Icon Menü
Icon Schließen schliessen
Startseite
Icon Pfeil nach unten
Haßberge
Icon Pfeil nach unten
Haßbergkreis
Icon Pfeil nach unten

Sechsjähriger und Vater in Eibsee ertrunken - Beide konnten nicht schwimmen

Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Tretboot-Unglück: Sechsjähriger und Vater aus Landkreis Haßberge in Eibsee vermisst

    • |
    • |
    • |
    Im Eibsee bei Garmisch-Partenkirchen lief eine ganze Woche lange eine Suchaktion - nach einem Vater und seinem Kind.
    Im Eibsee bei Garmisch-Partenkirchen lief eine ganze Woche lange eine Suchaktion - nach einem Vater und seinem Kind. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

    Ein sechs Jahre alter Junge und sein Vater sind bei einer Tretboot-Tour im oberbayerischen Eibsee am 5. Juli untergegangen – nach sieben Tagen fand eine Spezialfirma die Leichen der beiden in 24 Metern Tiefe auf dem Grund des Sees. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung ist inzwischen klar: Der sechs Jahre alte Junge konnte noch nicht schwimmen. Und auch sein 33 Jahre alter Vater habe kaum Schwimmkenntnisse gehabt.

    34-jährige Mutter und Ehefrau nach über einer Woche vernommen

    Bei dem Unglück am 5. Juli war nach Erkenntnissen der Polizei zunächst der Sechsjährige aus dem Tretboot gefallen. Sein Vater sprang ihm hinterher. Beide gingen unter. Neben Vater und Sohn befanden sich auch die 34 Jahre alte Mutter sowie eine vierjährige Tochter auf dem Tretboot.

    Dass Vater und Sohn nicht schwimmen konnten, erfuhr die Polizei nun von der Mutter und Ehefrau. Es habe mehr als eine Woche gedauert, bis die Ermittler die 34 Jahre alte Frau vernehmen konnten. Denn ihr seelischer Zustand machte eine frühere Vernehmung nicht möglich, berichtet die SZ.

    Eibsee: Suche nach Vater und Sohn blieb eine Woche erfolglos

    Bis Vater und Sohn gefunden wurden, waren etwa speziell ausgebildete Hunde im Einsatz. Auch waren Taucherinnen und Taucher sowie Rettungskräfte auf Booten im Einsatz gewesen. Ebenso kam ein Polizeihubschrauber, um bei der Suche zu helfen. Doch insbesondere die Beschaffenheit des Seegrundes sowie die Wassertiefe am Unglücksort erschwerten die Suche den Angaben der Polizei zufolge erheblich.

    Das vermisste Kind war nach Schilderung der Beamtinnen und Beamten vom Tretboot gefallen. Der Vater sei sofort hinterhergesprungen, um den Sechsjährigen zu retten, und ebenfalls nicht mehr aufgetaucht. Die 34-jährige Mutter des Kindes und Frau des Mannes sowie die vierjährige Tochter waren mit auf dem Boot, sie wurden nach dem Unglück psychologisch betreut.

    Der Unfall geschah relativ weit draußen auf dem See. Zu der Frage, ob das im Eibsee versunkene Kind eine Schwimmweste trug oder ob der Vater Schwimmer oder Nichtschwimmer war, machte die Polizei keine Angaben. Die Familie stammt laut Polizei aus dem unterfränkischen Landkreis Haßberge.

    Unfall im Eibsee: Vater versucht, Kind zu retten und geht selbst unter

    Bereits drei Minuten nach dem Notruf am Unfalltag, gegen 11.15 Uhr, seien erste Wasserrettungskräfte an der Unglücksstelle eingetroffen, berichtete ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Die Kripo Weilheim übernahm zunächst die Ermittlungen.

    In diesem Sommer gab es schon so viele tödliche Badeunfälle in Deutschland wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Ein Drama spielte sich auch bei Passau ab: Nachdem ein Mann am Wochenende beim Schwimmen untergegangen war, haben Einsatzkräfte den toten 46-Jährigen mittlerweile geborgen.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Registrieren sie sich

    Sie haben ein Konto? Hier anmelden