Haßfurt

Leerstand, Stillstand, totes Dorf

Der Haßfurter Ortsteil Prappach auf einer Luftaufnahme vom Sommer 2016: Viele Bürger forderten ein Neubaugebiet am Dorfacker (Bildmitte links), weil sie keine Baugrund erwerben konnten – und das, obwohl im Innenbereich fast 40 Grundstücke mit 25 000 Quadratmetern Fläche unbebaut sind. Doch die Kosten für die Allgemeinheit wären zu hoch gewesen, sagt Bürgermeister Günther Werner. Und jedes neue Baugebiet befördert anderswo die Leerstände in den Altorten.
Foto: Martin Sage | Der Haßfurter Ortsteil Prappach auf einer Luftaufnahme vom Sommer 2016: Viele Bürger forderten ein Neubaugebiet am Dorfacker (Bildmitte links), weil sie keine Baugrund erwerben konnten – und das, obwohl im Innenbereich fast 40 Grundstücke mit 25 000 Quadratmetern Fläche unbebaut sind. Doch die Kosten für die Allgemeinheit wären zu hoch gewesen, sagt Bürgermeister Günther Werner. Und jedes neue Baugebiet befördert anderswo die Leerstände in den Altorten.

Verlassene Gehöfte, baufällige Häuser, leere Straßen: Das Leben auf den Dörfern werde sich in Zukunft grundlegend verändern, „wenn wir jetzt nichts tun“, befürchtet Landrat Wilhelm Schneider. Vielerorts werde es sonst „keinen Supermarkt in der Nähe, keine Schule, keinen Kindergarten, keine Bücherei oder keine Busverbindung geben.“ Der Landkreis Haßberge ist sich des Problems des demografischen Wandels bewusst, dessen Folgen vor allem in den abseits der starken Mainachse gelegenen Gemeinden schon heute spürbar sind: Der Einwohnerschwund lässt bereits jetzt manchen Ort nahezu ...

Archiv-Artikel
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