Zeil

Erfolg verpflichtet: Zeil wiederholt sein Historienspiel

Beim Hexensabbat besuchen die Zuschauer in diesem Jahr einen neuen Ort in der historischen Altstadt von Zeil.
Foto: Norbert Biener | Beim Hexensabbat besuchen die Zuschauer in diesem Jahr einen neuen Ort in der historischen Altstadt von Zeil.

Erfolg verpflichtet: 2018 feierte die Stadt Zeil ihren 1000. Geburtstag. Und im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch Historienspiele aufgeführt. Als einmaliges Ereignis – dachten zumindest die Akteure. Weil aber das Schauspiel, das die Zuschauer im Rahmen eines Spaziergangs durch die Altstadt an verschiedenen „Bühnen“ erleben durften, so großen Anklang fand, so großen Anklang fand, wird das Spektakulum am 21. und 22. September wiederholt. Bevorzugt bei der Kartenvergabe werden Zeiler Bürger, die sich im vergangenen Jahr auf eine Warteliste setzen ließen, wie die Zeiler Journalistin Brigitte Krause in ihrer Eigenschaft als Regisseurin des Historienspiels in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Der Teufel tanzt mit den Hexen, ein Zeiler Bürgermeister, der jedes Opfer des Hexenwahns in Zeil notierte, liest aus seinem Tagebuch, ein schwedischer Soldat beißt sich an einer resoluten Zeilerin die Zähne aus und die Altach-Waschweiber ratschen – es sind wunderbare Szenen, die die Laienspieler mit unglaublicher Intensität lebendig werden lassen im Historienspiel.

Kurze Szenen an atmosphärisch starken Orten

Der Historische Stadtrundgang durch die Jahrhunderte sei im 1000. Jahr der Stadt Zeil als einmalige Veranstaltung und Mosaiksteinchen im Feste-Reigen gedacht gewesen, erinnert Krause. Der Stettfelder Theaterstückschreiber Christian Ziegler verfasste im kongenialen Zusammenwirken mit den Zeiler Historikern neun kurze Szenen, die mit Witz und geschichtlichem Hintergrund wunderbar gelungen sind – umso mehr, wenn sie in mittelalterlichen Kostümen an atmosphärisch starken Orten dargeboten werden. So war 2018 die Nachfrage nach Karten dermaßen groß, dass bei Weitem nicht alle Wünsche befriedigt werden konnten, und etliche Zeiler enttäuscht außen vor blieben.

Bei Mitwirkenden von über 60 Personen und umfangreichen Probe- und Vorarbeiten ist der Aufwand für ein solches Historienspiel aber sehr hoch. Die neun Szenen spielten an jeweils einem anderen Spielort, teils Lokationen, die nicht sehr groß und sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Beim Spiel selbst wirkten ganz normale Bürger, Kinder und Persönlichkeiten mit, die in vielen Proben und am Ende zum Aufführungstermin auf ihre Aufgabe vorbereitet sein mussten. Ein Termin- und Abstimmungsmarathon für die Organisatoren und eine Anforderung an jeden Einzelnen, seinen Text, die Betonung, die Mimik und die Bewegung zu lernen und einzuüben.

Das Historienspiel 2018 wäre eine Eintagsfliege geblieben, hätten sich nicht beim Dankeschön-Abend im November spontan alle Anwesenden nach einem emotionalen Appell von Christa Schlegelmilch dazu bereiterklärt, dieses Mittelalterspiel noch einmal aufzuführen, heißt es in der Verlautbarung an die Presse. Immerhin seien 160 Kartenwünsche unerfüllt geblieben. So ging es jetzt erneut ans Werk, die Kostüme sind schon wieder für das vorletzte Wochenende im September bestellt.

Auch neue Szene und neuer Spielort im Programm

Es ist jeder mit Herzblut dabei, die Proben laufen gut, auch die Suche nach neuen Spielorten war höchst erfolgreich. Und es gibt diesmal sogar eine neue Szene: Die Rolle der Witwe Moritz, die einst in der Säkularisation die Friedhofs-Kreuzkapelle rettete, hat Christian Ziegler der Anna Stadelmann auf den Leib geschrieben.

Aktuell dürfen die Zeiler, die sich im vergangenen Jahr unverbindlich auf eine Warteliste hatten setzen lassen, ihre Karten abholen. Die Vorstellungen finden statt am 21. und 22. September (Samstag und Sonntag), jeweils um 14, 15, 16 und 17 Uhr. Ein Durchgang darf mit gut zweieinhalb Stunden angesetzt werden und erfordert von den Theaterbesuchern durchaus körperliche Fitness. Die Spielorte sind nur teilweise barrierefrei – etwa der mächtige alte Keller im Winkler-Haus am Marktplatz und jeder Besucher betritt sie auf eigene Gefahr. (mcs)

Für die Restplätze, es sind etwa 160, ist ein Kartenvorverkauf geplant. Vergeben werden die Karten am Samstag, 20. Juli, im Foyer des Rudolf-Winkler-Hauses, 10 bis 12 Uhr, nach der Reihenfolge des Eintreffens vor Ort und nur gegen Barzahlung. Eine Karte kostet 15 Euro (in den Preis inbegriffen ist ein kleiner Imbiss).

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