Burgpreppach

Wie Burgpreppach per App über alles Wichtige informiert

Der Gemeinderat tagte am Donnerstag im katholischen Pfarrsaal in Burgpreppach unter Corona-Bedingungen.
Foto: Martin Schweiger | Der Gemeinderat tagte am Donnerstag im katholischen Pfarrsaal in Burgpreppach unter Corona-Bedingungen.

Wann findet die nächste Gemeinderatssitzung statt? Wann wird der Müll abgeholt? Wie haben die Füchse des TSV Burgpreppach am Wochenende gespielt? Derartige Fragen beantwortet künftig die Heimat24-App, die bald jeder Smartphone-Besitzer aus dem Play-Store für Android-Geräte oder dem App-Store für iPhones herunterladen kann.

Der Gemeinderat beschloss während seiner Sitzung am Donnerstag im katholischen Pfarrsaal die Anschaffung der App mit einer knappen Mehrheit von sieben zu fünf Stimmen. Mit der App Heimat24 ist es möglich, Pushnachrichten der Gemeinde an die Nutzer zu verschicken. Es gibt verschiedene Interessensbereiche, die auswählbar sind. Deutschlandweit werde die App nach Auskunft des Betreibers derzeit von 50 bis 100 Gemeinden benutzt.

Für den Inhalt der App ist der Markt Burgpreppach verantwortlich. Für das Erstellen der Nachrichten hat sich Manuel Merkle mündlich bereit erklärt. Auch Vereine können über Manuel Merkle Nachrichten, wie anstehende Veranstaltungen, über die App bekannt geben. Die Infos müssen aber letztlich noch über den Ersten Bürgermeister freigegeben werden. Die Kosten der App belaufen sich auf zirka 2000 Euro für fünf Jahre. Für die Bürger und Benutzer ist die App kostenlos. Auch Mitfahrgelegenheiten können beispielsweise angeboten werden.

Bisherige Nutzer der App seien sehr zufrieden

Fragen via App zu stellen oder Kommentare zu schreiben, ist jedoch nicht möglich. Laut Gemeinderat Klaus Wichler seien die bisherigen Nutzer mit der App sehr zufrieden. VG-Leiter Andreas Dellert sagte, dass auch innerhalb der Hofheimer Allianz eine kostenlose App geplant sei. Einige Ratsmitglieder wollten darauf warten und stimmten daher gegen die Heimat24-App.

Der Bericht von Revierförster Wolfgang Meiners über das Waldjahr 2020 fiel gemischt aus. Negativ war, dass vor allem die Fichte unter der Trockenheit und dem Käferbefall litt. 11 000 Festmeter Fichtenholz mussten eingeschlagen werden. Es gebe zwei bis drei größere Kahlflächen, vor allem im Bereich Gemeinfeld. Auch Buchen wiesen Schwundrisse durch die Trockenheit auf. Positiv war, dass laut Meiners das meiste Holz "gut an den Mann gebracht" werden konnte. Da die Wälder im Bereich Burgpreppach gut gemischt sind, sei der Schaden "am unteren Bereich".

Gepflanzt wurde im vergangenen Jahr eine Palette von 13 Mischbaumarten, darunter vor allem wärmeliebende Edelhölzer. An Waldrändern seien zudem Obstbäume wie Wildbirne und Wildapfel gepflanzt worden, für die es eine erhöhte Förderung gibt. Unterstützung bei den Pflanzaktionen kam vor allem aus Hohnhausen. Meiners appellierte an die Waldbesitzer, die "Bundeswaldprämie" zu beantragen. Pro Hektar Wald schüttet der Bund 100 Euro aus. Dies würde er auch für den Gemeindewald tun, sodass er in diesem Jahr mit einer Prämie von 29 000 Euro rechnet, so Meiners. Aus dem Vertragsnaturschutz rechnet er mit weiteren 10 000 Euro, sodass unter dem Strich auch in diesem Jahr ein Plus von rund 42 000 Euro erreicht werden könne.

Kein Zuschuss für Photovoltaik auf dem Gelände des SV

Die Kosten für eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Nahwärmenetzes in Hohnhausen belaufen sich auf rund 10 500 Euro. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, einen Zuschuss in Höhe von 6200 Euro beim ALE (Amt für Landwirtschaft und Entwicklung) zu stellen.

Die Jagdgenossenschaft Üschersdorf hat Flurwege für rund 5000 Euro ausgebessert. Hierfür erhält sie einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der Ausgaben.

Der Verein Gesundheit – Markt Burgpreppach erhält einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro.

Für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Vereinsgelände hat der SV Gemeinfeld einen Zuschussantrag gestellt. Die Kosten betragen 13 100 Euro. Bürgermeister Hermann Niediek schlug einen Zuschussbetrag von 500 Euro vor. Die Abstimmung ergab sechs Pro- und sechs Kontrastimmen. Da der Antrag keine Mehrheit bekam, wurde er abgelehnt. Die Gegner argumentierten, dass sich die Investition ja wirtschaftlich lohnen würde und nichts mit dem Sportbetrieb zu tun habe. Befürworter betrachteten den Zuschuss als eine Wertschätzung der Vereinsarbeit.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde will in ihre Kirche in Burgpreppach ein Türschließsystem für rund 2500 Euro einbauen, um damit die Kirche zu bestimmten Zeiten automatisch zu öffnen und zu schließen. Das Gremium bewilligte hierfür einen Zuschuss in Höhe von 600 Euro.

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