Haßfurt

Stettfeld: Gemeinde bezahlt den Führerschein für Feuerwehrleute

Das Stettfelder Feuerwehrhaus bietet den entsprechenden äußeren Rahmen für den Dienst der Wehrleute. Nun geht es auch um die Ausstattung mit Kleidung und das Problem von genügend Wehrmänner mit LKW-Führerschein.
Foto: Günther Geiling | Das Stettfelder Feuerwehrhaus bietet den entsprechenden äußeren Rahmen für den Dienst der Wehrleute. Nun geht es auch um die Ausstattung mit Kleidung und das Problem von genügend Wehrmänner mit LKW-Führerschein.

In der Stettfelder Gemeinderatssitzung ging es um einen Antrag der FFW Stettfeld auf „Kostenübernahme für den LKW-Führerschein der Klasse C“ für aktive Feuerwehrleute. Bürgermeister Alfons Hartlieb sprach von einer Liste von Wünschen der Wehr Stettfeld, die man auch nach und nach in den Haushaltsplan aufnehmen müsse. „Noch besteht das Problem mit dem Fahren von Fahrzeugen nicht. Aber wir müssen Vorsorge treffen, denn die jungen Leute dürfen mit ihrem Führerschein ja nicht einmal mehr einen 7,5 Tonner fahren.“

Johannes Markert (DG) informierte, dass man bei der Wehr derzeit 40 aktive Mitglieder habe. Elf von denen dürften alles fahren, aber unter 40 Jahre seien nur vier. Zwei davon nähmen regelmäßig an den Übungsdiensten teil und so hätte man oft nicht genügend Fahrer.

Dass eine Unterstützung der Wehrleute für einen Führerschein notwendig sei, war im Gremium unbestritten. Aber bei den Kosten von 2500 bis 3000 Euro gingen die Meinungen auseinander. Die Räte fragten sich, wie man es erreichen könne, dass diese Feuerwehrleute längerfristig dienten. 

Matthias Kuhn konnte sich bei Kostenübernahme eine Verpflichtung der Feuerwehrleute für längere Zeit vorstellen, was aber nach Meinung von VG-Geschäftsleiter Matthias Klauda nicht möglich sei. „In einer freiwilligen Feuerwehr können wir niemand dienstverpflichten.“ Auch das Zurückholen von Geld oder jährliche Pauschalen, wie es Udo Busch vorschwebte, sah man als keine durchführbare Lösung. Stephanie Pfister (SPD) verwies auf die Beschlussvorlage „Prüfung im Einzelfall“, wo die Führungsleute der Feuerwehr und die Kommandanten ein Gespür dafür haben sollte, wer sich engagiere und auch für längere Zeit bei der Feuerwehr bleibe.

„In einer freiwilligen Feuerwehr können wir niemand dienstverpflichten.“
Matthias Klauda,VG-Geschäftsleiter 

Als einen solchen Fall nannte Johannes Markert den gegenwärtigen zweiten Kommandanten Jonas Viering, der sich mit 22 Jahren bereiterklärt habe, dieses Amt zu übernehmen und den man nun sicher für die Ableistung eines Führerscheins mit Kostenübernahme vorschlagen könne. So kam es auch zum Beschluss, dass die Gemeinde Stettfeld die Kosten für den Führerschein zum Fahren des Löschgruppenfahrzeuges nach jeweiliger Prüfung des Einzelfalles übernimmt. Da bei soll darauf geachtet werden, dass nur Feuerwehrleute den Führerschein erwerben, die auch regelmäßig an Einsätzen und Übungen teilnehmen.

Diskussionen gab es auch um den Teilabbruch und den Neubau des Kindergartens, für den es seit 2016 Planungen gibt und nun das bischöfliche Ordinariat eine erneute aktuelle Kostenschätzung eingefordert hat. Bürgermeister Alfons Hartlieb erinnerte sich daran, dass man aus früherer Zeit eine Zuschusszusage von 20 Prozent habe. Man könne sich aber nicht sicher, dass diese auch heute noch gelte. Man müsse deswegen einen Architekten beauftragen, eine Kostenberechnung durchzuführen. 

Melanie Kaufhold und Stephanie Pfister, selbst im Kindergartenverein, bemerkten, dass man alles getan habe, aber man sei selbst manchmal schockiert, welche Steine in den Weg gelegt würden. Die Beauftragung von Architekt Gack erfolgte dann einstimmig. 

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