Ebelsbach

Gesamtpaket für den Ebelsbacher Bahnhofsbereich

Die bisherige Fahrradabstellanlage am Bahnhof Ebelsbach sieht nicht sehr einladend aus. Deswegen soll eine neue Anlage entstehen.
Foto: Günther Geiling | Die bisherige Fahrradabstellanlage am Bahnhof Ebelsbach sieht nicht sehr einladend aus. Deswegen soll eine neue Anlage entstehen.

Neben der Anschaffung eines Bürgerbusses ging es in der Sitzung des Gemeinderates Ebelsbach auch um eine neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof durch die Deutsche Bahn im Rahmen der „Bike+Ride-Offensive“. Auch hier fasste der Gemeinderat noch keinen Beschluss. 

Bürgermeister Martin Horn (SPD) informierte das Gremium über die „Bike+Ride-Offensive“ des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn zum Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen. Deren Ziel ist es, bis zu 100 000 zusätzliche Bike+Ride-Plätze deutschlandweit bis Ende 2022 zu installieren. Die Gemeinde nehme an diesem Förderprogramm teil und nun habe man den Umfang der Maßnahme erhalten: Kosten knapp 28 000 Euro, die mit 60 Prozent (16 532 Euro) gefördert werde. Für die Gemeinde verblieben knapp 11 000 Euro.

Kosten für Radabstellplatz sind "überdimensioniert"

„Damit hätte ich keine Probleme, weil dies auch ein Vorteil für unsere Gemeinde ist und auch unseren Bahnhaltepunkt aufwertet. Was mir allerdings gegen den Strich, geht sind die 950 Euro, die wir für die Erstellung des Gestattungsvertrages an die Bahn leisten sollen,“ meinte der Bürgermeister. Tobias Ziegler gingen die 11 000 Euro, welche die Gemeinde zahlen muss, gegen den Strich: "Dies ist  überdimensioniert."  Vor allem Hinblick auf den restlichen Zustand des Bahnhofes. Roland Metzner sah es ähnlich wie Ziegler: „Das ist ein Wahnsinnsgeld für ein paar Fahrräder. Ich bin grundsätzlich für Unterstellmöglichkeiten, aber da sollte man für den Bereich des Bahnhofs ein Paket schnüren.“ Gerald Makowski brachte den Vorschlag ein, dass sich die Stadt Eltmann beteiligen könnte. 

Bürgermeister Martin Horn sah es dennoch positiv. „Wenn ich die Voraussetzungen schaffe, dass es gepflegt ist, wird auch die Akzeptanz größer. Es sind ja auch kommunale Flächen betroffen. Außerdem haben wir uns früher schon einmal Gedanken gemacht, Unterstellhallen zu schaffen.“ Für den Gast, der mit dem Zug anreise, sei der erste Eindruck ja nicht der beste und hier sei die Bahn bei der Flächengestaltung sogar großzügig gewesen. Von einer Beschlussfassung wurde abgesehen und Bürgermeister Horn schlug vor, dass er sich noch einmal mit Nachbar-Bürgermeister Michael Ziegler aus Eltmann zusammensetze, aber auch die Umgestaltung und vielleicht auch eine Abstellanlage mit Boxen in die Überlegung mit einbeziehen wolle.

Informationen und Bekanntmachungen

Beschlüsse gab es zur zweiten Änderung des Bebauungsplanes „Am Ebelsbach“, der nach der Abwägung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und mit dem Satzungsbeschluss nun auch rechtskräftig werden kann.

Markus Reinwand brachte einen Antrag der CSU-Fraktion auf „Erstellung und Pflege einer Offene-Punkte-Liste“ ein. „Diese Liste soll eine Unterstützung dafür sein, dass die angesprochenen Punkte und Beschlüsse zielsicher angegangen und zeitnah umgesetzt werden. Zudem dient sie als fortlaufende Information über den jeweiligen Sachstand der einzelnen Punkte, bis diese abgeschlossen oder erledigt sind.“ Als Anlage diente dabei eine Liste mit offenen Punkten aus den Protokollen der Sitzungen des Jahres 2020.

Von Tobias Ziegler wurde an die Diskussion um eine Pumptrack-Anlage für Mountainbikes, Skateboard oder Inliner erinnert. Notfalls, so Ziegler, sollte man diese Anlage auch ohne Förderung errichten. Bürgermeister Martin Horn ist grundsätzlich nicht dagegen, aber der richtige Platz (mindestens 1000 Quadratmeter) sei noch nicht gefunden. Er forderte die Räte auf, sich Gedanken zu machen. 

Geplant ist, dass das gemeindliche Bauamt die Straßen, Kanäle und Wasserleitungen in Augenschein nimmt, die in nächster Zeit in ein Sanierungsprogramm einmünden sollen. Dabei erwähnte Bürgermeister Martin Horn die Georg-Schäfer-Straße bis Obere Heuernte, den Langen Rain, die Sand- und Gartenstraße. Die „Badergasse“ sei bis auf die Feinschicht jetzt fertiggestellt. Schließlich kündigte er abschließend in der Sitzung an, dass aufgrund der Corona-Pandemie keine Senioren-Weihnachtsfeiern stattfinden könnten.

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