Haßfurt

Kreisausschuss Haßberge beschließt Finanzierung des Naturparkzentrums

In Königsberg soll das Zentrum des Naturparks Haßberge entstehen. Hohe Fördersummen kommen dafür vom Staat, nun will sich auch der Landkreis beteiligen.
Schöne Landschaft und zahlreiche Burgen, wie hier in Königsberg: Der Naturpark Haßberge hat einiges zu bieten. Nun soll er auch ein Naturparkzentrum bekommen. Der Kreisausschuss hat dafür die Finanzierung beschlossen.
Foto: Norbert Schmucker/Naturpark Haßberge | Schöne Landschaft und zahlreiche Burgen, wie hier in Königsberg: Der Naturpark Haßberge hat einiges zu bieten. Nun soll er auch ein Naturparkzentrum bekommen. Der Kreisausschuss hat dafür die Finanzierung beschlossen.

Auf dem Weg zur Errichtung eines Naturparkzentrums im Naturpark Haßberge hat es einen weiteren wichtigen Schritt gegeben: Der Kreisausschuss hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag für die Beteiligung des Landkreises an Investititions- und Betriebskosten ausgesprochen. 

Die Mitgliederversammlung des Naturparks Haßberge hat sich bereits im Jahr 2019 mit der Thematik eines Naturparkzentrums befasst und den einstimmigen Beschluss gefasst, dass ein solches Zentrum gewünscht wird – unter der Voraussetzung der Bereitstellung ausreichender Fördermittel durch den Freistaat Bayern. Der Naturpark Haßberge befindet sich in den Landkreisen Haßberge, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Bamberg, wobei der Landkreis Haßberge mit 65 Prozent den größten Flächenanteil hat. Demzufolge soll das neue Naturparkzentrum in Königsberg entstehen, auf einem Grundstück in der Umgebung des Marktplatzes. 

Bis zu zwei Millionen Euro Förderung für die Errichtung

Nach den derzeit geltenden Förderrichtlinien des Freistaates werden im Wege der Festbetragsfinanzierung die Entwicklung und Konzeption eines Naturparkzentrums mit einmalig bis zu 50 000 Euro gefördert. Für die Errichtung kann mit einem einmaligen Betrag von bis zu zwei Millionen Euro gerechnet werden, während der Betrieb mit jährlich bis zu 200 000 Euro bezuschusst wird.

Das Zentrum muss mindestens 400 Quadratmeter haben, von denen 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind. Die erste Kalkulation für die Investitionskosten ist eine Grobschätzung, basierend auf der Grundlage der von der Tourismus- und Regionalberatung BTE, Nürnberg, im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz erstellten "Konzeption für die Naturparkzentren in Bayern" und den vorläufigen Planungen des Gebäudes. Hierbei wurde eine Summe von etwas über 2 545 000 Euro errechnet. Somit ergibt sich für den Landkreis Haßberge und die Stadt Königsberg ein zu tragender Eigenanteil von 545 000 Euro. 

Brauch es eine A12-Stelle für die Leitung?

Unter Berücksichtigung von drei Personalvollzeitstellen, mindestens 2000 Öffnungsstunden im Jahr und einem ansprechenden Veranstaltungsprogramm ergeben sich geschätzte Betriebskosten von rund 242 000 Euro pro Jahr, wovon die beiteiligten Landkreise 42 000 Euro selbst zu tragen haben. Entsprechend dem vorliegenden Beschluss trägt der Landkreis Haßberge davon 50 Prozent und alle anderen Landkreise zusammen die restliche Hälfte. Die erforderlichen Mittel werden ab 2022 in die Haushaltsplanung des Landkreises aufgenommen. Der Finanzierungsanteil der Stadt Königsberg ist mit jeweils 50 Prozent vorgesehen.

Eberns Bürgermeister und Kreisrat Jürgen Hennemann sah die A12-Stelle für die Leitung des Naturparkzentrums als etwas hoch angesetzt. Nach seiner Meinung ist das Zentrum auch mit nicht so hoch qualifiziertem Personal führbar, so dass man auf jährliche Betriebskosten von rund 200 000 Euro kommen könne. Landrat Wilhelm Schneider sagte, er gehe davon aus, dass die Realisierung des Naturparkzentrums insgesamt günstiger kommen könnte als in den ersten Planungen beschrieben. Er wolle aber nicht die Zahlen verschönern, so dass eben von der jetzigen Grundlage ausgegangen werden müsse.

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