Ebern

Ebern sucht Helfer für ein Schnelltestzentrum

Der Landkreis Haßberge hat sich zur Durchführung für das Modellprojekt „Tübinger Modell“ – Öffnung der Einrichtungen, Geschäfte, Gastronomie, Zugang von getesteten Personen, beworben. Es soll gezeigt werden, dass es gerade auch im ländlichen Bereich möglich sei, für die Bevölkerung die notwendigen Testkapazitäten zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden die Gemeinden gebeten zusätzlich zu den Testzentren des Kreises, weitere Testmöglichkeiten bereitzustellen, um die Kapazitäten gesamt für die Bevölkerung zu erhöhen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Ebern hervor.

Hierzu erarbeitet die Stadt derzeit ein Konzept, gemeinsam mit den Hilfsorganisationen vor Ort, den Feuerwehren im Stadtgebiet, der DLRG, der Wasserwacht und dem Roten Kreuz. In der Verwaltung wurde Sachgebietsleiterin Petra Mytzka, öffentliche Ordnung und Sicherheit, als Ansprechpartnerin festgelegt.

„Wir möchten in der Stadt auf Änderungen der Vorgaben aus der Politik vorbereitet sein“, erklärt Bürgermeister Jürgen Hennemann. Er sei Herrn Friedrich vom Landratsamt dankbar, dass er den vorausschauenden Anstoß gegeben hat. „So können wir uns für die Zukunft aufstellen, für Regelungen, die die Politik leider nur kurzfristig trifft."

Im Rathaus gehe man davon aus, dass die Vorgabe der Politik kommen werde, dass die Geschäfte, Gastronomie und Einrichtungen geöffnet werden und nur getestete Personen Zugang haben werden. Dann werde die Nutzung der Schnelltestzentren in die Höhe schnellen. Dafür suche man ehrenamtliche Helfer, die ihren Mitbürgern und sich selbst diese Besuche ermöglichen.

Vorbereitet wird die Ausweitung der Schnelltestkapazitäten in mehreren Schritten. Deswegen sei seitens der Stadt ein mehrstufiges, ausbaufähiges Testkonzept vorgesehen. Für die Durchführung der Tests (die zusätzlich zum Testzentrum in der Grundschule angeboten werden sollen) ist derzeit ein Zeitrahmen von ein bis zwei Stunden an zwei Tagen in der Woche in der jeweiligen Teststelle angedacht. Je nach Bedarf könnten diese Zeiten reduziert oder ausgeweitet werden. Vor Ort könnten der Umfang und die Lage der Testzeit flexibel, je nach Bedarf festgelegt werden.

„Wenn viele ein bisschen mithelfen, bringt es für alle viel und die Belastung einzelner bleibt gering.“
Jürgen Hennemann, Bürgermeister Ebern

Zunächst ist vorgesehen im Schnelltestzentrum in der städtischen Turnhalle eine Ausweitung der Testzeiten an weiteren Tagen, Dienstag und Donnerstag abends, zu organisieren. Weiter wurde ein Konzept des Rotes Kreuzes Ebern für eine mobile Teststation erarbeitet, die es ermöglichen soll, in den Stadtteilen, vor Veranstaltungsräumen, flexibel einsetzbar zu sein.

Als weitere Ausbaustufe ist die Einrichtung eines weiteren Testzentrums in der Turnhalle in der ehemaligen Bundeswehr in Planung, um mit günstiger Anfahrt die Situation räumlich zu entzerren. Auch wird die Organisation von kleinen Testzentren in den Stadtteilen vorbereitet. 

Genauso plant die Stadt, mit weiteren Feuerwehren und mit weiteren Helfern aus der Bevölkerung, in Bischwind und Fischbach vor Angebote in den Feuerwehr- oder Gemeindehäusern zu machen. Folgen können dann als Erweiterungsorte: Unterpreppach, Musikprobenheim, Reutersbrunn, alte Schule, Brünn, alte Schule, sowie in allen weiteren Stadtteilen, sofern notwendig. „Wir wollen für alle Situationen gewappnet sein und unseren Bürgern Testangebote vor Ort machen“, so Bürgermeister Hennemann. Diese Teststationen könnten dann, auch in Ortsteilen, schnell eingerichtet werden.

Dazu werden dringend ehrenamtliche Helfer benötigt. Es werden nicht nur Tester benötigt, die einen Nasenabstrich machen, sondern auch Helfer, die die Registrierung und Testauswertung, sowie die Organisation und Helfereinteilung vor Ort vornehmen. „Wenn viele ein bisschen mithelfen, bringt es für alle viel und die Belastung einzelner bleibt gering“, erklärt Hennemann.

Die Suche von Hilfspersonal beschränke sich nicht nur auf die Hilfsorganisationen in der Stadt, heißt es weiter in der Mitteilung. Neben den Feuerwehren seien alle Vereine angeschrieben worden, Helfer zu stellen. Aber auch die Bürger, die sich bisher noch nicht bei der Feuerwehr engagieren, seien angesprochen.

Im nächsten VG-Blatt werde ein Aufruf mit Rückmeldemöglichkeit veröffentlicht.  Interessenten werden gebeten, den abgedruckten Meldebögen vollständig auszufüllen und entweder in der Verwaltungsgemeinschaft Ebern in den Briefkasten zu werfen, oder den Meldebogen per Mail an buergerbuero@ebern.de zu senden.

Es gibt auch die Möglichkeit sich telefonisch an die Verwaltung zu wenden. Helfer, die als Tester unterstützen möchten, erhalten eine Schulung durch das BRK in der Frauengrundhalle. Termine würden rechtzeitig bekannt gegeben. Sobald nähere Informationen vom Landratsamt in Haßfurt vorlägen, könnten die Helfer über weitere Einzelheiten umgehend informiert werden.

Wann es konkret mit den Zusatzangeboten vorangehe, hänge von der weiteren Entwicklung der staatlichen Vorgaben ab.

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