Haßfurt

Landkreis Haßberge: Wie Schüler die besten Jobs entdecken

Mit den Jobentdeckerinnen (von vorne) Linda Schmitt, Lena Weinhold, Jana Böhmer, Lea Bayer und „Quotenmann“ Lasse Hetterich freut sich Landrat Wilhelm Schneider.
Foto: Christiane Reuther | Mit den Jobentdeckerinnen (von vorne) Linda Schmitt, Lena Weinhold, Jana Böhmer, Lea Bayer und „Quotenmann“ Lasse Hetterich freut sich Landrat Wilhelm Schneider.

Was vor einem Jahr als erfolgreiche Premiere startete, geht in diesem Jahr in die zweite Runde: Das Jobentdecker-Projekt 2020. Es steht unter dem Label der Bildungsregion Landkreis Haßberge und wird durch das Regionalmanagement gefördert. Wetterbedingt kurzfristig in den Sitzungssaal des Landratsamtes Haßfurt verlegt, standen beim Speed-Dating am Donnerstagabend die „Jobentdeckerinnen“ Linda Schmitt (Gerach/Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern), Lena Weinhold (Sand/Wallburg-Realschule Eltmann), Jana Böhmer (Eltmann/Regiomontanus Gymnasium Haßfurt) Lea Bayer (Haßfurt/Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt) sowie „Jobentdecker“ Lasse Hetterich (Zeil/Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule Haßfurt) im Mittelpunkt. Anna Reinhart (Haßfurt/FOS Nürnberg), die sich bereits im Vorjahr bei dem Projekt beteiligte, hatte sich per Videokonferenz im zweiten Teil virtuell dazu geschaltet.

Die Gastronomie ist erstmals am Start

In diesem Jahr gehen anstatt vier sogar sechs „Jobentdecker“ in den Sommerferien auf Berufserkundung im Landkreis. Dafür hat sich das diesjährige Portfolio an Berufsbildern noch abwechslungsreicher und vielfältiger gestaltet. Stark vertreten waren das Handwerk und erstmals der Bereich der Gastronomie.

Unter der Federführung der Regionalmanagerin Sonja Gerstenkorn und der Bildungskoordinatorin Anja Güll, die auch durch den Abend führten, war es gelungen, von Gesundheitsberufen über Soziales bis hin zu industriellen und technischen Berufsbildern eine breite Palette abzubilden. Damit wurde aufgezeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten im Landkreis sind. Für „Jobentdecker“ und „Quotenmann“ Lasse könnte sich sogar ein kleiner Traum erfüllen. Denn nicht nur für ihn war das teilnehmende „Unternehmen“ Polizei im Vorfeld heiß begehrt, wie er bemerkte.

Welche Jobs in der Heimat tatsächlich möglich sind

Alle Teilnehmer stellten sich eingangs in einem kurzen Präsentationsvideo vor. „Neue Berufszweige in der Heimat erkunden“, war ein Beweggrund für die 18-jährige Jana Böhmer. Mit der Teilnahme an dem Projekt zur Berufsorientierung erhofft sie sich nach dem Abitur großartige Chancen. „Was im Juli letzten Jahres hier mit den ersten Jobentdeckern begann, ist seitdem kontinuierlich gewachsen“, freute sich Landrat Wilhelm Schneider. Die vielen neuen Perspektiven könnten sich seiner Meinung nach hilfreich für die Berufswahl der jungen Leute erweisen.

Auch in diesem Jahr werden die Erfahrungen der „Jobentdecker“ gesammelt und mit der „Instagram-Community“ geteilt. Seit Anfang dieses Jahres wurde mit den sogenannten Jobentdecker-Touren eine Ergänzung zum Sommerferien-Projekt geschaffen. Bei diesen Touren fahren Klassen oder Schülergruppen aus den weiterführenden Schulen des Landkreises für zwei bis drei Stunden in Betriebe, um hinter die Kulissen zu blicken und in Berufsbilder reinzuschnuppern. Zwei erste Touren waren vor Eintreten der Corona-Pandemie bereits unterwegs. Die nächsten Touren sollen je nach Infektionslage im neuen Schuljahr unterwegs sein.

Austauschrunde im Stile eines Speedatings

Bei den anschließenden Speed-Dating-Runden mit jeweils zehn Minuten bestand die Gelegenheit für einen kurzen Austausch zwischen „Jobentdecker“ und teilnehmenden Unternehmen. Dies fand nach Hygienevorschriften im Foyer des Landratsamtes statt. Zwischenzeitlich sprach Jule Scheuring über ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, die sie als „Jobentdeckerin“ im letzten Jahr sammeln konnte. In einer Abschlussrunde ließen die „Jobentdecker“ schließlich das Speed-Dating Revue passieren.

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