
    
    

BERLIN
Spione im eigenen Land

Nichts ist unmöglich. Sogar das Unvorstellbare und völlig Abwegige ist nicht nur denkbar, sondern findet auch statt. Seitdem der frühere amerikanische Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden mit seinen einzigartigen Enthüllungen einen Blick in die dunkle und undurchsichtige Welt der Geheimdienste ermöglicht und den Schleier ein wenig gelüftet hat, erscheint das Treiben der Schnüffler und Späher noch dubioser und verwerflicher als man bislang glaubte. »mehr
    
    

STOCKHOLM
Vor 40 Jahren: Der Alptraum von Stockholm

Was Historiker später als Auftakt einer blutigen Welle des Terrors beschreiben, beginnt mit einem jungen Mann, der vor der deutschen Botschaft in Stockholm um Einlass bittet. Er sei wegen einer Pass-Angelegenheit hier, sagt er. Der Pförtner nickt und lässt durch die Glastür den Terror der Roten Armee Fraktion (RAF) ins Haus. Zwölf Stunden später sind zwei Diplomaten tot. Und das Gebäude steht in Flammen. Das ist 40 Jahre her. »mehr
    
    
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