Ebelsbach

Konzept für die Entwicklung von Ebelsbach

Ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (Isek) soll Perspektiven für die Ortsentwicklung zeigen.

Die Nutzung der Schlösser Ebelsbach und Gleisenau, die Verkehrserschließung von Baugebieten oder Umgehung im Altort, Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, aber auch der Wohnungsbau und Einzelhandel standen in Ebelsbach immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion. Ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (Isek) soll nun in einem Dialog mit den Bürgern Perspektiven für die Ortsentwicklung zeigen und künftige und konkrete Handlungsfelder benennen.

Bürgermeister Martin Horn (SPD) hatte dazu coronabedingt nur den kleineren Bauausschuss (sieben Mitglieder) eingeladen. Man wolle aber auch in Corona-Zeiten Projekte anstoßen und so hatte er ein interdisziplinäres Team des Architekturbüros Schirmer eingeladen, das über geplante vorbereitende Untersuchungen referierte.

Lokal abgestimmte Lösungen

Architekt Johannes Klüpfel stellte das Architekturbüro vor, dessen Haupttätigkeit im Städtebau und Bauen liege. Man habe aber auch Fachleute für Verkehrsplanung, Mobilitätskonzepte und Demographie im Team.

Ein Isek schaffe konkrete und vor allem lokal abgestimmte Lösungen für viele Herausforderungen und Aufgabengebiete. „Ein Thema könnte sein, sie werden immer älter und immer weniger, aber es wird immer mehr gebaut. Was bedeutet das für die soziale Infrastruktur und künftige Baulandentwicklung?“

Die Architekten verwiesen darauf, dass die Planung auf die nächsten 15 bis 20 Jahre ausgerichtet sei und die Bevölkerung beteiligt werden müsse, weil sonst die Akzeptanz schwierig sei. Dabei gebe es eine Lenkungsgruppe, eine Gemeinderatswerkstatt oder auch eine Online-Bürgerbefragung, die aufwendiger sei.

Planung beauftragt

Ein Isek, so Architekt Klüpfel, lege im Dialog mit den Bürgern die Richtung der künftigen Ortsentwicklung fest und definiere die Schwerpunktaufgaben. Es binde die einzelnen Maßnahmen in eine langfristige Perspektive ein und dies bilde die Grundlage zur Förderung von Projekten. Geplante Maßnahmen müssten in einem städtebaulichen Erneuerungsgebiet und förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegen. Das Isek werde schließlich nach Fertigstellung durch den Gemeinderat beschlossen.

An künftigen Handlungsfeldern wurden bereits die Organisation des fließenden und ruhenden Verkehrs, die Stärkung des Einzelhandels in der Ortsmitte und die Bewahrung des baulichen und kulturellen Erbes angesprochen.

Konkrete Punkte wären dabei die Erschließung des Neubaugebietes am Herrenwald, Gastronomie und Tourismus, die Reaktivierung des Schlosses, Umgestaltung der Stettfelder Straße, Spielplätze und Pumptrack sowie das Sportgelände und das Areal Fischtreppe. Der Bauausschuss empfahl dem Gemeinderat, das Architekturbüro mit dieser Aufgabe und Planung zu beauftragen.

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