Haßfurt

Haßbergkreis: Umwelt- und Werkausschuss schafft neue Stellen

Dieser Damm an der Baunach bei Ebern ist das Werk eines Bibers. Im Landkreis Haßberge ist das Wildtier nach der erfolgreichen Wiederansiedlung heute in 142 Revieren zuhause. Nun hat der Bau- und Werkausschuss die Stelle eines zweiten Biberberaters geschaffen.
Foto: Christian Licha | Dieser Damm an der Baunach bei Ebern ist das Werk eines Bibers. Im Landkreis Haßberge ist das Wildtier nach der erfolgreichen Wiederansiedlung heute in 142 Revieren zuhause.

Einem Antrag der ÖDP ist der Umwelt- und Werkausschuss in seiner jüngsten Sitzung gefolgt und hat beschlossen, die Stelle eines Klimaschutzmanagers zu schaffen. Wie die Fraktion in ihrem Antrag beschreibt, muss das Klimaschutzmanagement Querschnittsaufgaben wahrnehmen, um in allen Bereichen der Verwaltung Klimaschutzaufgaben anregen und bündeln zu können. Neben der Steuerung, Koordination und Unterstützung von Maßnahmen fallen zum Beispiel auch ein kommunales Klimaschutzcontrolling und Öffentlichkeitsarbeit in den Aufgabenbereich. Wichtig sei darüber hinaus die Netzwerkarbeit mit unterschiedlichen Akteuren wie Politik, Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft sowie die Einrichtung und Leitung eines runden Tisches.

Bereits im Jahre 2019 hat die GUT die Installation und Förderung einer Stelle "Klimaschutzmanager" bei der Projektstelle Jülich beantragt, berichtete GUT-Geschäftsführer Marco Siller dem Ausschuss. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt mit der Begründung, dass im Landkreis Haßberge bereits ein Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2015 bestehe. Dennoch ist der Landkreis bereit, die Stelle zu schaffen und aus eigenen Mitteln in Vollzeit zu finanzieren. Über die Bildung der Stelle, die Aufgabenstellung und konzeptionelle Vorhaben soll dem Umwelt- und Werkausschuss bis Mitte nächsten Jahres berichtet werden.

Zweiter Biberberater

Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Ausschuss ebenfalls, die Stelle eines zweiten ehrenamtlichen Biberberaters im Landkreis zu schaffen. Ramona Hauck von der Unteren Naturschutzbehörde stellte in der Sitzung fest, dass sich der Biberbestand in den vergangenen vier Jahren verdoppelt hat. Momentan gebe es 142 Reviere im Landkreis. Aufgabe der Biberberater ist es, über Gefahrenstellen in Konfliktbereichen, über Schadensbilder, Abhilfemaßnahmen sowie Fördermöglichkeiten zu informieren. Gegebenenfalls wirken sie auch bei erforderlichen Zugriffsmaßnahmen mit. Außerdem unterstützen die Biberberater bei der Abwicklung von Ausgleichzahlungen und bei der Öffentlichkeitsarbeit. Für die Stelle ist eine monatliche Aufwandsentschädigung von 150 Euro vorgesehen.

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Für die Wahlperiode 2020 bis 2026 wurden in der Sitzung außerdem die Mitglieder des Aufsichtsrates der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises Haßberge bestellt. Diesem gehören an: Klaus Bittenbrünn, Klaus Merkel, Reinhold Giebfried (alle CSU), Dieter Möhring, Günther Werner (beide Wählergemeinschaft) und Wolfram Thein (SPD).

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